Waldzustandsbericht 2016

Die Indikatoren der Waldzustandserhebung ergeben in 2016 ein überwiegend positives Bild. Über alle Merkmale stellt sich der Waldzustand gegenüber dem Vorjahr gleichbleibend gut oder verbessert dar.

Eine deutliche Vergilbung an Nadeln bzw. Blättern tritt weiter nicht auf. Die biotischen Schäden sind rückläufig. Dagegen ist die Mortalität bei Eiche und auch anderen Laubbaumarten gestiegen. Die Bestandesdichte hat 2016 eine positive Entwicklung genommen. Der Pflanzenflächenindex an den WZE-Aufnahmepunkten weist dagegen eine stark reduzierte Blattflächenentwicklung in 2016 aus.
Die klimatische Trockenheit führt in der gegenwärtigen Phase der Waldzustandsentwicklung nicht zu stärkeren Waldschäden. Witterungsextreme, wie trockene Frühjahrsperioden, Hitzewellen und Starkniederschläge werden mit der Klimaerwärmung aber häufiger. Die damit einhergehenden Risiken für die Forstwirtschaft beim Aufbau vitaler, stresstoleranter Wälder müssen durch Sorgfalt bei der Baumartenwahl, der Auswahl geeigneter Herkünfte, Prüfung der Standorteignung und Pflege der Waldbestände berücksichtigt werden.

Waldzustandserhebung 2016

Witterungsverlauf
Der Winter 2015 / 2016 war wieder außergewöhnlich mild. Nur im Januar traten zwei kurze Frostperioden mit geringem Schneefall auf. Das Frühjahr war nach normalen bis hohen Niederschlägen von September bis Februar wiederum warm, sonnenscheinreich und trocken. Im Juni entluden sich in schwülwarmer Luft an vielen Orten immer wieder Gewitter, die enorme Regenmengen mit sich führten. Insgesamt war der Sommer in Brandenburg mit 18,8 °C sehr warm und mit 170 l/m² gegenüber dem Klimanormal nur mäßig trocken. Allerdings konzentrierte sich die Trockenheit auf die Monate August und September.

Waldzustandserhebung 2016

Kronenzustand
Bei der jährlichen Kronenzustands-Inventur werden in Brandenburg neben der aktuellen Kronenverlichtung die Vergilbung der Nadeln bzw. Blätter als Hinweis auf Mg-Mangelernährung, die Fruktifikationsintensität der Bäume und auftretende biotische Schäden an den Bäumen aufgenommen. Die Kronenverlichtung ist Grundlage der Auswertung von gegenwärtig noch drei Parametern. Das sind neben der mittleren Kronenverlichtung der Anteil deutlich geschädigter Waldflächenanteile mit Kronenverlichtungen über 25 % und die Mortalität, d. h. der Anteil der aus der Stichprobe abgestorbenen Bäume. Zusätzlich werden noch für die beobachteten 6-Baum-Stichpoben jährlich hemisphärische Fotos (mit Fischaugen-Objektiv) gemacht. Damit besteht die Möglichkeit im langfristigen Vergleich die Entwicklung der Bestandesdichte im Wald Brandenburgs zu verfolgen.

Waldzustandserhebung 2016

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