Feuer und Eis: Bereits erste Waldbrände in Brandenburg

Fire Watch-Kameras sind wieder eingeschaltet

Waldbrand in einer Waldverjüngung

Trotz Dauerfrost kam es am ersten Märzwochenende schon zu Waldbränden in den Landkreisen Elbe-Elster und Oberhavel. Die Feuer konnten schnell gelöscht werden. Über ein Dutzendmal mussten Feuerwehren auch Brände auf Freiflächen löschen. Trockenes Gras und Laubreste hatten sich entzündet. Fast in allen Landkreisen wurde die Waldbrand-Gefahrenstufe 3 (mittlere Gefahr) ausgerufen. Ab Stufe 3 überwachen Kameras die Wälder.

Das Winterwetter der vergangenen Wochen hat Heideflächen ausgetrocknet. Wind und Dauerfrost haben dem Waldboden die Feuchtigkeit entzogen. Das trockene Gras und Laub aus dem letzten Jahr sind eine große Brandgefahr. So kam es bereits am 1. März zum ersten Waldbrand des Jahres in der Gemeinde Uebigau-Wahrenbrück im Landkreis Elbe-Elster. Hier brannte am Waldrand eine Fläche von fast tausend Quadratmeter. Am 4. März mussten Feuerwehren in Oranienburg im Landkreis Oberhavel zu einem Waldbrand ausrücken. Vermutlich durch Brandstiftung wurden 2.000 Quadratmeter Wald geschädigt.

Trotz Frost mittlere Waldbrandgefahr

Auch wenn die Tageshöchsttemperaturen in den vergangenen Tagen noch nicht mal die Null-Grad-Grenze erreicht haben, haben Wind und geringe Luftfeuchtigkeit dazu geführt, dass mit Ausnahme des Nordwestens im ganzen Land die Waldbrandgefahrenstufe drei ausgerufen wurde.

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg überwacht jährlich ab 1. März bis zum 30. September wieder die Waldflächen aller Besitzarten mit dem modernsten Kameraüberwachungssystem (Fire Watch). 107 Sensoren überprüfen die Waldgebiete über den Baumkronen und registrieren dabei jede Rauchentwicklung. Die Informationen laufen in den sechs Waldbrandzentralen des Landesbetriebes Forst zusammen. Danach werden im Brandfall sofort die regionalen Leitstellen der Feuerwehren alarmiert. Für jeden Landkreis werden Wetterdaten regional erfasst und ausgewertet. Neben den Klimadaten des Deutschen Wetterdiensts gehen auch ein Streufeuchteindex und verschiedene Vegetationsdaten in die Berechnung ein. Die Werte aller Stationen in einem Landkreis gehen abschließend in eine Gefahrenstufe je Landkreis ein. Aus den Tageswerten und der Prognose für den Folgetag wird die tägliche Gefahrenstufe festgelegt, die ab Mitternacht für jeweils 24 Stunden gilt. Die aktuelle Waldbrandgefahrenstufe wird durch das Brandenburger Forstministerium sowie den Landesbetrieb Forst Brandenburg täglich auf den Internetseiten bekannt gegeben.

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