Landeswaldoberförsterei Chorin

Waldnutzung, Naturschutz, Jagd

Eine Hauptaufgabe und eine wichtige Einnahmequelle für das Land Brandenburg  ist die Bereitstellung von Rohholz für die Holzindustrie. Jährlich werden in der Oberförsterei ca. 80.000 fm Holz eingeschlagen. Das entspricht einem Hiebssatz von 4,8 Erntefestmeter pro Jahr und ha. Demgegenüber steht ein Zuwachs von ca. 13.5000 Erntefestmeter pro Jahr. Ziele des Holzeinschlages sind neben der Bereitstellung von Rohholz, die Pflege von jungen und mittelalten Beständen, die Vorbereitung von überwiegend älteren Beständen für die Verjüngung durch Pflanzung, Saat und Naturverjüngung sowie die Vorbereitung für den Waldumbau von Nadelholzreinbeständen in Mischbestände mit Traubeneiche oder Rotbuche.

Bei der Holzernte und der Verjüngung der Bestände wird auf Kahlschläge verzichtet und alle Maßnahmen werden entsprechend den Kriterien der PEFC-Zertifizierung durchgeführt. Große Bereiche der Waldflächen der Landeswaldoberförsterei Chorin liegen im Naturpark Barnim und im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, mit denen es eine enge und gute Zusammenarbeit gibt. Horstschutz von Seeadler, Fischadler, Kranich, Schwarzstorch und Baumfalke, Biotoppflege für die Europäische Sumpfschildkröte, Glattnatter und viele Fledermausarten sowie Moorschutz und die Erhaltung und Förderung von Alt- und Totholz sind nur einige der wichtigen Arbeiten. Im Jahr 1907 wurde im Revier Chorin das Naturschutzgebiet Plagefenn eingerichtet. Das Moorgebiet Plagefenn ist heute das älteste Naturschutzgebiet Brandenburgs.

Die Jagdfläche der Landeswaloberförsterei Chorin beträgt 18.700 ha, davon sind 16.886 ha Wald. Die Fläche ist in sieben Verwaltungsjagdbezirken untergliedert. Als Standwild kommt das Rot-, Dam-, Reh und Schwarzwild vor. Jährlich werden ca. 200 Stück Rotwild, 10 Stück Damwild, 700 Stück Rehwild und 600 Stück Schwarzwild erlegt. An den Abschüssen beteiligen sich ca. 180 Jäger. Ein erheblicher Teil der jährlichen Strecke wird durch 20 bis 25 Gesellschaftsjagden realisiert, auch mit der Hilfe von zahlenden Jagdgästen.