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Neuauflage der Baumartenmischungstabelle

Informationen für Waldbesitzer: Erweiterte Baumartenpalette für eine zukunftsfähige Mischung im Wald

- Erschienen am 20.05.2026
Baumartenmischungstabelle

Die „Empfehlungen zur Mischung von Baum- und Straucharten im Wald“ wurde vom Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) aktualisiert und vom Umweltministerium herausgegeben. Neu in der Baumartenliste sind 13 eher exotische Arten wie der Atlas-Zeder oder die Zerr-Eiche. Eine Beimischung dieser Arten darf außerhalb von Schutzgebieten auch auf geförderten Waldumbauflächen mit insgesamt bis zu 20 Prozent erfolgen. Damit erhalten Forstbetriebe und Waldbesitzende Rechtssicherheit hinsichtlich der Einhaltung von geltenden Förderbestimmungen. Die Baumartenmischungstabellen mit acht Karten und 14 Tabellen auf 91 Seiten bilden die nach heutigem Wissen aktuellen Empfehlungen für den Waldbau der Zukunft ab.

Umweltministerin Hanka Mittelstädt erklärt: „Wälder sind weit mehr als Rohstofflieferanten und erfüllen unverzichtbare Funktionen für Klima, Umwelt und Menschen. Die Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel ist eine herausragende Aufgabe. Dafür brauchen wir eine möglichst vielfältige Baumartenpalette. Deshalb sollen neben seltenen heimischen Baumarten künftig auch weniger bekannte, bislang nicht gebietsheimische Baumarten in Praxisversuchen erprobt werden. Mit der aktualisierten Broschüre erhalten Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer eine gute Entscheidungshilfe, um bei der Waldverjüngung geeignete Baumarten auswählen zu können.“

Die langfristigen, unter anderen durch den Klimawandel herbeigeführten Veränderungen in der Baumartenzusammensetzung in unseren Wäldern sind nicht in Gänze vorhersehbar. Um die forstlichen Handlungsspielräume zu erweitern, hat der Landesforstbetrieb Brandenburg mehrere Projekte innerhalb des Themenbereichs „Alternative Baumarten“ (ALBA) ins Leben gerufen. Im ALBA-Projekt werden dazu zunächst im Landeswald mehr als 200 Kleinst-Versuchsflächen angelegt, koordiniert durch das LFE. Ein spezielles Förderprogramm für entsprechende Praxisanbauversuche in Privat- und Kommunalwald ist in Vorbereitung. Ziel von ALBA ist es, für diese Baumarten möglichst schnell verlässliche Daten zu Überleben und Wachstum auf einer Vielzahl von Standorten in Brandenburg zu gewinnen. Dabei werden auch Aspekte wie Anpassungsfähigkeit, Biodiversität, Naturschutz und Waldfunktionen berücksichtigt.

Waldbesitzende, die diese alternativen Baumarten bereits in ihren Wald integriert haben, können im ALBAretum mitwirken: Über einen Fragebogen im Internet können sie das LFE über Ihre alternativen Baumarten informieren und zur Forschung beitragen. ALBAretum steht für Alternative BAumarten und Arboretum (Sammlung verschiedenartiger, oft auch exotischer Gehölze). Internet: https://forst.brandenburg.de/lfb/de/ueber-uns/landeskompetenzzentrum-lfe/projekt-alba/albaretum/.

Mit Tabelle oder Klick zur Baumartenempfehlung
Mit der Broschüre werden den Verantwortlichen keine waldbaulichen Entscheidungen abgenommen. Vielmehr wird Forstleuten und Waldbesitzenden eine Entscheidungshilfe an die Hand gegeben, um bei der Waldverjüngung die richtige Baumartenwahl auf der konkreten Fläche treffen zu können und sich in Sinne der Risikostreuung einer breiten Baum- und Strauchartenpalette zu bedienen. 
Sie sind auch Grundlage für die Beratung und die Förderung des Privat- und Kommunalwaldes sowie für die waldbaulichen Entscheidungen im Landeswald.

Die Broschüre ist erhältlich über die regionalen Forstämter des Landesbetriebes Forst Brandenburg, über den unten stehenden Download als PDF-Datei und zur Anwendung im Forst-Geoportal: https://www.brandenburg-forst.de/