Informationen zur Oberförsterei Erkner

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Die Oberförsterei Erkner erstreckt sich über den westlichen Teil des Landkreises Oder-Spree bis an die Grenze Berlins. Mit einer Waldfläche von 42.500 Hektar ist die Landschaft im Südosten Berlin sowohl durch einen hohen Waldanteil, als auch durch mehrere teilweise idyllische Seenketten geprägt. So befindet sich mit dem Scharmützelsee, der auch als „Märkisches Meer“ bezeichnet, der größte See Brandenburgs im Territorium der Oberförsterei.

Erholung und Walderlebnis
Nördlich der Bundesautobahn A 12 erstreckt sich ein großes, von der westlich gelegenen Stadt Erkner bis zu der östlich gelegenen Stadt Fürstenwalde reichendes, zusammenhängendes Waldgebiet. Hierin eingebettet ist das Löcknitztal als Teil des sogenannten „Grünheider Wald- und Seengebiet“. In Verbindung mit den „eingestreuten“ Seen ist das Tal mit seiner herausragenden Naturausstattung ein leicht zu erwanderndes Gebiet am östlichen Rand von Berlin und gleichzeitig auch ein Raum für ungestörten Naturgenuss.
Der Fluss Löcknitz schlängelt sich in ost-westlicher Richtung durch das „Grünheider Wald- und Seengebiet“. Ihr Wasserlauf selbst ist, aus den Berliner Spreegewässern kommend, lediglich bis Fangschleuse mit dem Boot befahrbar, so dass die Tier und Pflanzenwelt ab hier nur noch auf dem Landweg erkundet werden kann. Fischotter, Biber, Kranich und Eisvogel gehören zum allgemeinen Erscheinungsbild dieser Landschaft, wie auch der König des Waldes - der Rothirsch.
Der südliche Teil der Oberförsterei wird geprägt durch seine Seenlandschaft südlich der Stadt Storkow sowie durch den Scharmützelsee. Die Gemeinden Bad Saarow und Wendisch Rietz sind bekannte Erholungs- und Kurorte. Nordwestlich des Scharmützelsees befinden sich die „Rauener Berge“. Diese für Brandenburg außergewöhnlich hügelige bis bergige Waldlandschaft lässt sich gut erwandern und bietet nicht nur von dem neu errichteten Aussichtsturm einen hervorragenden „Blick in die Landschaft“.

Naturschutz
Die ausgedehnten Wälder bieten Lebensraum, wobei die eingebetteten Seen mit ihren Schilfflächen und den Auwäldchen ein Refugium für die Tierwelt darstellen.
Die Oberförsterei unterstützt die Waldbesitzer bei der Erhaltung und der Entwicklung wertvoller Biotope im Wald und wirkt mit im Verbund mit Behörden und Verbänden, um die Ziele des Naturschutzes mit den Zielen der Waldbesitzer abzustimmen. Ein Großteil der Waldflächen liegt in dem Naturpark Dahme-Heideseen sowie in FFH-, Landschaftsschutz- und Naturschutzgebieten. Eine wesentliche Maßnahme zur ökologisch ausgerichteten Entwicklung der Region ist die Etablierung einer Waldnutzung, die diesen Zielen gerecht wird. Hieran wirken die bedeutendsten Waldbesitzer innerhalb der Oberförsterei gleichermaßen mit. Sie leisten damit einen Beitrag für die Entwicklung der Region und für die hier lebenden Menschen. Sie haben sich auch zur Kontrolle anerkannten Zertifizierungssystemen angeschlossen.

Oberförsterei Erkner BaumartenverteilungNeues Fenster: Bild vergrößern Oberförsterei Erkner AltersklassenNeues Fenster: Bild vergrößern Oberförsterei Erkner EigentumsverteilungNeues Fenster: Bild vergrößern

Der Wald und seine Eigentümer
Neben dem Land Brandenburg mit 48 % Besitzanteil befinden sich 13 % der Waldflächen im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und 24 % werden durch private Eigentümer verwaltet und teilweise auch bewirtschaftet. 12 % der Flächen befinden sich im kommunalen Eigentum, wobei auch die Stadt Fürstenwalde als größte kommunale Waldbesitzerin Brandenburgs ihre Flächen durch eigenes Personal betreut.
Die Wälder der Oberförsterei sind – wie dies in Brandenburg auf Grund seiner historischen Entwicklung die Regel ist – durch die Baumart Kiefer geprägt. Dessen ungeachtet ist davon auszugehen, dass in der heranwachsenden Baumgeneration Laubbaumarten die Wälder „von Morgen“ wesentlich mitprägen und ihnen ein völlig anderes Erscheinungsbild verleihen werden, als es der Waldbesucher heute vielen Ortes noch vorfindet.
Die Revierförster der Oberförsterei Erkner unterstützen insbesondere die privaten Waldbesitzer, um stabile Wälder zu entwickeln und gleichzeitig einen finanziellen Nutzen aus Ihrem Eigentum zu ziehen.

Waldpädagogik
Neben der waldbezogenen Bildungsarbeit, die im Rahmen von Waldwanderungen und anderen forstlichen Veranstaltungen durchgeführt wird, betreibt die Oberförsterei eine Waldschule am Standort Hangelsberg. Insbesondere für Gäste aus Berlin, Fürstenwalde und Frankfurt/ Oder, die mit der Regionalbahn RE 1 anreisen und ab der Haltestelle Hangelsberg innerhalb von 10 min zu Fuß zur Waldschule „Spreetal“ gelangen können, ist diese Einrichtung günstig zu erreichen. Betreut und geleitet wird die Waldschule vom Leiter des Forstreviers Fürstenwalde.

Waldbrandgefahr
Die Waldflächen der Oberförsterei Erkner befinden sich in der höchsten Waldbrandgefahrenklasse A1. Sie werden bei ausgerufener Gefahrenstufe durch fünf Kamerasysteme überwacht, die von der Waldbrandzentrale in Wünsdorf bedient werden. Das Waldbrand-Früherkennungssystem „Fire Watch“ wurde erstmalig in Brandenburg eingeführt und ist im weltweiten Vergleich das innovativste System seiner Art.