Forstliches Vermehrungsgut
Genetisch vielfältig und anpassungsfähig
Forstliches Vermehrungsgut trägt die genetische Information künftiger Waldgenerationen. Es entscheidet in Wechselwirkung mit dem Standort über Wuchsleistung, Wuchseigenschaften und Anpassungsfähigkeit an die Umwelt.
Wenn der Ausgangsbestand den Erwartungen an die nachfolgende Waldgeneration gerecht wird, ist die natürliche Verjüngung die beste Möglichkeit der Walderneuerung. Ist dies nicht oder nur bedingt der Fall, sollte der Waldbesitzer immer auf künstliche Verjüngungsverfahren zurückgreifen.
Herkunft und Qualität des Saatguts
Man sieht dem Vermehrungsgut nicht an, woher es stammt, ob es aus den Hochlagen oder einem niederschlagsarmen Tieflandsgebiet oder von irgendeinem Straßenbaum kommt. Die Erbanlagen sind am Vermehrungsgut mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Genetisch bedingte Nachteile werden oft erst nach Jahrzehnten erkannt. Ökologische und wirtschaftliche Schäden sind dann nicht mehr zu verhindern. Von der richtigen Wahl der Baumart und der Herkunft hängt die Leistungsfähigkeit, Stabilität und Gesundheit zukünftiger Wälder entscheidend ab.
Es sollte deshalb nur Saat- und Pflanzgut verwendet werden, welches aus zugelassenen Beständen stammt und die entsprechende Herkunft hat. Die "Herkunftsempfehlungen für forstliches Vermehrungsgut" unterstützen den Waldbesitzer bei der Auswahl der richtigen Herkunft. Für den Landeswald und bei der Förderung sind diese verbindlich anzuwenden. Das Erntezulassungsregister gibt Auskunft über potenzielle Erntemöglichkeiten in Saatgutbeständen und Samenplantagen.
Rechtliche Grundlagen
Durch eine umfangreiche Gesetzgebung soll die Identität des forstlichen Vermehrungsgutes sichergestellt werden. Der Waldbesitzer soll das erhalten, was er bestellt hat. Die rechtlichen Grundlagen sowie weitere Informationen sind auf der Internetseite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) unter Kontrolle und Zulassung /Saat- und Pflanzgut/ Forstliches Vermehrungsgut zu finden.
Bei Fragen zum forstlichen Vermehrungsgut oder wenn der Verdacht besteht, das "nicht das drin ist, was draufsteht", kann man sich an die genannten Ansprechpartner wenden.
weitere Informationen der Landesstelle forstliches Vermehrungsgut



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