Waldreiches Land - Waldentwicklungsziele

BuchenwaldDie bisher dargestellten Bestockungsverhältnisse und die damit verbundenen hohen Risikofaktoren, insbesondere bezogen auf den Waldschutz, führten in den Brandenburger Waldprogrammen von 1993 und 2004 zur Forderung, den Umbau nicht standortsgerechter Bestände zielgerichtet voranzutreiben. Damit soll eine Erhöhung der Stabilität der Wälder, aber auch eine bessere Marktposition für die Forstbetriebe erreicht werden. Die Herleitung des Waldumbaupotenzials erfolgte landesweit durch die forstliche Rahmenplanung.

Der Schwerpunkt des Waldumbaus liegt beim langfristigen Baumartenwechsel von der Kiefer hin zu Buche und Eiche. Es wäre möglich, die Kiefernreinbestockungen zu halbieren. Auf etwa 40 % der Waldfläche könnten stabile, standortsgerechte und möglichst naturnahe Mischbestockungen mit Kiefernanteilen entstehen. Nicht verkannt werden darf, dass standortsbedingt die Potenziale reiner Laubwaldflächen begrenzt bleiben und ihr Flächenumfang nur etwa um 3 % auf 17 % zunimmt.

Waldentwicklungspotenzial der Kiefer für Brandenburg und BerlinNeues Fenster: Bild vergrößern Waldentwicklungspotenzial Brandenburg und BerlinNeues Fenster: Bild vergrößern
Ziele der langfristigen Waldentwicklungsplanung (WEP) aus der forstlichen Rahmenplanung von 1997 für den Gesamtwald in Brandenburg

Ausgehend von den vorliegenden Informationen werden Politik und Waldbesitz auf Waldumbaupotenziale hingewiesen und die Förderpolitik dementsprechend ausgerichtet. Letztlich hängt es jedoch von den betrieblichen Entscheidungen der jeweiligen Waldbesitzer ab, auf welchen Flächen, mit welcher Intensität und welchen waldbaulichen Steuerungsinstrumenten Waldumbau betrieben wird.

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