Informationen zur Oberförsterei Hohenleipisch

Die Oberförsterei Hohenleipisch befindet sich im Süden von Brandenburg innerhalb des Landkreises Elbe-Elster. Sie grenzt im Westen an die Oberförsterei Herzberg, im Norden an Luckau sowie im Osten an Calau und Senftenberg. Im Süden bildet der Freistaat Sachsen die Grenze.
Die maximale Ost-West-Ausdehnung beträgt etwa 35 km, die Nord-Süd-Ausdehnung cirka 43 km.

Die Oberförsterei ist für rund 36.000 ha Wald aller Eigentumsformen verantwortlich und gliedert sich in 8 Forstreviere. Damit ergibt sich eine Zuständigkeit für Waldflächen in folgenden Gemeinden, Städten und Ämtern bzw. Teilen von diesen: Gemeinde Röderland, Städte Finsterwalde, Elsterwerda, Bad Liebenwerda, Doberlug und Sonnewalde, Ämter Elsterland, Schradenland, Plessa und Kleine Elster. Erhebliche Flächen gehören zu den Naturparken „Niederlausitzer Landrücken“ und „Niederlausitzer Heidelandschaft“.

Im Süden der Oberförsterei befindet sich die historische Landschaft des Schraden, die von der Schwarzen Elster durchflossen wird und als ehemaliges kursächsisches Wald- und Jagdrevier vor allem durch die „Schradenordnungen“ von 1566 und 1582 sowie 1586 zur Regelung der Forst-, Jagd- und sonstigen Nutzungsrechte bekannt geworden ist.

Teile der Oberförsterei sind durch ehemaligen Kohlebergbau geprägt, der zahlreiche Kippen, Restlöcher und Untertagebau-Bereiche hinterlassen hat. Darüber hinaus werden aktuell Kiese, Sande, Ton und Grauwacke abgebaut.
Herauszuheben sind zahlreiche Moorareale. Das Naturschutzgebiet „Der Loben“ gilt als letztes, noch weitgehend intaktes, großflächiges Moorgebiet im Bereich der altpleistozänen Landschaft Brandenburgs.

Von der Oberförsterei wird seit 2001 die Auffang-, Pflege- und Auswilderungsstation für verletzte Greifvögel und Eulen auf dem Gelände der Revierförsterei „Oppelhainer Pechhütte“ unterhalten.
Im Gebiet der früheren „Liebenwerdaer Amtsheide“ prägen auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz neben ausgedehnten Traubeneichenwäldern vor allem großflächige Calluna-Heiden und Silbergrasfluren die Landschaft. Nach vielen Jahren der Vorbereitung und zielgerichteten waldbaulichen Behandlung der beerstrauchreichen Kiefern- und Eichenwälder wird gegenwärtig in einem Pilotprojekt die Wiederauswilderung des hier ehemals heimischen Auerwildes vorbereitet.
Das Gelände der Greifvogelstation bietet sich für vielfältige waldpädagogische Veranstaltungen rund um die Themen Wald, Natur und Tiere an. Ein entsprechend eingerichteter Raum steht bei schlechtem Wetter zur Verfügung.

Die Oberförsterei Hohenleipisch bietet Interessierten, die selbst Holz im Wald aufarbeiten möchten, zwei- und fünftägige Motorsägenkurse an. Vermittelt werden theoretisches Wissen und praktische Fähigkeiten.
Die Kurse sollen vor allem die eigene Sicherheit beim Umgang mit der Motorsäge verbessern und somit helfen, Unfälle zu vermeiden. Nähere Informationen sowie die Lehrgangsanmeldung erfolgen über Herrn Falko Göbert Tel.: 0172 3144259.