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Früchte für den Wald der Zukunft

Saatguternte
Saatguternte

Mäßige Halbzeitbilanz bei der forstlichen Saatguternte
Im Landesbetrieb Forst Brandenburg ist im Herbst Erntezeit für Eicheln, Bucheckern und andere Waldfrüchte. Das Erntejahr dauert von Ende Juli bis in den April des Folgejahres. In diesem Jahr konnten bisher bei den wichtigsten Arten Eiche und Buche viel weniger geerntet werden.

Durch die vergangenen trockenen Jahre gibt es weniger Saatgut. Lediglich 23 Tonnen Eicheln der Traubeneiche konnten in den Wäldern Brandenburgs gesammelt werden. Die Ernte der Stieleiche ist komplett ausgefallen.

Für den Waldumbau der Wälder Brandenburgs werden jährlich rund 100 bis 150 Tonnen benötigt. In den nächsten zwei Jahren wird die Nachfrage nach Eichenpflanzen kaum zu decken sein.

Das Saatgut, insbesondere von Eichen lässt sich nicht lange lagern und muss jedes Jahr frisch geerntet werden. In den Forstbaumschulen werden die Pflanzen für den Wald der Zukunft angezogen. Das Saatgut kann aber auch direkt im Wald ausgesät werden. Die daraus entstehenden kleinen Bäume wachsen besser an und sind robuster. Für eine Aussaat im Wald, benötigt man für einen Hektar rund 200 Kilogramm Eicheln. Mit der gleichen Menge Saatgut können in der Baumschule 30.000 Pflanzen angezogen werden. Diese reichen dann für zirka 5 bis 10 Hektar.

Die Früchte der Rotbuchen konnten auch kaum geerntet werden. Bucheckern lassen sich jedoch einige Jahre aufbewahren. Die letzte gute Ernte liegt erst zwei Jahre zurück. Deshalb ist die Situation besser, als bei den Eichen.
Mit fast fünf Tonnen liegt die Ernte bei der Esskastanie dagegen weit über den bisher gewonnenen Mengen. Diese aus Südeuropa stammende Baumart ist in Brandenburg selten. Sie kommt mit Hitze und Trockenheit besser zurecht und kann in Zeiten der Klimaerwärmung an Bedeutung gewinnen. So auch die Roteiche und die Weißtanne, für die es durchschnittliche Ernteergebnisse gibt. Bei allen anderen Laubbaumarten konnten nur kleinere Mengen an Saatgut gewonnen werden.


Alle zur Saatgutgewinnung offiziell zugelassenen Wälder sind im Erntezulassungsregister des Landes verzeichnet, insgesamt eine Fläche von 9.900 Hektar mit 27 verschiedenen Baumarten. Über die Einhaltung der gesetzlichen Regeln aus dem Forstvermehrungsgutgesetz wacht der Landesbetrieb Forst Brandenburg in Waldsieversdorf (Landkreis Märkisch-Oderland).

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