Informationen zur Landeswaldoberförsterei Lübben

Die Landeswaldoberförsterei Lübben bewirtschaftet etwa 15.000 ha Wald im Eigentum des Landes Brandenburg in 10 Landeswaldrevieren. Die Landeswaldteile befinden sich überwiegend im Spreewald und seinen Randgebieten, in den Krausnicker Bergen, der Lieberoser Endmoräne, der Rochauer Heide, im Tannebusch Groß Mehßow, der Gahroer Buchheide und in den Bergbaufolgelandschaften um Schlabendorf.
Die Walderneuerung, die Waldpflege, die Waldwegeunterhaltung und Verkehrssicherung wird weitgehend durch eigene Mitarbeiter realisiert. Die Holzernte / Durchforstung erfolgt, ausgenommen im inneren Spreewald, meist durch forstwirtschaftliche Lohnunternehmen. Der Sitz der Landeswaldoberförsterei befindet sich in der Stadt Lübben in der Niederlausitz, etwa 80 km südlich von Berlin.

Spreewald

Prägender Landschaftsteil der Landeswaldoberförsterei Lübben ist der Spreewald mit seiner herausragenden Bedeutung für Naturschutz und Tourismus. Der Spreewald ist eine seit Jahrhunderten vom Menschen geprägte Kulturlandschaft mit besonders reicher Naturausstattung an seltenen Biotopen und seltenen Tier- und Pflanzenarten. In Europa einzigartig sind v.a. die beeindruckenden Erlenhochwälder des inneren Ober- und Unterspreewaldes, die nur durch eine standortsangepasste und behutsame forstliche Bewirtschaftung und weitgehend künstliche Walderneuerung auf Dauer erhalten werden können.

Standorte

Die im inneren Spreewald gelegenen Forstreviere Buchenhain und Schützenhaus verfügen über sehr gute Waldstandorte mit naturnahen Erlen-, Eschen- und Buchenmischwäldern. Die übrigen Reviere werden überwiegend von Kiefern- und Kiefern-Eichenwäldern mit mäßiger bis armer Nährkraftausstattung dominiert.

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Baumarten

Der hohe Kiefernanteil von aktuell 72 % wird durch Waldumbau zu Gunsten von Mischbeständen weiter reduziert. Die für den Spreewald typische Erle gehört zum Weichlaubholz und hat einen Flächenanteil von gut 11 %.

Holzverkauf

Der Holzvorrat beträgt im Durchschnitt 260 Vorratsfestmeter bzw. 220 Erntefestmeter pro ha. Der Zuwachs liegt bei 6 Erntefestmetern pro ha und Jahr und das nachhaltige Nutzungspotenzial bei etwa 4 Erntefestmetern pro ha und Jahr. Jährlich werden rd. 60.000 Festmeter Holz im Zuge der Waldpflege und Waldverjüngung eingeschlagen.

Jagd

Der Landeswald wird überwiegend in Eigenregie bejagt. Es kommen flächendeckend Rot-, Reh- und Schwarzwild vor. In der Rochauer Heide gibt es auch noch geringe Bestände an Muffelwild. Erlegt werden pro Jahr etwa 200 Stück Rotwild, 600 Stück Rehwild, 20 Stück Muffelwild sowie 350 Stück Schwarzwild. Ungefähr die Hälfte der Jagdstrecke wird auf herbstlichen Bewegungsjagden erlegt. Das Wildbret wird überwiegend an regionale Wildhändler vermarktet.

Besonderheiten

Die Hochwasserereignisse der Jahre 2010 und 2011 haben durch wochenlange Staunässe erhebliche Waldschäden an Erlen- und Erlen-Eschenwäldern des inneren Ober- und Unterspreewaldes verursacht. Dabei sind auf mehr als 200 ha zwischen 75 und 100% der Bäume abgestorben. Um den Vermögensverlust an absterbendem Holz (bis zu 500 Vfm/ha) zu begrenzen, strebt der LFB den Einschlag und die rasche Wiederbewaldung an. Die Holzrückung auf den nassen Waldstandorten im Spreewald erfolgt bodenschonend mit modernen Seilkransystemen.

LFB

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