Waldrandgestaltung

Kleine Fläche - große Wirkung

Waldrand

Waldränder sind als biotopreiche Übergangszone zwischen Wald und Feld ein Rückzugsgebiet für viele Tier- und Pflanzenarten, gemeinsam mit Hecken und Flurgehölzen ein wichtiger Bestandteil des integrierten Pflanzenschutzes, Ausgangspunkt für die natürliche Verjüngung und Verbreitung seltener Gehölze.


Waldränder bieten Schutz vor

  • Windwurf
  • Erosion und Verhagerung
  • Stoffeinträgen
  • Frost, Lärm und Sicht

Wie sollen Waldränder aufgebaut sein?

Waldränder werden unterschieden in Waldinnen- und Waldaußenränder.

  • Waldinnenränder sind Bestandesränder innerhalb des Waldes entlang von Wegen, Trassen und Bachläufen. Sie sind schmaler als Waldaußenränder.
  • Waldaußenränder umgeben den Wald an seiner Außenkante. Der Entwicklungsschwerpunkt sollte sich dabei auf den süd- /westexponierten Rand (Wind- und Sonnenseite) konzentrieren.

Was ist bei der Anlage von Waldrändern zu beachten?

Ziel der Waldrandgestaltung ist ein naturnaher Dauerbewuchs:

  • Waldränder müssen mit dem Bestand wachsen!
  • Am besten gelingen Waldränder auf einem 20 – 30 m breiten Streifen. 
  • Reisigpackungen haben sich bewährt. Die als Benjeshecken bekannten Reisigwälle lassen sich mit Gehölzanpflanzungen kombinieren. 
  • Integrieren Sie die vorhandene Naturverjüngung. 
  • Ältere Waldränder bzw. Feldhecken auf vergleichbaren Standorten in der Umgebung liefern Hinweise für die Gehölzartenwahl.
  • Einbuchtungen und Vorsprünge vergrößern seine positiven Wirkungen. 
  • Schützen Sie Waldränder in der Begründungsphase vor Wildverbiss.

Welche Gehölzarten sind für einen Waldrand geeignet?

  • Verwenden Sie ausschließlich einheimische Arten.
  • Lesesteinhaufen, Totholz, alte Randbäume u. a. sollten in den Waldrand integriert werden
  • Auch die genetische Herkunft ist wichtig. Hier heißt es: Regional statt global.  

LFB

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