Informationen zur Oberförsterei Calau

Inmitten der Niederlausitz, durchzogen vom Niederlausitzer Grenzwall, zeichnet sich die Oberförsterei Calau hoheitlich für 24.373 ha Wald verantwortlich. Administrativ entspricht der Zuständigkeitsbereich dem nördlichen Teil des Landkreises Oberspreewald–Lausitz. Hierbei sind die Städte Lübbenau, Vetschau und Calau sowie das Amt Altdöbern eingeschlossen.

Der Landeswald im Zuständigkeitsbereich der Oberförsterei Calau wird von den Landeswaldoberförstereien Lübben, Doberlug und Peitz bewirtschaftet. Dem Großprivatwaldbesitz, dem Stadtwald und vielen kleineren Waldbesitzern wird von den Forstbediensteten umfangreiche Beratung und tätige Mithilfe bei deren Waldbewirtschaftung angeboten und geleistet.

Besondere hoheitliche Aspekte bei der Aufgabenwahrnehmung durch die Mitarbeiter der Oberförsterei Calau sind die Arbeiten auf rekultivierten Braunkohletagebau und noch zu rekultivierenden Flächen der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbHa (Schlabendorf-Nord und -Süd, Seese-Ost und West, Gräbendorf und Greifenhain) aber auch im aktiven Tagebaugeschehen (Welzow-Süd).

Die touristische Nutzung des im nördlichen Oberförstereiteils gelegenen Oberspreewaldes nahe Lübbenau sowie die standörtlichen Bedingungen dieser einmaligen Kulturlandschaft stellen erweiterte Anforderungen an die hoheitliche Aufgabenwahrnehmung zur Sicherung der Belange des Waldes.

Die Mitarbeiter der Oberförsterei Calau bieten ein umfassendes waldpädagogisches Angebot, angefangen von der Försterwanderung, Aktionen zum Tag des Baumes, Tag des Waldes, Waldjugendspielen und spezifischer Bereicherung des naturkundlichen Lehrplans außerhalb des Klassenzimmers. Dazu stehen auch zwei Naturlehrpfade in Chransdorf und Calau zur Verfügung.

Aufgrund der höchsten Waldbrandgefahrenklasse A1 werden drei Feuerwachtürme zur automatisierten Waldbrandfrüherkennung genutzt. Die Kamera-Standorte Lichtenau, Cabel und Chransdorf senden Signale an die Waldbrandzentrale in Doberlug-Kirchhain, wo bei ausgerufener Waldbrandwarnstufe spezialisierte Waldarbeiter Rauchentwicklungen lokalisieren.

Die Waldschutzsituation erfordert ein besonderes Augenmerk auf die Überwachung und Bekämpfung von Kiefern-Großschadinsekten sowie auf die neuartigen Schädigungen im Spreewald an Erle und Esche.