13. Eberswalder Winterkolloquium

„Versuch macht klug“ – Anforderungen an das forstliche Versuchswesen der Zukunft

Hörsaal der LFE ol

681 Versuchsparzellen, 65 Baumarten in 127 Versuchsreihen mit unterschiedlichen Versuchszielen und mehr als 300.000 vermessene Bäume bilden den wertvollen Schatz des Eberswalder Forstlichen Versuchswesens. Die Versuche nehmen insgesamt eine Fläche von rund 125 Hektar ein und repräsentieren die Vielfalt der Wald- und Forstökosysteme in Brandenburg. Hinzu kommen 1076 Teilflächen mit Generhaltungsobjekten über alle Waldeigentumsarten. Dieser Schatz, mit der ältesten noch existierenden Fläche von 1878, wurde sicher durch turbulente Zeiten gebracht und nun ist es Aufgabe des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde (LFE), ihn für die Zukunft zu bewahren und weiter zu entwickeln.

Bernhard Danckelmann richtete einst das forstliche Versuchswesen in Preußen ein und gründete in Eberswalde zunächst die wissenschaftliche Zentralstelle und 1871 die Preußische Hauptstation für das forstliche Versuchswesen. 1892 erfolgte die Gründung des „Internationalen Verbandes forstlicher Versuchsanstalten - IUFRO“. Während dieser Zeit erstreckte sich das Arbeitsgebiet der Eberswalder Wissenschaftler vom Rhein bis in das damalige Ostpreußen.

Die heute angewandte Forschung dient der Umsetzung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die forstliche Praxis im Land Brandenburg und für das weitere nordostdeutsche Tiefland. Darüber hinaus werden Aufgaben des Umweltmonitorings, die sich aus Programmen des Landes, des Bundes und der Europäischen Union ergeben, wahrgenommen.

Die Neuanlage von Versuchsflächen zu aktuellen und teilweise sehr speziellen Themen erfolgt vielfach im Rahmen der Drittmittelforschung mit Kooperationspartnern aus ganz Deutschland. Die umfangreichen Daten aus dem Versuchswesen bilden aber auch die Grundlage zur Modellierung der Waldentwicklung und können die Erkenntnisse aus den Flächen im Wald ergänzen und erweitern aber niemals ganz ersetzen.

Zum 13. Eberswalder Winterkolloquium laden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LFE am 22. Februar 2018 von 9 bis 16 Uhr herzlich ein.

Programm

  • 9:00    Begrüßung,  Dr. Michael Egidius Luthardt
  • 9:10    Grußwort des Ministers Jörg Vogelsänger
  • 9:30    Forstliche Versuchsflächen im Spannungsfeld zwischen Tradition, Innovation und Machbarkeit, Dr. Annett Degenhardt
  • 10:00    Strategische Ausrichtung des Versuchsflächenwesens im Landeswald, Dr. Gernod Bilke und Eberhard Luft
  • 10:30    Diskussion
  • 11:00    Pause
  • 11:30    Zwischen „Vogeltritt-“ und Wertholz: Praxisnahe waldbauliche Langzeituntersuchungen als betriebliche Entscheidungshilfe – Fallbeispiel: Waldverjüngung mit Eiche, Dr. Falk Stähr
  • 12:00    Die Douglasie nach „Xavier“ am Beispiel des internationalen Provenienzversuches CHORIN 85, Dr. Stefan Panka
  • 12:30    Diskussion
  • 13:00    Mittagspause
  • 14:00    Ergebnisse des Brutvogel-Monitorings Projekt RiMa-Wald, Martin Sedlaczek
  • 14:30    Warum Waldfunktionen 2018 und was ist neu?, Detlef Keil
  • 15.00    Technische Befahrbarkeit in Wäldern Brandenburgs - Bereifungsvarianten bei der Holzrückung, Christoph Ertle, Dr. Dirk Knoche & Dr. Raul Köhler Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften Finsterwalde (FIB)
  • 15:30    Diskussion
  • 15:45    Schlusswort und Ausblick des Direktors des Landesbetriebes Forst Brandenburg,    Hubertus Kraut
  • 16:00    Ende der Veranstaltung

LFB

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Kontakt

Dr. Jan Engel
Landeskompetenzzentrum
Forst Eberswalde (LFE)
Alfred-Möller-Straße 1
16225 Eberswalde
Tel.: 03334 2759 267
Mobil: 0174 1745744
E-Mail