Berlin-Brandenburger Waldarbeitsmeisterschaft in Frankendorf und Tag der offenen Tür in Kunsterspring

Am 15. Juni eröffneten Jagdhornbläser die 3. Berlin-Brandenburger Waldarbeitsmeisterschaft auf dem Maschinenhof in Frankendorf. Es wurde dann doch keine Jagd, sondern für alle Teilnehmer ein sportlicher, harmonischer Wettbewerb nach einheitlichen Bewertungsregeln. Der Austragungsort in Frankendorf für die Disziplinen Zielfällung, Kettenwechsel, Kombinations-, Präzisionsschnitt und Entastung wurde mit viel Engagement durch die Mitarbeiter der Waldarbeitsschule vorbereitet.

Die Sonne lachte und nach den einleitenden Worten von Dr. Ralf Gruner, Leiter der Waldarbeitsschule sowie Frank Mielke, Vorsitzender des Landesvereins Waldarbeitsmeisterschaft begann der Wettbewerb für die Landesklasse, die Jugendklasse Land, die Gästeklasse und die Jugendklasse Gäste.

Die Zielfällung war bei dieser Meisterschaft ein Höhepunkt, da erstmalig in Brandenburg keine Echtbaumfällung durchgeführt wurde, sondern eine „Mastenfällung“. Speziell aufgearbeitete 18 Meter lange Bäume wurden vom Harvesterfahrer in Bodenhülsen gestellt und zur Fällung frei gegeben. Nach Auswertung des Wettbewerbs wurden die Sieger von Frau Staatssekretärin Dr.  Schilde mit  Medaillen geehrt.
Die besten Berlin-Brandenburger waren in der Landesklasse:

  1. Alexander Genz 1.607 Punkte
  2. Josef Kucera 1.447 Punkte
  3. Maik Misch mit 1.442 Punkte

Die Besten bei der Berlin-Brandenburger Jugend waren:

  1. Ricardo Michalik 1.567 Punkte
  2. Riccardo Gill 1.464 Punkte
  3. Lennart Laufer 1.317 Punkte

Mit einer Urkunde und einem Preis im Gepäck verließen alle 47 Teilnehmer den Austragungsort Frankendorf.

Am 16. Juni erklangen wieder die Jagdhörner, diesmal in Kunsterspring zur Eröffnung des Tages der offenen Tür mit einem abwechslungsreichen Programm. Die Aus- und Fortbildung von Forstwirten war das zentrale Thema des Tages. Die Auszubildenden des 1. Lehrjahres stellten ihr praktisches Können am Fälltrainer, Baumbiegesimulator, bei der Pflanzung und beim Sitzbankbau unter Beweis. Technikinteressierte kamen bei den Vorführungen der Firma Welte mit drei Großtraktoren, der Rückeraupe „Moritz“ von der Landeswaldoberförsterei Steinförde und dem Stand der Firma STIHL auf ihre Kosten. Einen anderen Moritz konnte man kennenlernen, wenn man sich die Arbeit der Rückepferde der Berliner Forsten angesehen hat. Mit dem Kopf im Nacken war der Zapfenpflücker in 25 m Höhe zu beobachten, ein Kollege der Bundesforst stellte die Ausbildungsmöglichkeiten in seinem Betrieb vor und auch für die kleinen Gäste war bei Nistkastenbau und dem Basteln mit Naturmaterial gesorgt.
Mit einem kostenlosen Busshuttle nach Frankendorf konnte man dort die Großmaschinen-Simulatoren, den Bastelstand und natürlich auch die Waldarbeitsmeisterschaft zu besuchen.
Etwa 700 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über die Vielfalt der Waldarbeit in Kunsterspring zu informieren.

Michael Schade
Sachbearbeiter Ausbildung/PÖA


Impressionen der beiden Veranstaltungstage


Kombinationsschnitt


Prüfung

Präzionsschnitt

Entasten

Harvester im Einsatz

Zielfällung

Baum fällt

Siegerehrung

Am Simulator

Programmpunkt Nistkastenbau