Informationen zur Landeswaldoberförsterei Peitz

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Die Landeswaldoberförsterei Peitz liegt im Südosten Brandenburgs, überwiegend in den Landkreisen Spree-Neiße und Dahme-Spreewald. Das Dienstgebäude befindet sich in Peitz. Die Landeswaldoberförsterei Peitz ist vorrangig für den Landeswald auf derzeit 22.897 Hektar Holzbodenfläche zuständig. Die Mitarbeiter bewirtschaften und pflegen nachhaltig den Wald und erzeugen wertvolle Holzprodukte. Durch naturnahe Waldbewirtschaftung werden aus monostrukturierten Kiefernforsten wieder stabile, wertvolle und attraktive Wälder.

Organisation

Die Landeswaldoberförsterei Peitz umfasst 12 Reviere mit einer Durchschnittsgröße von 1.884 Hektar. Die Waldarbeiter mit den Koordinatoren setzen die Waldpflegemaßnahmen um, die von den Revierleitern und den weiteren Mitarbeitern der Landeswald-Oberförsterei geplant werden. Der Holzeinschlag, aber auch weitere Arbeiten werden überwiegend durch Unternehmen aus der Region durchgeführt, dadurch werden zahlreiche Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region gesichert. Die Waldarbeit wird in teilautonomen Gruppen organisiert. Weiterhin ist die Lehrlingsausbildung angegliedert. Beschäftigt werden auch Unternehmen aus der Region, die für die Landeswald-Oberförsterei Dienstleistungen erbringen.

Besonderheiten

Eine Besonderheit der Landeswaldoberförsterei ist die Bewirtschaftung von ca. 2.400 Hektar ehemaliger Braunkohlentagebaue („Kippenböden“). Oberstes Ziel ist es hier, in einer schwer belasteten Landschaft neuen stabilen Wald aufzubauen, sowie eine artenreiche Flora und Fauna zu sichern. Derzeit befinden sich drei aktive Tagebaue in der Region, ein weiterer ist in Vorbereitung. Etwa 450 Hektar Landeswald werden in den nächsten Jahren durch aktive Tagebaue in Anspruch genommen.

Eine weitere Besonderheit im Gebiet ist die Lieberoser Heide mit ca. 16.000 ha Landeswald. Der Kern der Lieberoser Heide war ein ehemaliger sowjetischer Truppenübungsplatz, welcher 1994 aufgegeben wurde. Die entstandene Landschaft aus aufgelassenen Schießbahnen, bewirtschafteten Wäldern und naturbelassenen Mooren gehört zum „Tafelsilber Brandenburgs“. Hier gibt es einzigartige Wald- und Heidelandschaften mit zahlreichen Arten der „Roten Liste“. Wichtigstes Ziel ist es, die Wälder allmählich von Kampfmittelresten zu sanieren und damit wieder zugänglich zu machen. Die notwendigen hohen finanziellen Aufwendungen werden überwiegend durch eine naturnahe Waldbewirtschaftung erwirtschaftet.

Standortsbedingungen

Die Landeswaldoberförsterei Peitz ist durch einen hohen Anteil Nadelholz geprägt. Eine Besonderheit stellt die „Tauersche Eiche“, ein Gebiet mit ca. 1.000 ha Eichenwald im Nordosten der Oberförsterei dar.

Kiefer    NdH gesamt Eiche Sonstiges Hart-Lbh Weich-LbH
79 % 83 % 5,5 % 2,4% 8,9%

Die Baumaltersklassen sind ungleichmäßig verteilt mit Schwerpunkt in den sechzig bis achtzigjährigen Waldbeständen. Die Standorte sind durch die Eiszeit geprägt. Sowohl ausgedehnte Sanderflächen als auch kleinere Bereiche der Endmoräne sowie zahlreiche Schmelzwasserrinnen und Kesselmoore prägen das Relief. Die Standorte befinden sich auf über 80 % im armen (A) und ziemlich armen (Z) Trophiebereich.

Jagd

Die Jagdausübung dient dazu, die hohen Wildbestände so einzuregulieren, dass eine artenreiche und vitale Verjüngung der Waldbestände möglich ist. Gleichzeitig wird so schmackhaftes gesundes Wildbret erbracht. Die Jagd auf 22.345 Hektar wird in 17 Jagdbezirken, verteilt auf drei Landkreise in Eigenregie organisiert. Neben der Einzeljagd werden im Herbst mehrere Stöberjagden mit Hunden durchgeführt. Diese Jagden werden tlw. mit entgeltlichen Jagdgästen vermarktet. Das Wildbret wird überwiegend an mehrere vertraglich gebundene Wildhändler verkauft.

Holzangebote

Kontakte:
Brennholz - zuständige Revierförster
anderes Holz - Herr Fuchs Tel. 035601 37124

Jagdliche Angebote

Vergabe von jährlichen Begehungsscheinen    500 €
Vergabe Tagesjagdscheine    100 € für 3 zusammenhängende Jagdtage
Teilnahme an Drückjagden    100 €/Jagdtag

Verkauf von Wildbret in Decke/Schwarte    
Preise auf Anfrage
Kontakte:
zuständige Revierförster oder Herr George Tel. 035601 37127
Wildbretverkauf - Herr Pigolla, Telefon: 0162 2017652
Herr Hanschke, Telefon: 0162 2018830

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