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Waldzustand 2021

Waldzustand

Etwas Licht und viel Schatten
Nach drei Trockenjahren waren 2021 die Witterungsbedingungen etwas günstiger: „Der Anteil der deutlich geschädigten Bäume ist leicht zurückgegangen. Aber auch der Anteil an gesunden Bäumen hat sich verringert. Die Situation ist also weiter angespannt“, sagte Forst- und Klimaschutzminister Axel Vogel bei der Vorstellung des aktuellen Waldzustandsberichts für Brandenburg.

Insgesamt unterscheidet sich der diesjährige Waldzustand nur geringfügig von dem im Jahr 2020. Der Anteil der Waldfläche mit deutlichen Schäden ist leicht zurückgegangen. Negativ ist allerdings, dass auch der Anteil der Bäume ohne sichtbare Schäden geringer ausgefallen ist. Die Eiche ist, gefolgt von der Buche, in Brandenburg am meisten geschädigt. Der Kronenzustand der Eichen hat sich etwas verbessert. Die deutlichen Schäden sind im Vergleich zu 2020 zurückgegangen.

Unter den Bedingungen des Klimawandels wird der Anteil der Buchenfläche in Brandenburg voraussichtlich zurückgehen. Die Buche – Baum des Jahres 2022 – bleibt aber, neben der Eiche, eine wichtige Baumart für den klimaangepassten Waldumbau. Die Trockenheit der Jahre 2018 und 2019 schwächte die Buchen und machte sie anfällig für Schadorganismen. Auch wenn die deutlichen Schäden gesunken sind, ist die Situation weiterhin angespannt. Der Anteil ohne Schäden ist sehr gering.

Brandenburgs häufigste Baumart, die Kiefer, ist am wenigsten geschädigt. Im Jahr 2019 verschlechterte sich aber der Kronenzustand in Folge der Trockenheit deutlich. Jede fünfte Kiefer zeigt aktuell Schäden. „Dies ist ein deutliches Zeichen, wie extreme Witterungsereignisse die Vitalität von bisher trockentoleranten Baumarten mindern“, so Minister Axel Vogel.

Trotz der recht positiven Wasserbilanz 2021 ist die Vitalität der Bäume durch Trockenheit, Hitze und Stürme der letzten Jahre stark beeinträchtigt. Schaderreger, wie Insekten und Pilze haben bei fast allen Baumarten leichtes Spiel. Seit 2018 sind fast 4 Millionen Kubikmeter Schadholz angefallen. Im Vergleich: Im gesamten Brandenburger Landes- und Privatwald werden jährlich rund 3 Millionen Kubikmeter Holz genutzt.

Klimaschutzminister Vogel setzt auf eine praxisorientierte Forschung als Grundlage für eine gute Waldberatung: „Die Stabilität unserer Wälder ist durch den Klimawandel gefährdet. Die im Landeskompetenzzentrum Forst in Eberswalde angesiedelte forstliche Forschung entwickelt die Strategien zur Waldanpassung an die Klimaveränderungen.“