Informationen zur Oberförsterei Briesen

Baumartenverteilung


Die Oberförsterei Briesen, welche sich im Landkreis Oder-Spree befindet, ist in acht Forstreviere eingeteilt. Die Zuständigkeit erstreckt sich auf alle Waldeigentumsarten. Die Mitarbeiter der Oberförsterei stehen den rund 3.200 Waldeigentümern für Fragen zum Wald zur Verfügung. Insgesamt werden 80 Gemarkungen im Landkreis betreut. Im Verwaltungsbereich der Oberförsterei bewirtschaften flächenübergreifend drei Landeswaldoberförstereien die im Eigentum des Landes befindlichen Waldflächen. Den größten Flächenanteil haben die Landeswaldoberförstereien Müllrose und Hammer.

Der Waldanteil der Oberförsterei Briesen macht mit ca. 36.200 ha rund 38 % der Gesamtfläche aus. Mit diesem Bewaldungsgrad zählt diese Region zu den waldreichen Gebieten Deutschlands. 85 % der Waldfläche sind mit Kiefer bestockt, die das heutige Waldbild der Oberförsterei prägen. Von Natur aus wäre die Kiefer jedoch nur auf ärmsten und trockensten Böden zu finden und nur auf ca. 54% der heutigen Waldfläche bestandesbildend.

Im Landkreis Oder-Spree hat die Oberförsterei eine Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 51 km und auf der Ost-West-Achse von ca. 29 km. Die Landschaft besticht durch reizvolle Wälder, Heiden, Moore, Seengebiete und dem vielfach natürlichen Verlauf der Spree. Im Gebiet der Oberförsterei liegen mehrere kleine und große Seen sowie ein Teil des größten Sees Brandenburgs, dem Schwielochsee. Mehrere große Verkehrswege führen durch die Oberförsterei Briesen. Südlich der Autobahn A 12 fließt der Oder-Spree-Kanal und nördlich durchquert die Eisenbahnstrecke von Frankfurt (Oder) über Fürstenwalde (Spree) nach Berlin das Gebiet.

Mit ca. 24.700 ha und 69 % Flächenanteil hat der Privatwald den größten Anteil in der Besitzstruktur der Oberförsterei Briesen. Die Landeswaldflächen machen mit ca. 9.000 ha ein Viertel der Gesamtfläche aus. Körperschafts- und Bundeswaldflächen und andere Waldeigentumsarten haben einen Flächenanteil von ca. 2.500 ha.
 
briesen standortNeues Fenster: Bild vergrößernWie in vielen Bereichen des Brandenburger Landes dominiert auch in der Oberförsterei Briesen die Kiefer (Pinus sylvestris) die Zusammensetzung der Baumarten mit einem Anteil von 85 %. Lediglich 12 % der Waldfläche entfallen auf verschiedene Laubholzarten. Im Zuge des Waldumbaus wird in den nächsten Jahrzehnten einer Verringerung des Anteils der Kiefer angestrebt.

AltersklassenverteilungNeues Fenster: Bild vergrößernDas eiszeitlich geprägte Nordostdeutsche Tiefland weist einen hohen Formenschatz an Standortsmosaiken mit kleinräumig variierenden bodenökologischen Eigenschaften auf. Nährstoffreiche Standorte, welche sich hervorragend für den Anbau von Laubhölzern eignen, kommen im Verwaltungsgebiet im geringen Maße vor.

Gelände der Oberförsterei BriesenNeues Fenster: Bild vergrößernDie Altersklassenverteilung weist den Schwerpunkt 40-80 Jahre aus. Aufgrund der damit einhergehenden entsprechend geringeren Dimensionen der Bäume und des höheren Bestockungsgrades befinden sich diese Bestände vielfach noch in der Aufbauphase. Ein Umbau der Kiefernbestände in strukturreiche Mischbestände wird deshalb noch viele Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

Waldpädagogischen Bildung
Im Außengelände des Oberförsterei-Dienstsitzes finden Interssierte viele Exponate zu den Themen Wald und Umwelt. Das anschauliche Modell eines Kohlemeilers wurde hier auch errichtet. Im Hauptgebäude steht der „Fuchsbau“ als Naturlehrkabinett und im Nebengebäude die „Spechthöhle“ als multifunktionaler Schulungs- und Seminarraumraum zur Verfügung.

Fuchsbau der Oberförsterei Briesen Denkmal 66ender Tafel

Am sogenannten Forstort „An der Fluth“ (Nähe Radfahrbrücke) sind zwei Lehrpfade mit 3 km und 5,3 km Länge gestaltet worden. Diese bieten die Möglichkeit für einen kurzweiligen Spaziergang in idyllischer Naturkulisse.

An der Kreisstraße, die zur Kersdorfer Schleuse führt, befindet sich das Denkmal des berühmten 66-Enders. Dieser Hirsch, dessen Geweih noch heute im Moritzburger Schloss ausgestellt ist, wurde 1696 vom Kurfürst Friedrich III., dem späteren ersten Preußenkönig erlegt.

Denkmal 66ender [[bild:8]]

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – Landesverband Brandenburg e. V. hat im Rahmen ihrer 15. Brandenburgischen „Baumriesenaktion“ die dickste Eiche Brandenburgs ermittelt. Diese befindet sich im Territorium der Oberförsterei Briesen im Revier Beeskow. Es handelt sich dabei  um eine der „Krügersdorfer Eichen“. Krügersdorf befindet sich etwa 5 km ostsüdöstlich vom Stadtzentrum Beeskow und die dickste Eiche Brandenburgs steht direkt neben der B 246 nach Eisenhüttenstadt.


[[bild:9]]


[[bild:10]]