Zertifizierung im Wald

Durch Zertifizierung, das heißt eine unabhängige Begutachtung durch Dritte, können Produkte, Produktionsmethoden oder auch Produktketten vom Erzeuger bis zum Endverbraucher erfasst und dokumentiert werden. Die Einhaltung der jeweiligen Standards wird dabei regelmäßig durch unabhängige Kontrollen sichergestellt. Für Wälder kann die Zertifizierung beispielsweise Folgendes sicherstellen und dokumentieren:

  • die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung
  • den boden- und umweltschonenden Technikeinsatz
  • die Erhaltung der Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt (Biodiversität)
  • die Einhaltung von Sozialstandards für die im Forst beschäftigten Menschen.

Damit wird Glaubwürdigkeit gegenüber einer kritischen Öffentlichkeit und Medienlandschaft geschaffen. Die Waldbesitzer erhalten überzeugende Argumentationshilfen und Waldbesucher wie auch Nachfrager von Waldprodukten die Gewissheit, dass Wälder in Brandenburg naturverträglich genutzt werden.

Die Waldbesitzer in Deutschland haben sich mittlerweile mehrheitlich zertifizieren lassen, bei Kosten von deutlich unter 20 Cent je Hektar jährlich. Die betrieblichen Belastungen sind daher gegenüber den Vorteilen zu vernachlässigen. Neben dem flächenmäßig für Brandenburg bedeutendsten System PEFC sind dabei FSC® und das Naturland-Zertifikat vertreten. Der Landeswald Brandenburgs ist vollständig nach PEFC zertifiziert; darüber hinaus in einzelnen Schutzgebieten und Oberförstereien zusätzlich nach FSC® C017355.

Einen Überblick über Verfahren, Kosten, Antragstellung und Ablauf einer Zertifizierung kann jede Forstdienststelle geben.


  • PEFC-Siegel für Brandenburgs Landeswald bestätigt

    In zurückliegender Zeit hatten die Auditoren der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) den Landeswald Brandenburg gründlich unter die Lupe genommen und die Einhaltung der strengen PEFC-Richtlinien auf den Waldflächen untersucht. Das Ergebnis lautet: gut, mit Verbesserungspotenzial in bestimmten Bereichen. In den überprüften Wäldern von fünf der insgesamt 14 Landeswaldoberförstereien Brandenburgs wurden keine gravierenden Mängel bei der Waldbewirtschaftung festgestellt und die vorbildliche Ausführung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Auflagen anerkannt.

    Bereits seit 2001 ist der gesamte Landeswald in Brandenburg auf einer Fläche von rund 255.000 Hektar nach den Richtlinien von PEFC zertifiziert. Jährlich werden die Einhaltung der Kriterien überprüft und im Rahmen eines Stichprobenverfahrens mehrere Landeswaldoberförstereien ausgewählt, im letzten Jahr waren es Belzig, Hangelsberg, Borgsdorf, Doberlug und Peitz.

    Weniger zufrieden zeigten sich die Auditoren der DQS angesichts der Wilddichten und der damit einhergehenden Verbissbelastung in der Waldverjüngung. Hier ist dringender Handlungsbedarf geboten, um die von PEFC geforderte Verjüngung der Hauptbaumarten ohne Schutzmaßnahmen zu ermöglichen. Hierzu erläutert Dr. Gernod Bilke, Fachbereichsleiter Waldbau im Landesbetrieb: „Ab dem Jahr 2015 hat sich der Landesforstbetrieb das Ziel gesetzt, auf 1.500 Hektar Verjüngungsfläche jährlich auf Zaunbau zum Schutz der Kulturen zu verzichten. Dieses Ziel ist aber nur zu erreichen, in dem wir unsere Bemühungen bei der waldbaulichen Behandlung und bei der Bejagung des Wildes weiter intensivieren.“

    Der Landesforstbetrieb Brandenburg nimmt das Ergebnis des Audits u. a. zum Anlass, die richtigen Weichen zu stellen, um auch zukünftig die ordnungsgemäße, naturnahe Waldbewirtschaftung im Landeswald sicherzustellen. Als Bewirtschafter des Landeswaldes sieht sich der Landesbetrieb Forst Brandenburg in einer Vorbildfunktion, der man auch künftig gerecht werden will.

    In zurückliegender Zeit hatten die Auditoren der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) den Landeswald Brandenburg gründlich unter die Lupe genommen und die Einhaltung der strengen PEFC-Richtlinien auf den Waldflächen untersucht. Das Ergebnis lautet: gut, mit Verbesserungspotenzial in bestimmten Bereichen. In den überprüften Wäldern von fünf der insgesamt 14 Landeswaldoberförstereien Brandenburgs wurden keine gravierenden Mängel bei der Waldbewirtschaftung festgestellt und die vorbildliche Ausführung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Auflagen anerkannt.

    Bereits seit 2001 ist der gesamte Landeswald in Brandenburg auf einer Fläche von rund 255.000 Hektar nach den Richtlinien von PEFC zertifiziert. Jährlich werden die Einhaltung der Kriterien überprüft und im Rahmen eines Stichprobenverfahrens mehrere Landeswaldoberförstereien ausgewählt, im letzten Jahr waren es Belzig, Hangelsberg, Borgsdorf, Doberlug und Peitz.

    Weniger zufrieden zeigten sich die Auditoren der DQS angesichts der Wilddichten und der damit einhergehenden Verbissbelastung in der Waldverjüngung. Hier ist dringender Handlungsbedarf geboten, um die von PEFC geforderte Verjüngung der Hauptbaumarten ohne Schutzmaßnahmen zu ermöglichen. Hierzu erläutert Dr. Gernod Bilke, Fachbereichsleiter Waldbau im Landesbetrieb: „Ab dem Jahr 2015 hat sich der Landesforstbetrieb das Ziel gesetzt, auf 1.500 Hektar Verjüngungsfläche jährlich auf Zaunbau zum Schutz der Kulturen zu verzichten. Dieses Ziel ist aber nur zu erreichen, in dem wir unsere Bemühungen bei der waldbaulichen Behandlung und bei der Bejagung des Wildes weiter intensivieren.“

    Der Landesforstbetrieb Brandenburg nimmt das Ergebnis des Audits u. a. zum Anlass, die richtigen Weichen zu stellen, um auch zukünftig die ordnungsgemäße, naturnahe Waldbewirtschaftung im Landeswald sicherzustellen. Als Bewirtschafter des Landeswaldes sieht sich der Landesbetrieb Forst Brandenburg in einer Vorbildfunktion, der man auch künftig gerecht werden will.

Kontakt

Geschäftsstelle
Regionale PEFC-Arbeitsgruppe
Schlosshof 1
15868 Lieberose

Ansprechpartner:
Claus-Rüdiger Seliger
E-Mail:
claus-ruediger.seliger@­lfb.brandenburg.de
Telefon:
+49 33671 2105
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