Pferdestärken im Wald

Pferderückung Der Landesbetrieb Forst Brandenburg ist einer nachhaltigen und naturnahen Waldbewirtschaftung in besonderem Maße verpflichtet. Umfassende Nachhaltigkeit berücksichtigt gleichermaßen soziale, ökonomische und ökologische Aspekte. Im Bereich der Ökologie spielt dabei der Bodenschutz bei der Holzernte eine zentrale Rolle. Hier kann der Einsatz von Pferden Hervorragendes leisten.

Die moderne Waldbewirtschaftung ist in hohem Maße durch den Einsatz von Technik, wie beispielsweise Harvester und Rückeschlepper gekennzeichnet. Diese Maschinen dürfen in zertifizierten Forstbetrieben zwar nur auf sogenannten Rückegassen (Arbeitslinien) fahren, die im Regelfall aus technischen Gründen Abstände von etwa 20 Metern haben. Mit Hilfe der Pferde können diese Abstände deutlich erweitert werden, da diese das Holz in die Reichweite der Maschinen ziehen. Das stellt einen bedeutenden Beitrag zum Bodenschutz dar, um große Teile des Waldbodens nicht mit schwerer Technik befahren zu müssen.

Alte Technologien weiter im Einsatz
Der Einsatz von Pferden bei der Waldbewirtschaftung hat eine lange Tradition. Der Landesbetrieb Forst Brandenburg hat sich durch eigenbetriebliche Vorgaben, hier in erster Linie die Betriebliche Anweisung zum Bodenschutz, und durch die Zertifizierung nach den Kriterien des PEFC- und FSC-Siegels dazu bekannt, wieder verstärkt auf den Einsatz von Pferden bei der Holzernte und der Bodenbearbeitung zurückzugreifen.
Dabei kommen sowohl landeseigene Pferde, die durch Waldarbeiter der Landeswaldoberförsterei Reiersdorf betreut und eingesetzt werden, als auch Pferde von privaten Unternehmen zum Einsatz. Da die Verpflichtung zum Bodenschutz langfristig ist, werden viele Forstdienstleister darauf entsprechend reagieren und den Pferdeeinsatz wieder aktivieren. Die Landeswaldoberförsterei Reiersdorf unterstützt diese Entwicklung indem sie auf ihren Waldflächen anbietet, durch die „Interessengemeinschaft Zugpferde“ (IGZ) ein Lehrgang durchzuführen. Auf diesem können sich interessierte Firmen zum praktischen Einsatz von Arbeitspferden im Wald austauschen und informieren.

Bubi und Fanni
Gerade ist Hochsaison im Holzeinschlag und da gibt es natürlich auch für die landeseigenen Pferde viel zu tun. Aktuell rücken beide Pferde 3 bis 5 m lange Holzstücke in einem Kiefernbestand an die Arbeitsgasse. Dabei lassen sie sich auch nicht von den vielen jungen Laubbäumen, die zum Teil auf natürlichem Wege angewachsen  und zum Teil gepflanzt worden sind, aus der Ruhe bringen. Die Förster freut es besonders, dass neben dem Boden gleichzeitig der junge Wald durch den Pferdeeinsatz geschont wird.

Ein weiteres Landespferd ist Benno, der momentan pausiert, um Überlastungen zu vermeiden. Benno hat schon einige Erfolge aufzuweisen. In den Jahren 2009 und 2011 wurde er im Wettbewerb „Titanen der Rennbahn“ zum stärksten Pferd Brandenburgs gekürt. Benno ist wettkampferfahren, mehrere Jahre hintereinander erzielte Benno gute Platzierungen bei den Deutschen Meisterschaften der Zug- und Arbeitspferde, sogar auf Europameisterschaften hat er sich tapfer geschlagen.

Erfolgreiche Arbeit mit Pferden steht und fällt mit Menschen, die „ein Händchen“ für diese Tätigkeit haben, wie das bei dem Waldarbeiter Dietrich Wesebaum, der von Herrn Skripzak unterstützt wird, der Fall ist.

Pferderückung Herr Skripzak und Herr Wesebaum mit den Pferden Fanni und Bubi © LFB

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Kontakt

Landeswaldoberförsterei
Reiersdorf

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Dietrich Mehl
039882 496614
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