Mit steigenden Temperaturen steigt auch die Waldbrandgefahr in Brandenburgs Wäldern

Waldbrand in einer Waldverjüngung

Mit mehr Sonnenstunden, den steigenden Temperaturen und durch das noch trockene Gras und Laub aus dem Vorjahr nimmt die Waldbrandgefahr in Brandenburg zu. Ab sofort werden deshalb Brandenburgs Wälder wieder mit der kameragestützten Waldbrandfrüherkennung überwacht.

109 Kameras überwachen die Waldgebiete der Mark Brandenburg
Ab der Gefahrenstufe 3 ist neben den Bereitschaftsdiensten im Forst auch wieder die automatisierte Früherkennung in Betrieb. Steigt irgendwo in den Wäldern der Mark eine Rauchwolke über den Baumkronen auf, so registriert das System mit hochauflösenden Sensoren das Ereignis und meldet es an eine der sechs Waldbrandzentralen im Land. Die dort tätigen Forstleute sind geschult und erkennen schnell, ob es sich um einen Waldbrand handelt oder nur das Verbrennen von Grünabfällen. Wird ein Waldbrand erkannt, erfolgt die Meldung sofort an die zuständige Leitstelle der Feuerwehr. Mit der schnellen Alarmierung und dem Ausrücken der Einsatzkräfte kann die Brandfläche oft sehr klein gehalten werden. Der Zeitaufwand zum Löschen und der Schaden an der Natur bleibt dadurch begrenzt.

Bereits vier Waldbrände im Monat März registriert
Bereits im Monat März mussten die Feuerwehren zu vier Waldbränden ausrücken. Als Brandursache wird in allen Fällen Brandstiftung vermutet. Zwei Drittel aller Brände werden von Menschen verursacht. Jeder Bürger kann durch strikte Beachtung einiger Regeln zum Waldbrandschutz beitragen. Dazu gehört vor allem das Verbot von offenem Feuer in Wäldern oder Waldnähe. Zudem sollten Autofahrer keine Zigarettenkippen aus dem Fenster werfen. Aber auch natürliche Ereignisse wie Blitzschlag haben schon Brände ausgelöst. Eine besondere Gefährdung geht von Munitionsresten aus dem Zweiten Weltkrieg aus. Hier kommt es immer wieder zu Selbstentzündungen alter Munition, insbesondere auf ehemaligen Truppenübungsplätzen.

Im Durchschnitt mehr als 250 Waldbrände in Brandenburg
Das waldreiche Brandenburg ist mit seinen ausgedehnten Kiefernwäldern nach wie vor die Region in Deutschland mit der höchsten Waldbrandgefahr. Die EU-Kommission führt die Waldflächen des Landes in der gleichen höchsten Waldbrandgefährdungsstufe wie Griechenland, Spanien, Portugal und Südfrankreich. In den vergangenen Jahren wurden durchschnittlich 250 Waldbrände in Brandenburg verzeichnet. Damit ist Brandenburg mit Abstand das Bundesland, was sich intensiv mit den Fragen des Waldbrandschutzes auseinandersetzt. Die meisten Brände gab es im Jahr 2003 mit 697 Waldbränden in Brandenburg.

Waldbrand 470

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