Waldsperrung

Zäune und Schranken im Wald

Eine Waldsperrung ist jede Einzäunung oder Errichtung sonstiger Hindernisse (physische Sperre) sowie Beschilderung (psychische Sperre), die das allgemeine Waldbetretungsrecht zum Zwecke der Erholung aber auch das rechtskonforme Befahren des Waldes einschränkt bzw. erschwert.

Gesperrt gemäß § 15 Abs. 3 Landeswaldgesetz sind gesperrte Waldflächen, -wege, Wald in dem Holz gefällt, aufgearbeitet, gerückt oder gelagert wird, umzäunte Flächen sowie forstbetriebliche Einrichtungen sowie Waldflächen deren Sperrung nach anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften erlaubt ist.

Eine unverschlossene Schranke zur Sperrung eines Waldweges stellt im Land Brandenburg keine Waldsperrung dar.

Das Sperren von Wald bedarf der vorherigen Genehmigung durch den Landesbetrieb Forst Brandenburg. Es ist nur im öffentlichen Interesse aus Gründen des Wald- und Forstschutzes einschließlich der Ziele des Naturschutzes, der ordnungsgemäßen Waldbewirtschaftung oder des Schutzes der Waldbesucher zulässig. Private Interessen von Waldbesitzern oder Nutzungsberechtigten ergeben somit keinen genehmigungsfähigen Sperrgrund.

Befristete Einzäunungen im Rahmen der ordnungsgemäßen Waldbewirtschaftung, wie Kulturzäune oder Weisergatter bedürfen keiner Genehmigung und Kennzeichnung sind jedoch nach Sicherung der Forstkultur wieder zu entfernen.

Die vorsätzliche oder fahrlässige Waldsperrung ohne vorherige Genehmigung ist nach § 37 Absatz 1, Ziffer 21 Landeswaldgesetz eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 € geahndet werden kann.