Informationen zur Landeswaldoberförsterei Grünaue

Landeswaldoberförsterei Grünaue Gebäude


Die durch die Landeswaldoberförsterei (LObf.) Grünaue zu bewirtschaftenden Waldflächen liegen in den Landkreisen Havelland, Potsdam-Mittelmark, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel sowie in den kreisfreien Städten Brandenburg und Potsdam und somit im westlichen Brandenburg. In ihrem Zuständigkeitsbereich liegen ca. 16.600 Hektar Waldflächen im Eigentum des Landes Brandenburg, die in 12 Landeswaldrevieren bewirtschaftet werden. Die auf dieser Fläche verteilten Waldbestände werden durch differenzierte geologische Bedingungen geprägt.

Verteilung der forstlichen Standorte und Baumarten

Neben der Mehrzahl von 69 % terrestrischer Standorte in der Klimastufe Tt und Tm gibt es aber mit 15 % auch einen beachtenswerten Anteil an Nassstandorten. Dabei handelt es sich oft um Moore oder andere grundwasserbeeinflusste Flächen mit besonderer ökologischer Bedeutung. Für 16 % der Wirtschaftsfläche liegt keine Standortskartierung vor. Hinsichtlich der Nährkraft sind 43 % der kartierten Standorte als mäßig nährstoffhaltig oder besser eingestuft. Dementsprechend gibt es 57 % arme und ziemlich arme Standorte.

Landeswaldoberförsterei Grünaue StandortverteilungNeues Fenster: Bild vergrößern Landeswaldoberförsterei Grünaue BaumartenverteilungNeues Fenster: Bild vergrößern

Bei einer nutzbaren Holzbodenfläche in der Landeswald-Oberförsterei Grünaue von ca. 15.600 ha und einem Holzvorrat von 300 Vfm/ha (= 250 Efm/ha) sowie einem Zuwachs an Holz ca. 6,5 Efm/ha/a sind gegenwärtig ca. 3,8 Efm/ha/a nachhaltig nutzbar.
Die langfristige Waldentwicklung weist als Ziel die weitere Reduzierung der vorhandenen Kiefernreinbestände aus, deren Anteil aktuell immer noch bei 40 % liegt. Durch Einbringung von Laubhölzern werden sich die Kiefernreinbestände in Mischbestände verwandeln. Der Anteil derartiger kieferndominierter Mischbestände liegt derzeit bei 25 %. 31 % der Waldfläche werden von den laubholzdominierten Beständen eingenommen. Dieser im Landesvergleich hohe Anteil an Laubholz ist auch ein Ausdruck der überdurchschnittlich guten Standortsausstattung.

Wild und Jagd

In einer von vielen Interessen beanspruchten Kulturlandschaft ist die gezielte Wald- und Wildbewirtschaftung zu einem wichtigen Erfordernis geworden. Ziel der Jagd ist es einerseits, die freilebende Tierwelt als wesentlichen Bestandteil der heimischen Natur in ihrem vielfältigen Beziehungsgefüge zu bewahren. Andererseits ist der Jagdbetrieb darauf auszurichten, dass die Schalenwildbestände den standörtlichen Verhältnissen angepasst und somit die Artenvielfalt der Lebensgemeinschaft Wald und deren Fähigkeit zur natürlichen Verjüngung nicht gefährdet werden.
In der Verwaltungsjagd der LObf. Grünaue werden die Schalenwildarten Rot-, Dam-, Muffel-, Schwarz- und Rehwild unter Berücksichtigung wildbiologischer Erkenntnisse bejagt. Die durchschnittlichen jährlichen Jagdstrecken betragen ca. [Stück]: 35 Rotwild, 180 Damwild, 10 Muffelwild, 500 Schwarzwild und 600 Rehwild.
Aber auch andere, nicht jagdbare und geschützte Arten haben ihr Verbreitungsgebiet im Territorium der LObf. Grünaue. Nennenswert sind hier See- und Fischadler, Biber und Fischotter, Schwarzspecht und Wolf oder auch Kreuzotter und Eidechse. Des weiteren ist, wenn auch nicht direkt auf den Flächen der Landeswaldoberförsterei, die Großtrappe - einer der schwersten flugfähigen Vögel der Erde - anzutreffen.

Angebote

Die LObf. Grünaue hält für Sie ein breitgefächertes Angebot rund um den PEFC-zertifiziert bewirtschafteten Wald bereit:

  • Holz-, Brennholz- und sonstige forstliche Nebenprodukte,
  • Wildverkauf (unzerlegt im ganzen Stück),
  • Nutzung von Jagdhütten, ggf. nebst Jagdmöglichkeit, Jagdausübung als Einzel-, Gesellschaftsjagd oder im eigenen Pirschbezirk,
  • Saat- und Pflanzgutverkauf (nur gewerblich).

Sofern Sie hierzu Anfragen haben, wenden Sie sich bitte an das Büro der Landeswaldoberförsterei Grünaue. Hier finden Sie Ihren entsprechenden Ansprechpartner oder können als Orientierung Preislisten bzw. ein verbindliches Kostenangebot etc. erhalten.