Erstaufforstung

neuer Wald bedarf einer Genehmigung

Die vorsätzliche oder fahrlässige Neuanlage von Wald ohne vorherige Genehmigung ist nach § 37 Absatz 1, Ziffer 3 Landeswaldgesetz eine Ordnungswidrigkeit.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens sind Ziele und Erfordernisse der Raumordnung sowie die bestimmungsgemäße Nutzung der benachbarten Grundstücke zu berücksichtigen.

Daraus folgend sind im Genehmigungsverfahren durch die untere Forstbehörde (Landesbetrieb Forst Brandenburg) im Rahmen der Abwägung zu beachten:

  • Bauleitplanung (Flächennutzungsplan, Bebauungsplan der Kommune)
  • Regionalplan (Regionale Planungsgemeinschaft)
  • Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz (UVPG) soweit die Erstaufforstung 2 ha überschreitet
  • Nachbarschaftsrechtliche Belange gemäß Brandenburgischen Nachbarrechtsgesetz (BbgNRG)
  • standörtliche Gegebenheiten (Baumartenwahl)

Keiner Erstaufforstungsgenehmigung bedürfen Flächen, die nicht der Waldeigenschaft unterliegen, das heißt auf denen kein Wald entsteht:

  • Energieholzplantagen oder Agroforstsysteme, solange deren Umtriebszeit kleiner 20 Jahre ist (Novelle Bundeswaldgesetz),
  • Weihnachtsbaumplantangen und Schmuckreisigkulturen,
  • Pflanzungen von Feldgehölzen und Hecken die kleiner 2.000 m² Fläche einnehmen und nicht an bestehende Waldflächen unmittelbar angrenzen,

da es sich hierbei nicht um Wald im Sinne des § 2 Landeswaldgesetz handelt.

Bei der Anlage von Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen, Feldgehölzen, Energieholzplantagen etc. ist zu beachten, dass hierbei ggf. Genehmigungstatbestände des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes bzw. bestehender Schutzgebietsverordnungen berücksichtigt werden müssen.

Diese Genehmigungstatbestände bedürfen einer gesonderten naturschutzrechtlichen Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde des zuständigen Landkreises.

LFB

Logo Landesbetrieb Forst Brandenburg

Kontakt

Sachbearbeiter Forsthoheit

Bernd Friedrich

Tel: 0331 97929308

E-Mail