Informationen zur Oberförsterei Baruth

Die Oberförsterei Baruth, gelegen im Landkreis Teltow-Fläming, hat eine Ost-West-Ausdehnung von 49 km sowie eine Nord-Süd-Ausdehnung von 24 km. Zum Territorium gehören die Großgemeinde Nuthe-Urstromtal sowie die Städte Baruth und Luckenwalde.

Naturräumlich wird die Fläche dem Fläming und den Mittelbrandenburgischen Platten und Niederungen zugeordnet. Die Oberförsterei wird in ihrer gesamten Ost-West-Ausdehnung vom Baruther Urstromtal durchquert; östlich schließt sich der Spreewald an, süd-westlich der Niedere Fläming.

Die standörtlichen Verhältnisse sind sehr differenziert. Der typische Urstromtal-Charakter, ähnlich dem Spreewald, wird durch höhere Urstromtalterrassen zwischen Baruth und Luckenwalde sowie ausgedehnte Dünenfelder überlagert, so dass die Waldflächen eher von trockeneren Kiefernforsten dominiert werden. Besonders interessant ist das Naturschutzgebiet Heidehof-Golmberg. Durch die teilweise über 100-jährige militärische Nutzung sind deutschlandweit einzigartige Binnendünen entstanden. Im Vergleich dazu dokumentiert das Naturschutzgebiet Schöbendorfer Busch anhand seiner Vegetation die Strukturvielfalt der ursprünglich hier vorherrschenden Laubmischwälder. Neben zahlreichen Gräben und Fließen wird die Oberförsterei bei Luckenwalde von der Nuthe durchquert sowie im Osten von der Dahme tangiert. Größere Wasserflächen bilden die Seen bei Dobbrikow und der Holbecker See.

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Die Waldfläche der Oberförsterei Baruth beläuft sich auf ca. 38.000 ha, wovon die Privatwaldflächen mit 23.500 ha den Hauptanteil einnehmen. Beratung und Anleitung der Waldbesitzer sowie waldbezogene Umweltbildung an der waldpädagogischen Einrichtung bilden die Schwerpunktaufgaben.

Brandenburger Forstwoche mit Tradition

Seit 1999 lädt die Oberförsterei jeweils im September zur Brandenburger Forstwoche ein. Bei verschiedenen Aktionen erfahren die Schülerinnen und Schüler rund um das Museumsdorf Baruther Glashütte näheres über die Waldnutzung sowie über historische Handwerksberufe.

Auch außerhalb der Forstwoche lohnt sich ein Besuch der Glashütte mit ihrer 300 Jahre alten Tradition, ebenso ein Besuch der zahlreichen im Museumsdorf angesiedelten Kunsthandwerker. Mit dem „Wildpark Johannismühle“ und dem „Fläming Skate“ gibt es weitere touristische Anziehungspunkte.