Informationen zur Oberförsterei Waldsieversdorf

Oberförsterei Waldsieversdorf Robinie
Die Oberförsterei Waldsieversdorf liegt im Osten Brandenburgs und deckt zusammen mit der nördlich gelegenen Oberförsterei Strausberg den gesamten  Landkreis Märkisch–Oderland ab. Der Verwaltungsbereich erstreckt sich keilförmig beginnend etwa 30 km östlich von Berlin und verbreitert sich weiter über das Oderbruch bis zur polnischen Grenze entlang der Oder von Frankfurt/ Oder bis Zelliner Loose. Der hohe Privatwaldanteil dominiert die Besitzverhältnisse sehr stark. Die Leiter der sechs Forstreviere der Oberförsterei Waldsieversdorf nehmen unter anderem Aufgaben von der Betreuung des Privat– und Kommunalwaldes über die Überwachung der Einhaltung von Geboten und Verboten aus dem Landeswaldgesetz bis zu Wald– und Forstschutzaufgaben wahr.

Der Waldanteil der Oberförsterei Waldsieversdorf liegt mit zirka 22.350 Hektar bei rund 24 Prozent der Gesamtfläche, wobei das im Osten liegende Oderbruch von einigen Feldgehölzen abgesehen, nahezu waldfrei ist. Die Landschaft wird von der Barnimplatte im Norden und der Lebuser Platte im Süden mit der dazwischen liegenden Buckower Platte und dem Buckower Kessel, geprägt. Der Krugberg in der Märkischen Schweiz ist mit 130 Meter die höchste Erhebung, von hier aus hat man einen herrlichen Blick in die landschaftlich reizvolle Umgebung. Sonst überwiegen flache und leicht geneigte Grundmoränen, Sander, wenige Endmoränenzüge und das ausgesprochen trockene Oderbruch.

Baumartenzusammensetzung der Oberförsterei Waldsieversdorf Neues Fenster: Bild vergrößernBaumartenstruktur Oberförsterei Waldsieversdorf EigentumsverhältnisseNeues Fenster: Bild vergrößernEigentumsverhältnisse

Die Waldflächen der Oberförsterei befinden sich im forstlichen Wuchsgebiet des Nordostbrandenburger Jungmoränenlandes, klimatisch geprägt durch geringe Niederschläge, 500 – 560 mm im Jahresmittel. Bemerkenswert ist der hohe Bestockungsanteil der Robinie mit 7,2 Prozent, deren Bewirtschaftung auf rund 1.450 Hektar einen wichtigen Anteil für die jeweiligen Eigentümer darstellt. Dazu zählt auch die Beerntung der Saatgutbestände, von denen immerhin zirka 41 Prozent aller in Deutschland existierenden Bestände in der Oberförsterei Waldsieversdorf liegen. Im Gebiet der Oberförsterei befinden sich aufgrund einer hohen Anzahl und Vielfalt geschützter Biotope, Tiere und Pflanzen mehrere große Naturschutzgebiete und FFH–Gebiete.

SumpfschwertlilieSumpfschwertlilie © LFB EichelhäherEichelhäher, © LFB

Die Wälder der Märkischen Schweiz bieten Naturinteressierten mit Ihren nachgewiesen mehr als 220 Vogelarten und 1.000 Blüten– und Farnpflanzen vielfältige Möglichkeiten für Lehr– und Erholungswanderungen.