Informationen zur Oberförsterei Herzberg

Lage
Die Oberförsterei Herzberg liegt im Süden Brandenburgs im Landkreis Elbe-Elster. Ihr Sitz befindet sich 1 km nördlich der Stadt Herzberg direkt an der B 87.
Sie erstreckt sich über den Nordwesten des Landkreises Elbe-Elster und grenzt im Norden und Nordosten an die Landkreise Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald. Im Westen und Süd-Westen endet die Oberförsterei an den Grenzen der Bundesländer Sachsen-Anhalt und Sachsen. Nachbar-Oberförstereien sind Jüterbog, Luckau und Hohenleipisch.

Standort
Gelände und Geologie wurden durch die Saale-Eiszeit geprägt. Neben einigen Sanderflächen überwiegen flachwellige Geländeausformungen in den Niederungsgebieten zwischen den Flüssen Elbe und Schwarze Elster. Auf den Ablagerungen von Terrassen- und Schwemmkegelsanden über Moränenmaterial sind die Bodenformen Braunerde, Podsole und Ranker vorherrschend. Die Höhenlagen schwanken zwischen 75 m und 130 m über NN. Die Wuchsgebiete „Mittleres nordostdeutsches Altmoränenland“ und „Düben-Niederlausitzer Altmoränenland“ beherrschen das Territorium. Es ist der Klimastufe t (trocken) zugeordnet und von geringen Niederschlägen – im Mittel zwischen 500 und 560 mm - gekennzeichnet.

Neues Fenster: Bild vergrößern Vorherrschende und wirtschaftsbestimmende Baumart ist, auch nach 20 Jahren intensiver Laubbaumförderung, die Kiefer. Aufgrund dessen sind alle Waldflächen der Oberförsterei Herzberg ausnahmslos der Waldbrandgefahrenklasse A1 zugeordnet. Trotz der Lage im Einflussbereich der Flussniederungen kommt es aufgrund der geringen Niederschläge immer wieder zu extremen Trockenzeiten mit hoher Waldbrandgefährdung.
Durch die Oberförsterei wird mit der Waldbrandzentrale in Doberlug-Kirchhain das gesamte Gebiet der Landkreise Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz sowie Teile der Landkreise Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald überwacht.

Struktur
Mit ihren 8 Revieren zeichnet sich die Oberförsterei Herzberg hoheitlich für 34.957 ha verantwortlich, dass entspricht einer Bewaldung von rund 34 %. Der Landeswald im Zuständigkeitsbereich der Oberförsterei Herzberg wird von der Landeswaldoberförsterei Doberlug bewirtschaftet.

Neues Fenster: Bild vergrößern Zu den Wäldern mit Schutzgebietsstatus gehören 1.210 ha FFH-Gebiete, 360 ha Naturschutzgebiete und 1.550 ha Landschaftsschutzgebiete.

 

 

Privatwald
Vorrangige Aufgabe der Mitarbeiter ist die Beratung und Betreuung der ca. 4.200 Waldbesitzer. Durch die Oberförsterei werden 1.184 ha Kommunalwälder und 25.832 ha Privatwälder betreut. Im Privatwald überwiegt der Kleinprivatwald. Zur effizienteren Bewirtschaftung ihres Waldbesitzes haben sich in der Oberförsterei ca. 390 Waldbesitzer in 10 Forstbetriebsgemeinschaften zusammen geschlossen. Zu ihnen gehört auch die FBG Südbrandenburg. Sie ist mit über 9.000 ha die größte Forstbetriebsgemeinschaft Brandenburgs. 

Neues Fenster: Bild vergrößern Die Baumartenstruktur sowie die standörtlichen und klimatischen Bedingungen sind Ursache für regelmäßig wiederkehrende Massenvermehrungen der Forstschadinsekten. Deren Überwachung und Regulierung machen einen erheblichen Teil der Arbeit aus.

 

Waldpädagogik
Die Mitarbeiter der Oberförsterei Herzberg bieten ein umfassendes waldpädagogisches Angebot. Es reicht über Försterwanderungen, Waldjugendspiele, Walderlebnistage bis zur Bereicherung des Naturkundlichen Unterrichts im „Grünen Klassenzimmer“. Dazu steht ein Naturlehrpfad in Uebigau und die Waldschule „Weidmannsruh“  in Freileben zur Verfügung. Die Waldschule ist in einem 250 Jahre alten Fachwerkhaus untergebracht, dass 2008 komplett saniert wurde.

Besonderheiten
Im Revier Buchhain, Gemarkung Malitschkendorf, befindet sich die derzeit einzige vom Land Brandenburg wissenschaftlich betreute Energieholzplantage. Auf einer Fläche von etwa 12 ha werden seit dem Jahr 2008 Pappel- und Weidenhybriden zur Energiegewinnung angebaut und alle Ergebnisse dokumentiert und ausgewertet.