Waldbrandgefahr in Brandenburg

Waldbrand 470
Brandenburg mit seinen ausgedehnten Kiefernwäldern, geringem Niederschlag  und leichten Sandböden ist bundesweit das Land mit der höchsten Waldbrandgefährdung. Ein Drittel aller Waldbrände Deutschlands ereignen sich hier. Durchschnittlich brennt es im Wald jährlich mehrere hundert Mal. Waldbrände entstehen häufig durch fahrlässige Brandstiftung. Die weggeworfene Zigarettenkippe ist immer noch die Ursache Nummer eins. Leider spielen auch vorsätzlich gelegte Brände regelmäßig eine große Rolle.

Was Sie als Waldbesucher tun können

  • Rauchen Sie nicht im Wald!
  • Vermeiden Sie offenes Feuer im Wald oder in einem Abstand von mindestens 50 Metern vom Wald!
  • Grillen Sie nicht an Seeufern in Waldnähe!
  • Halten Sie Wald-Zufahrten für Feuerwehr und Rettungskräfte frei!
  • Parken Sie im Wald nur auf dafür ausgewiesenen Flächen!
  • Melden Sie jeden Brand schnellstmöglich unter der Rufnummer 112!

Waldbrandgefahrenstufen
Seit 2014 hat Brandenburg das fünfstufige System der Waldbrand-Gefahrenstufen eingeführt. Damit wird das internationale System nun auch für die ostdeutschen Bundesländer und somit in ganz Deutschland einheitlich verwendet. Die aktuellen Waldbrandgefahrenstufen werden einheitlich für einen gesamten Landkreis ausgerufen und täglich entsprechend den Wettervorhersagen aktualisiert.

  • Stufe 1   sehr geringe Gefahr
  • Stufe 2   geringe Gefahr
  • Stufe 3   mittlere Gefahr
  • Stufe 4   hohe Gefahr
  • Stufe 5   sehr hohe Gefahr

Flächendeckende Waldbrand-Früherkennung
Mit 108 Kamera-Systemen und speziell geschulten Mitarbeitern gewährleistet der Landesbetrieb Forst Brandenburg eine flächendeckende Überwachung der 1,1 Millionen Hektar Wald aller Eigentumsarten und Waldbesitzer. Erkennt das Kamera-System eine Rauchwolke, erfolgt an einem der Arbeitsplätze in den sechs Waldbrandzentralen des Landes eine Alarm-Meldung. Erkannte Brände werden an die zuständige Leitstelle der Feuerwehr gemeldet.

Weiterführende Beiträge:

  • Mit steigenden Temperaturen steigt auch die Waldbrandgefahr in Brandenburgs Wäldern

    Waldbrand in einer Waldverjüngung

    Mit insgesamt 315 Waldbränden und einer Schadfläche von 321 Hektar (das ist die Fläche von ca. 450 Fußballfeldern) war Brandenburg 2015 bundesweit am stärksten betroffen. Auch in 2016 erwarten die Forstleute wieder eine hohe Zahl an Bränden. Die trockenen Jahre 2014 und 2015 machen sich im märkischen Sand schnell bemerkbar.

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    Fragen und Antworten zum richtigen Verhalten

    Eichhörnchen ol

    Die Waldbrandgefahr steigt je nach Witterung unterschiedlich schnell an und wird besonders im Frühjahr oft unterschätzt. Die wichtigsten Fragen zum Thema Waldbrand werden in der folgenden Übersicht beantwortet.

  • Waldbrandbilanz 2015

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    Feuerwehreinsatz im Wald

    In Brandenburgs Wäldern hat es im Jahr 2015 insgesamt 312 Waldbrände gegeben. Fast dreimal soviel wie im Jahr zuvor. Es brannte auf einer Waldfläche von 321 Hektar, das entspricht der Fläche von etwa 440 Fußballfeldern. Brandenburg hatte damit bundesweit die meisten Waldbrände zu verzeichnen.

  • Waldbrandüberwachung

    Waldbrandfrüherkennungssystem „Fire Watch“ ®

    Waldbrandkamera © LFB

    Aufgrund der hohen Waldbrandgefahr hat die EU Brandenburg als Gebiet mit hohem Waldbrandrisiko klassifiziert. Zum Schutz seiner 1,1 Millionen Hektar Wald unterhält Brandenburg das sensorgestützte Waldbrand-Früherkennungssystem „Fire Watch“.

  • Weitere Waldbrandinformationen

    Was man zum Thema Waldbrand wissen sollte

    Waldbrand Recht © LFB

    Unabhängig von den Waldbrandgefahrenstufen sind in den Wäldern das Anzünden oder Unterhalten eines Feuers (dazu gehört auch das Grillen), das Rauchen sowie der Umgang mit brennenden oder glimmenden Gegenständen ganzjährig verboten (§ 23 Landeswaldgesetz).