Mittel aus der Walderhaltungsabgabe (WEA)

Wie entsteht die Walderhaltungsabgabe?

Begünstigte von Waldumwandlungsgenehmigungen gemäß § 8 Landeswaldgesetz (LWaldG) haben einen finanziellen Ausgleich in Form einer Walderhaltungsabgabe zu leisten, wenn eine Erstaufforstung geeigneter Grundstücke oder sonstige Schutz- und Gestaltungsmaßnahmen im Wald nicht möglich ist, oder die nachteiligen Auswirkungen der Umwandlung nicht ausgeglichen werden können.

Gemäß Pkt. 4.2 der Verwaltungsvorschrift zu § 8 LWaldG werden diese Mittel zur Verbesserung der Schutz und Erholungsfunktion des Waldes eingesetzt.

Das Land gewährt Zuwendungen für nachfolgende Maßnahmen:

  • Grunderwerb mit dem Ziel der Aufforstung (nur Land)
  • Erstaufforstungen mit standortgerechten Baumarten
  • Umbau von Reinbeständen und nicht standortgerechten Bestockungen in standortsgerechte Mischbestockungen,
  • Waldrandgestaltung bei der Anlage von Erstaufforstungen, sowie Pflege von Waldrändern,
  • Rekultivierungen von Flächen mit Landschaftsschäden zum Zwecke der Aufforstung

Wer kann gefördert werden ?

  • Natürliche Personen, Personengemeinschaften und juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts. Im Falle des Grunderwerbs mit dem Ziel der Erstaufforstung nur das Land Brandenburg, vertreten durch die Landesforstverwaltung.
  • Anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse im Sinne des Gesetzes zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft (Bundeswaldgesetz) vom 2. Mai 1975 (BGBl. I S. 1037) in der jeweils geltenden Fassung und § 29 Abs. 1 des Waldgesetzes des Landes Brandenburg (LWaldG) vom 20. April 2004 (GVBl. I S. 137) in der jeweils geltenden Fassung.

Welche Vorraussetzungen sind erforderlich ?

  • Die Waldfläche beziehungsweise das Vorhaben muss sich im Land Brandenburg befinden.
  • Die Erbringung eines Eigenanteils ist erforderlich.
  • Der Antragsteller muss Eigentümer bzw. Besitzer der Flächen sein, auf denen die beantragte Maßnahme realisiert werden soll. Für Pachtflächen sind der Pachtvertrag und die Einverständniserklärung des Verpächters zu erbringen.
  • Die Auszahlung erfolgt in Teilbeträgen nach Vorlage bezahlter Rechnungen und Zahlungsbelege in Form von Kopien der Kontoauszüge. Die Anerkennung von Quittungen über Barzahlungen erfolgt maximal in Höhe von 500,- EURO. Andere Zahlungsbeweise werden nicht akzeptiert. Mit der letzten Mittelanforderung (spätestens 15. November des Haushaltsjahres) ist der Verwendungsnachweis einzureichen. Die Auszahlung des letzten Teilbetrages in Höhe von mindestens 5 Prozent der Gesamtzuwendung erfolgt erst nach erfolgter Verwendungsnachweisprüfung.

Was wird gefördert ?

Je nach Ausgestaltung des Projektes können förderfähig sein:

  • Standortgutachten,
  • Flächenvorbereitung,
  • Bodenbearbeitung,
  • Saat oder Anpflanzung oder Sukzession,
  • Kulturpflege im Zusammenhang mit den oben genannten Maßnahmen in den ersten fünf Jahren nach Begründung,
  • Ergänzung Naturverjüngung bei über 30 Prozent Fehlstellen,
  • Schutz gegen Wild (nur bei Sukzession, Laubholz- sowie Mischkulturen mit mindestens 30 Prozent Laubholzanteil),
  • Nachbesserungen, wenn nach Anlage einer Naturverjüngung, Saat oder Pflanzung, einer Ergänzung oder eines Umbaus infolge natürlicher Ereignisse, außer Wildverbiss, Ausfälle in Höhe von mehr als 30 Prozent der Pflanzenzahl oder 1,00 ha zusammenhängende Fläche aufgetreten sind. Es sind maximal zwei Nachbesserungen in den ersten fünf Jahren nach Begründung der Kultur förderfähig.

Für Antragsteller ist das Verfahren in den Informationen für Antragsteller näher erläutert. Diese Informationen dienen der fachlichen Untersetzung der Verwaltungsvorschrift zu § 8 LWaldG und sind für die Bewilligungsbehörde verbindlich.

Welche Einschränkungen gibt es ?

  • Es gibt keinen Rechtsanspruch auf die Fördermittel. Die Behörde entscheidet auf Grundlage der verfügbaren Mittel im pflichtgemäßen Ermessen und nach Priorität.
  • Eine Förderung erfolgt mit der Maßgabe, dass der Förderbetrag grundsätzlich 2.500 Euro nicht unterschreitet. (Diese Bagatellgrenze ist für wenige Einzelfälle aufgehoben).
  • Die Maßnahme darf nicht Fördertatbestand einer Förderrichtlinie sein oder bereits gefördert werden oder festgelegte Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen nach Landeswaldgesetz oder Brandenburgischem Naturschutzgesetz bei Eingriffen in Natur- und Landschaft oder zu deren Abgeltung vorab geschaffene Fläche sein (Flächenpool).

Was bekommt der Antragsteller ?

  • Die Förderung erfolgt im Rahmen der Projektförderung als Anteilfinanzierung in Form eines Zuschusses.

Wann und wo ist der Antrag einzureichen ?

Anträge sind formgebunden bei der Bewilligungsbehörde im Landesbetrieb Forst Brandenburg bis zum 30. September eines Jahres einzureichen, soweit in dieser Richtlinie keine anderen Termine festgelegt sind. Die Adresse lautet:

  • Landesbetrieb Forst Brandenburg
    - Bewilligungsbehörde -
    Vietmannsdorfer Str. 39
    17268 Templin

Die Antragsformulare stehen sowohl im Internet als auch bei der Bewilligungsbehörde und in den Oberförstereien vor Ort und zur Verfügung.

Wer erteilt Auskunft ?

Ihre fachlichen Fragen zum Fördervorhaben richten Sie bitte an den Revierförster vor Ort. Er berät Sie gern und gewährt bei Bedarf Unterstützung beim Antragsverfahren und bei der Erstellung des Verwendungsnachweises.

Ihre zuwendungsrechtlichen Fragen zum Förderverfahren sowie Fragen zu den Förderinhalten der Förderrichtlinie richten Sie bitte an das

  • Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft
    Referat 34 - Wald und Forstwirtschaft
    Petra Reden
    E-Mail
    Telefon: 0331 8667649

Fragen zum Bewilligungsverfahren richten Sie bitte an die Bewilligungsbehörde:

  • Leiter
    Lars Boge 
    E-Mail
    Telefon: 03987 207531
  • Sachbearbeiterin
    Kathrin Heller
    E-Mail
    Telefon: 033971 88233

LFB

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Dienstsitz Templin:
Vietmannsdorfer Str. 39
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Karnzow Nr. 4
16866 Kyritz