Die „Bergwaldretter“

Mit dem Pflanzspaten freiwillig in Brandenburgs Wäldern aktiv

Bergwaldprojekt

Bereits zum neunten  Mal ist das „Bergwaldprojekt“ in Brandenburg zu Gast. Etwa 40 Freiwillige aus ganz Deutschland werden vom 19.03.-02.04.2017 in den Wäldern des Revieres Adamswalde nördlich von Rheinsberg zur Pflanzarbeit in den Wald aufbrechen und ihren persönlichen Beitrag für die Umwelt leisten.

Mit der Pflanzung von mehr als 11.000 standortsheimischen jungen Traubeneichen für den ökologischen Waldumbau soll die Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit der Waldbestände und deren Stabilität für die Zukunft verbessert werden. Dazu kommt der notwendige Zaunbau auf einer 2 Hektar und einer 1,5 Hektar großen Fläche, um die jungen Eichen in den ersten Jahren vor Wildverbiss zu schützen.

Die Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“ setzt sich für eine weltweite Wiederaufforstung ein und unterstützt in Brandenburg seit 2016 den Waldumbau (Umwandlung von Nadelholzreinbeständen in Mischbestände) vor Ort. Hier wird pro Jahr die Pflanzung von 5.000 Eichen finanziert. Dieses Engagement ist Teil der Kampagne: „100 Millionen Bäume“ in welcher sich die Stiftung verpflichtet, bis zum Jahr 2020 gemeinsam mit Non-Profit-Organisationen weltweit 100 Millionen Bäume zu pflanzen. Zur Zeit sind knapp 68 Millionen Bäume gepflanzt.
WaldbildWald in Brandenburg © LFB
Ein gemeinsames Anliegen dieser Einsätze in der Landeswaldoberförsterei Steinförde des Landesbetriebes Forst Brandenburg und dem Bergwaldprojekt e. V. ist es, den Gedanken der Nachhaltigkeit, des Klimaschutzes und der ökologischen Waldwirtschaft zu vermitteln. Unter der Anleitung der Bergwald-Projektleiter Jonathan Schüppel und Simon Karrer sowie unter der Regie von Revierförster Ray Hübner werden die Freiwilligen im Rahmen des ökologischen Waldumbaus 11.500 standortheimische Laubbäume pflanzen und damit auch einen wichtigen Beitrag zum Moorschutz leisten.

Moore sind aufgrund der geringen Niederschläge abhängig vom Wasserzufluss aus den umgebenden Flächen. Da die Grundwasserneubildung unter den Nadelholzbeständen relativ gering ist, werden künftig gemischte Wälder (Waldumbau) für höhere Wasserstände in den Mooren sorgen. Dadurch werden besonders seltene geschützte Moorpflanzen (hier das Schneidried) im Revier Adamswalde gelegenen Debrodtmoor gefördert.

Allein in den Wäldern um Rheinsberg werden 2017 ungefähr 135 Menschen an 33 Tagen in verschiedenen Projekten tätig sein.

Gemeinsame Waldarbeit bei Wind und Wetter ist ein echtes Gruppenerlebnis und das Pflanzen von Bäumen fördert auch bei Erwachsenen seit jeher eine besondere Beziehung zu Wald und zur Natur.
Das jährliche Bergwaldprojekt bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland über 2.000 Menschen in den Wald. Im Jahr 2017 finden 100 Einsatzwochen an 51 verschiedenen Orten in ganz Deutschland statt. Ziel dieser Wochen ist es, durch die praktische Arbeit, die in Gruppen unter professioneller Leitung durchgeführt wird, die Situation des Waldes an den Standorten zu verbessern, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen.


Ansprechpartner/in für Brandenburg:
Ray Hübner: mobil 0172 3144137
Annette Meckel: Tel.: 033929 508064, mobil: 0174 1850613

Ansprechpartner PÖA Bergwaldprojekt:
Peter Naumann: Tel.: 0831 512 76 35, mobil: 0171 2072265
Projektleiter:
Jonathan Schüppel: mobil: 0172 2938948
Simon Karrer: mobil: 0170 5876969

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