50 Jahre Internationaler Tag des Waldes am 21. März

Kind hört mit Stetoskop an einer Rotbuche
Kind hört mit Stetoskop an einer Rotbuche

Der Wald ist in aller Munde und hat eine große mediale Aufmerksamkeit erreicht. Der Bundeswaldbericht 2020 zeichnet ein düsteres Bild zum Zustand der Wälder. 4 von 5 Bäumen sind erkrankt! Unsere Wälder brauchen zur Gewährleistung vielfältiger Funktionen (Luftreinhaltung, CO2 -Bindung, Wasser- und Bodenschutz, Erholung, Erosionsschutz) Wasser zum Über (-Leben) und Nährstoffe sowie sensible Menschen, welche sorgsam mit dem Allgemeingut Wald umgehen.

Forst- und Klimaschutzminister Axel Vogel lobt zum 50. Internationalen Tag des Waldes die Arbeit der Förster und Waldbesitzer Brandenburgs: „Diese tragen in den Wäldern durch eine natürliche Gestaltung des Waldaufbaus und der Baumartenvielfalt zur Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts sowie zur biologischen Vielfalt bei.“ Private und kommunale Waldbesitzer erhalten Fördermittel für den Waldumbau, um die Wälder Brandenburgs langfristig in stabile Mischwälder umzubauen und behutsam die biologische Vielfalt für die Zukunft zu erhalten bzw. zu verbessern. Damit ist zwar bereits vor Jahrzehnten begonnen worden, aber der Waldumbau ist eine Jahrhundertaufgabe und wird noch weitere Förstergenerationen beschäftigen. Wälder sind schließlich die größten Klimaanlagen des Landes! Auch wenn teilnehmerstarke Baumpflanzungen momentan nicht möglich sind, wollen wir mit dieser Information für unseren heimischen Wald sensibilisieren.

Gemeinsam für den Wald
Gemeinsam für den Wald, das war das Motto der Deutschen Waldtage 2020. Die Aktualität des Grünen Herzens ist weiterhin gegeben. Nur gemeinsam können wir unsere Wälder stabilisieren und für die Zukunft stärken. Dabei müssen die Ökosystemleistungen der Wälder verstärkt in den Fokus rücken. Die Waldbesitzer dürfen nicht nur mit dem Holz Geld verdienen, sondern mit all den zur Verfügung gestellten Leistungen wie beispielsweise Sauerstofflieferant oder Erholung (kurz Klimaschutzleistungen).

Vielfalt streut das Risiko
Es ist offen wie der Wald der Zukunft aussieht. Wir nutzen die natürlichen Prozesse in der Entwicklung und Erneuerung unserer Wälder und leiten mit behutsamen Impulsen die Entwicklung zu einem gemischten Mehrgenerationen-Wald ein. Indem wir beispielsweise unter erwachsenen Kiefern junge Eichen oder Buchen pflanzen, fördern wir die Artenvielfalt. Forstleute und Waldbesitzende setzen auf Mischwälder mit unterschiedlich alten Bäumen, um die Vielfalt der waldtypischen Arten zu fördern und um den Wald bestmöglich für den Klimawandel zu stärken. Denn ein vielfältiger Wald hat die besten Chancen, sich an die Veränderungen durch den Klimawandel anzupassen.
Brandenburg verfügt über 1,1 Millionen Hektar Wald, Dies entspricht 37 Prozent der Landesfläche. 35 Prozent davon befinden sich im öffentlichen Eigentum und die übrige Fläche verteilt sich auf rund 90.000 private Waldbesitzer. Sie und die Landesforstverwaltung bewirtschaften die Wälder nachhaltig, um gleichrangig die Nutz-, Schutz und die Erholungsfunktionen zu gewährleisten.

Welttag der Waldwirtschaft
Dieser 21. März soll die Bedeutung aller Arten von Wäldern betonen und würdigen. Es ist heute wichtiger denn je alle Wälder zu erhalten und durch die richtigen Maßnahmen zu stärken. Wälder und auch die Waldböden speichern großen Mengen an Kohlenstoff. Nachhaltig und regional genutztes Holz bindet Kohlenstoff aus der Atmosphäre für sehr lange Zeiten und ersetzt somit andere fossile Rohstoffe.
Der 21. März wurde erstmals 1971 Jahren von der FAO (Ernährungs- und Landwirtschafts-organisation der Vereinten Nationen) als „Tag des Waldes“ ausgerufen. Dies geschah als Reaktion auf die globale Waldvernichtung. Mit knapp vier Milliarden Hektar bedecken Wälder noch rund 30 Prozent der Erdoberfläche. Während sich – ausgehend von Deutschland – seit über 300 Jahren eine nachhaltige Forstwirtschaft in vielen Teilen Europas etablierte, ist die Sorge um die Regenwälder groß, die nach wie vor durch Raubbau und Klimawandel bedroht sind.