Naturschutz im Wald

Der Waldnaturschutz widmet sich dem Schutz, der Wiederherstellung und der Verbesserung der biologischen Vielfalt und sichert damit die Lebens- und Wirtschaftsgrundlage Wald nachhaltig. Der Landesbetrieb Forst Brandenburg konzentriert sich auf den Walderhalt, den Gebietsschutz, den Biotopschutz und den Artenschutz.

Weiterhin werden Waldbesitzer für die naturnahe Waldbewirtschaftung sensibilisiert und dahingehend unterstützt. Für Maßnahmen die dem Arten- und Biotopschutz dienen, gibt es Zuschüsse. Solche Maßnahmen sind zum Beispiel der Waldumbau, die Anlage und Pflege eines naturnahen Waldrandes oder Naturschutzprojekte.


  • Gebietsschutz

    Der Gebietsschutz des Landesbetriebes Forst Brandenburg gewährleistet, dass der gesetzliche und gesellschaftliche Auftrag in den Schutzgebieten umgesetzt wird und der Schutzzweck, insbesondere zum Erhalt der Arten und Biotope für das jeweilige Gebiet erfüllt wird.

    Der Landesbetrieb unterstützt die Ausweisung von Naturwäldern und betreut die forstwissenschaftliche Beobachtung ihrer Waldentwicklung. In diesen nach Paragraph 12 Waldgesetz des Landes Brandenburg gesicherten Wäldern werden bewirtschaftete mit nicht bewirtschafteten Wäldern verglichen, um das Wissen um die natürlichen Prozesse in unseren Wäldern stetig zu verbessern. Die enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Naturschutzbehörden ermöglicht einen erfolgreichen Gebietsschutz.

    Waldfunktionen

    Den Wald wegen seiner Bedeutung für die Umwelt, als Lebens- und Bildungsraum, als Ort der Erholung sowie seines wirtschaftlichen Nutzens zu erhalten und nachhaltig zu sichern, ist Ziel des Waldgesetzes in Brandenburg. Diese vielfältigen Wirkungen des Waldes auf Mensch und Umwelt spiegeln sich in den Waldfunktionen wider:

    1. Nutz-,
    2. Schutz,-
    3. Erholungsfunktion

    Der Gebietsschutz des Landesbetriebes Forst Brandenburg gewährleistet, dass der gesetzliche und gesellschaftliche Auftrag in den Schutzgebieten umgesetzt wird und der Schutzzweck, insbesondere zum Erhalt der Arten und Biotope für das jeweilige Gebiet erfüllt wird.

    Der Landesbetrieb unterstützt die Ausweisung von Naturwäldern und betreut die forstwissenschaftliche Beobachtung ihrer Waldentwicklung. In diesen nach Paragraph 12 Waldgesetz des Landes Brandenburg gesicherten Wäldern werden bewirtschaftete mit nicht bewirtschafteten Wäldern verglichen, um das Wissen um die natürlichen Prozesse in unseren Wäldern stetig zu verbessern. Die enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Naturschutzbehörden ermöglicht einen erfolgreichen Gebietsschutz.

    Waldfunktionen

    Den Wald wegen seiner Bedeutung für die Umwelt, als Lebens- und Bildungsraum, als Ort der Erholung sowie seines wirtschaftlichen Nutzens zu erhalten und nachhaltig zu sichern, ist Ziel des Waldgesetzes in Brandenburg. Diese vielfältigen Wirkungen des Waldes auf Mensch und Umwelt spiegeln sich in den Waldfunktionen wider:

    1. Nutz-,
    2. Schutz,-
    3. Erholungsfunktion

  • Biotopschutz

    Zum Biotopschutz zählen Erhalt, Entwicklung und Wiederherstellung naturnaher Lebensräume. Er sichert die Biodiversität und die natürlichen Lebensgrundlagen für Pflanzen, Tiere und Menschen. Der Schutz des Bodens vor Schadstoffeinträgen, Erosion und Verdichtung sind Bestandteil des Biotopschutzes. Natürliche Prozesse wie Alterung oder Sukzession werden als dynamischer Biotopschutz in die Waldentwicklung einbezogen. Folgende Biotope werden durch den Landesbetrieb Forst Brandenburg auf Grund schwerpunktmäßig erhalten, gepflegt und weiterentwickelt:

    • natürliche Waldgesellschaften,
    • Moore, Sümpfe und Feuchtwiesen im Wald,
    • bewaldete und nicht bewaldete Sonderbiotope,
    • Flächen mit historischen Waldnutzungsformen,
    • Habitatbäume und Altbaumgruppen.

    Durch Beratung, vertragliche Vereinbarungen und geeignete Fördermaßnahmen werden Waldbesitzer angeregt, ihre betrieblichen Ziele an die besonderen Erfordernisse des Naturschutzes anzupassen.

    Moorschutz im Wald

    Die ältesten Moore Brandenburgs sind 13.000 Jahre alt und haben eine wechselvolle Entwicklung hinter sich. Sie geben uns als Archive der Natur Auskunft über Klima, Wasserhaushalt und Vegetation vergangener Epochen. Auf Grund ihrer besonderen Bedeutung als Kohlenstoff- und Wasserspeicher sowie als Lebensraum für gefährdete, besonders spezialisierte Tier- und Pflanzenarten ist es erforderlich, geschädigten Waldmooren durch geeignete wald- und wasserbauliche Maßnahmen das Überleben zu sichern.

    Zum Biotopschutz zählen Erhalt, Entwicklung und Wiederherstellung naturnaher Lebensräume. Er sichert die Biodiversität und die natürlichen Lebensgrundlagen für Pflanzen, Tiere und Menschen. Der Schutz des Bodens vor Schadstoffeinträgen, Erosion und Verdichtung sind Bestandteil des Biotopschutzes. Natürliche Prozesse wie Alterung oder Sukzession werden als dynamischer Biotopschutz in die Waldentwicklung einbezogen. Folgende Biotope werden durch den Landesbetrieb Forst Brandenburg auf Grund schwerpunktmäßig erhalten, gepflegt und weiterentwickelt:

    • natürliche Waldgesellschaften,
    • Moore, Sümpfe und Feuchtwiesen im Wald,
    • bewaldete und nicht bewaldete Sonderbiotope,
    • Flächen mit historischen Waldnutzungsformen,
    • Habitatbäume und Altbaumgruppen.

    Durch Beratung, vertragliche Vereinbarungen und geeignete Fördermaßnahmen werden Waldbesitzer angeregt, ihre betrieblichen Ziele an die besonderen Erfordernisse des Naturschutzes anzupassen.

    Moorschutz im Wald

    Die ältesten Moore Brandenburgs sind 13.000 Jahre alt und haben eine wechselvolle Entwicklung hinter sich. Sie geben uns als Archive der Natur Auskunft über Klima, Wasserhaushalt und Vegetation vergangener Epochen. Auf Grund ihrer besonderen Bedeutung als Kohlenstoff- und Wasserspeicher sowie als Lebensraum für gefährdete, besonders spezialisierte Tier- und Pflanzenarten ist es erforderlich, geschädigten Waldmooren durch geeignete wald- und wasserbauliche Maßnahmen das Überleben zu sichern.

  • Artenschutz

    Der Landesbetrieb Forst Brandenburg erhält und fördert die biotoptypische Artenvielfalt. Dazu zählen der Biotopschutz, die Biotoppflege und die Förderung artspezifischer Lebensräume. Seit vielen Jahren wird an der Umsetzung von Artenschutzprogrammen gearbeitet. Schwerpunkte sind dabei geschützte bzw. in ihrer Existenz gefährdete Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume. Im Landesbetrieb Forst Brandenburg legt man besonderen Wert auf den Schutz  folgender 15 Arten: Schreiadler, Schwarzstorch, Wolf, Hohltaube, Fischadler, Kreuzotter, Wanderfalke, Eidechsen, Baumfalke, Schwarzspecht, Hirschkäfer, Weißtanne, Sumpfporst, Fledermäuse, Seeadler.

    Der Landesbetrieb Forst Brandenburg erhält und fördert die biotoptypische Artenvielfalt. Dazu zählen der Biotopschutz, die Biotoppflege und die Förderung artspezifischer Lebensräume. Seit vielen Jahren wird an der Umsetzung von Artenschutzprogrammen gearbeitet. Schwerpunkte sind dabei geschützte bzw. in ihrer Existenz gefährdete Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume. Im Landesbetrieb Forst Brandenburg legt man besonderen Wert auf den Schutz  folgender 15 Arten: Schreiadler, Schwarzstorch, Wolf, Hohltaube, Fischadler, Kreuzotter, Wanderfalke, Eidechsen, Baumfalke, Schwarzspecht, Hirschkäfer, Weißtanne, Sumpfporst, Fledermäuse, Seeadler.

  • Waldrandgestaltung

    Waldränder sind als biotopreiche Übergangszone zwischen Wald und Feld ein Rückzugsgebiet für viele Tier- und Pflanzenarten, gemeinsam mit Hecken und Flurgehölzen ein wichtiger Bestandteil des Pflanzenschutzes, Ausgangspunkt für die natürliche Verjüngung und Verbreitung seltener Gehölze. Waldränder bieten Schutz vor Windwurf, Erosion und Verhagerung, Stoffeinträgen und Frost, Lärm und Sicht.

    Wie sollen Waldränder aufgebaut sein?
    • Waldinnenränder sind Bestandesränder innerhalb des Waldes entlang von Wegen, Trassen und Bachläufen. Sie sind schmaler als Waldaußenränder.
    • Waldaußenränder umgeben den Wald an seiner Außenkante. Der Entwicklungsschwerpunkt sollte sich dabei auf den süd- /westexponierten Rand (Wind- und Sonnenseite) konzentrieren.
    Was ist bei der Anlage von Waldrändern zu beachten?
    • Waldränder müssen mit dem Bestand wachsen!
    • Am besten gelingen Waldränder auf einem 20 – 30 m breiten Streifen. 
    • Reisigpackungen haben sich bewährt. Die als Benjeshecken bekannten Reisigwälle lassen sich mit Gehölzanpflanzungen kombinieren. 
    • Integrieren Sie die vorhandene Naturverjüngung. 
    • Ältere Waldränder bzw. Feldhecken auf vergleichbaren Standorten in der Umgebung liefern Hinweise für die Gehölzartenwahl.
    • Einbuchtungen und Vorsprünge vergrößern seine positiven Wirkungen. 
    • Schützen Sie Waldränder in der Begründungsphase vor Wildverbiss.
    Welche Gehölzarten sind für einen Waldrand geeignet?
    • Verwenden Sie ausschließlich einheimische Arten.
    • Lesesteinhaufen, Totholz, alte Randbäume u. a. sollten in den Waldrand integriert werden
    • Auch die genetische Herkunft ist wichtig. Hier heißt es: Regional statt global.  

    Waldränder sind als biotopreiche Übergangszone zwischen Wald und Feld ein Rückzugsgebiet für viele Tier- und Pflanzenarten, gemeinsam mit Hecken und Flurgehölzen ein wichtiger Bestandteil des Pflanzenschutzes, Ausgangspunkt für die natürliche Verjüngung und Verbreitung seltener Gehölze. Waldränder bieten Schutz vor Windwurf, Erosion und Verhagerung, Stoffeinträgen und Frost, Lärm und Sicht.

    Wie sollen Waldränder aufgebaut sein?
    • Waldinnenränder sind Bestandesränder innerhalb des Waldes entlang von Wegen, Trassen und Bachläufen. Sie sind schmaler als Waldaußenränder.
    • Waldaußenränder umgeben den Wald an seiner Außenkante. Der Entwicklungsschwerpunkt sollte sich dabei auf den süd- /westexponierten Rand (Wind- und Sonnenseite) konzentrieren.
    Was ist bei der Anlage von Waldrändern zu beachten?
    • Waldränder müssen mit dem Bestand wachsen!
    • Am besten gelingen Waldränder auf einem 20 – 30 m breiten Streifen. 
    • Reisigpackungen haben sich bewährt. Die als Benjeshecken bekannten Reisigwälle lassen sich mit Gehölzanpflanzungen kombinieren. 
    • Integrieren Sie die vorhandene Naturverjüngung. 
    • Ältere Waldränder bzw. Feldhecken auf vergleichbaren Standorten in der Umgebung liefern Hinweise für die Gehölzartenwahl.
    • Einbuchtungen und Vorsprünge vergrößern seine positiven Wirkungen. 
    • Schützen Sie Waldränder in der Begründungsphase vor Wildverbiss.
    Welche Gehölzarten sind für einen Waldrand geeignet?
    • Verwenden Sie ausschließlich einheimische Arten.
    • Lesesteinhaufen, Totholz, alte Randbäume u. a. sollten in den Waldrand integriert werden
    • Auch die genetische Herkunft ist wichtig. Hier heißt es: Regional statt global.  

  • Autobahngrünbrücken

    Grünbrücke

    Grünbrücken verbinden durch Autobahnen zerschnittene Lebensräume und sichern so den biologischen Austausch der Wildtiere. Sie tragen auch dazu bei die Zahl der Wildunfälle zu verringern. Trotz vorhandener Wildschutzzäune ereignen sich im Grünbrückenbereich aller drei Autobahnen weiterhin Wildunfälle.

    Überquerungen

    Seit der Übergabe der Grünbrücke an der A 9 im Jahr 2012 wählten 13.093 Tiere von 13 Arten den sicheren Weg über der Fahrbahn. Da sind durchschnittlich 298 Querungen pro Monat oder 10 Querungen pro Tag.

    An der A 13 registrierten die Kameras seit 2012 auf der Grünbrücke 3.159 Tierquerungen durch 14 Arten. Dies wiederum wären im Schnitt 72 Querungen pro Monat beziehungsweise 2 pro Tag.

    Seit 2013 ist auch die Grünbrücke über der A 12 im Programm: Hier zeigt die Statistik 4.299 Tiere durch 10 Arten, also 148 Querungen im Monat oder 5 Querungen am Tag. Die Überquerung der Autobahnen erfolgt weiterhin ganz überwiegend nachts, die meisten Wildtiere ziehen ruhig oder sogar äsend über die Grünbrücken.

    Tierische Nutzer

    Als tierische Nutzer konnten auf allen drei Grünbrücken insgesamt bislang Elch-, Rot-, Dam-, Schwarz- und Rehwild sowie Feldhase, Rotfuchs, Dachs, Waschbär, Marder, Marderhund, Wolf, Hauskatze und Nutria ermittelt werden. Darüber hinaus nutzten Kranich, Krähe, Storch, Bussard sowie verschiedene Singvögel die Bauwerke als Nahrungshabitat. 2016 ist keine weitere Art hinzugekommen.

    Mit großem Vorsprung ist weiterhin das Damwild am häufigsten dabei. Zwischen September 2012 und Dezember 2016 konnten insgesamt 8.904 Querungen durch Damwild registriert werden, das sind zirka 7 Querungen pro Tag. Der Anteil des Damwilds geht allerdings zurück. Betrug er im Dezember 2014 noch 80 Prozent, war er im Jahr darauf auf 76 Prozent gesunken und beträgt gegenwärtig nur noch 68 Prozent.  Weiterhin auffällig ist die enorme Nutzung der Grünbrücke durch Schwarzwild.

    Die wechselnden Anteile der hauptsächlichen Nutzer (Dam-, Schwarz- und Rehwild) lassen sich mit der Dynamik der Wildbestandshöhen in unmittelbarer Nähe der Grünbrücke, dem sich ändernden Äsungsangebot sowie der Anwesenheit des Wolfes im Gebiet begründen. Seit Beginn des Monitorings sind 13.093 Querungen durch Wildtiere dokumentiert worden. Das sind durchschnittlich 298 Tierquerungen pro Beobachtungsmonat und etwa 10 pro Tag.

    Störende Einflüsse durch Menschen

    Grünbrücken sollten für Menschen eigentlich tabu sein. Dennoch kommen Störungen auf allen drei Grünbrücken vor. Durchschnittlich wurden zwischen 17 und 26 von Menschen verursachte Störungen pro Untersuchungsmonat registriert. Damit setzt sich der Trend sinkender Störungshäufigkeiten im Vergleich zum Vorjahr fort. Doch während an den A 9 und 12 die Besucherzahlen seit 2014 sinken, stiegen sie an der A 13 im letzten Jahr wieder deutlich an. Hier nutzte sogar ein Schäfer die Grünbrücke, um die Autobahn zu überqueren.

    Grünbrücke

    Grünbrücken verbinden durch Autobahnen zerschnittene Lebensräume und sichern so den biologischen Austausch der Wildtiere. Sie tragen auch dazu bei die Zahl der Wildunfälle zu verringern. Trotz vorhandener Wildschutzzäune ereignen sich im Grünbrückenbereich aller drei Autobahnen weiterhin Wildunfälle.

    Überquerungen

    Seit der Übergabe der Grünbrücke an der A 9 im Jahr 2012 wählten 13.093 Tiere von 13 Arten den sicheren Weg über der Fahrbahn. Da sind durchschnittlich 298 Querungen pro Monat oder 10 Querungen pro Tag.

    An der A 13 registrierten die Kameras seit 2012 auf der Grünbrücke 3.159 Tierquerungen durch 14 Arten. Dies wiederum wären im Schnitt 72 Querungen pro Monat beziehungsweise 2 pro Tag.

    Seit 2013 ist auch die Grünbrücke über der A 12 im Programm: Hier zeigt die Statistik 4.299 Tiere durch 10 Arten, also 148 Querungen im Monat oder 5 Querungen am Tag. Die Überquerung der Autobahnen erfolgt weiterhin ganz überwiegend nachts, die meisten Wildtiere ziehen ruhig oder sogar äsend über die Grünbrücken.

    Tierische Nutzer

    Als tierische Nutzer konnten auf allen drei Grünbrücken insgesamt bislang Elch-, Rot-, Dam-, Schwarz- und Rehwild sowie Feldhase, Rotfuchs, Dachs, Waschbär, Marder, Marderhund, Wolf, Hauskatze und Nutria ermittelt werden. Darüber hinaus nutzten Kranich, Krähe, Storch, Bussard sowie verschiedene Singvögel die Bauwerke als Nahrungshabitat. 2016 ist keine weitere Art hinzugekommen.

    Mit großem Vorsprung ist weiterhin das Damwild am häufigsten dabei. Zwischen September 2012 und Dezember 2016 konnten insgesamt 8.904 Querungen durch Damwild registriert werden, das sind zirka 7 Querungen pro Tag. Der Anteil des Damwilds geht allerdings zurück. Betrug er im Dezember 2014 noch 80 Prozent, war er im Jahr darauf auf 76 Prozent gesunken und beträgt gegenwärtig nur noch 68 Prozent.  Weiterhin auffällig ist die enorme Nutzung der Grünbrücke durch Schwarzwild.

    Die wechselnden Anteile der hauptsächlichen Nutzer (Dam-, Schwarz- und Rehwild) lassen sich mit der Dynamik der Wildbestandshöhen in unmittelbarer Nähe der Grünbrücke, dem sich ändernden Äsungsangebot sowie der Anwesenheit des Wolfes im Gebiet begründen. Seit Beginn des Monitorings sind 13.093 Querungen durch Wildtiere dokumentiert worden. Das sind durchschnittlich 298 Tierquerungen pro Beobachtungsmonat und etwa 10 pro Tag.

    Störende Einflüsse durch Menschen

    Grünbrücken sollten für Menschen eigentlich tabu sein. Dennoch kommen Störungen auf allen drei Grünbrücken vor. Durchschnittlich wurden zwischen 17 und 26 von Menschen verursachte Störungen pro Untersuchungsmonat registriert. Damit setzt sich der Trend sinkender Störungshäufigkeiten im Vergleich zum Vorjahr fort. Doch während an den A 9 und 12 die Besucherzahlen seit 2014 sinken, stiegen sie an der A 13 im letzten Jahr wieder deutlich an. Hier nutzte sogar ein Schäfer die Grünbrücke, um die Autobahn zu überqueren.

  • Methusalem 2.0

    Methusalem

    Mit dem Methusalemprojekt wurden von 2004 bis 2015 bereits mehr als 200.000 alte Bäume dauerhaft geschützt. Diese Baumveteranen bieten wertvolle Lebensräume für Insekten, Pilze, Vögel und Säugetiere, sind wunderschön anzusehen, können uralt werden und verbleiben auch danach im Naturkreislauf.

    Das Projekt trat 2016 durch die zusätzliche Ausweisung von Biotopbaum-Arealen in seine zweite Phase. Mit Methusalem 2.0 soll die Förderung der Biotopbäume und des Totholzes im Landeswald  in den nächsten zehn Jahren - insbesondere in den nach FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat) geschützten Waldlebensraumtypen - durch die Einbeziehung von Baumgruppen und Arealen alter, absterbender und toter Bäume erweitert werden. Der Landesbetrieb Forst Brandenburg strebt damit eine Integration der Naturschutzbelange in die Landeswaldbewirtschaftung an. Die Erhöhung des Biotop- und Totholzanteils ist dabei ein wichtiger Aspekt. Dadurch können Lebensräume heimischer Tier- und Pflanzenarten gesichert und die biologische Vielfalt der Wälder verbessert werden. Ein möglicher Einnahmeverlust des Betriebs durch Verzicht auf wirtschaftliche Nutzung wird durch den hohen ökologischen Wert der Biotopbäume ausgeglichen und entspricht der gesetzlichen Gemeinwohlverpflichtung zur Bewirtschaftung des Landeswalds.

    Alt wie ein Baum
    Als Biotopbäume wurden schon bisher Bäume ausgewiesen, wenn sie besondere Kleinhabitate wie Ast- und Kronenabbrüche, Rindenverletzungen oder Höhlen aufweisen. In der nun vorgesehenen Fortsetzung des Projektes werden zusätzlich Biotopbaum-Areale von mindestens tausend Quadratmeter integriert. Ganze Baumgruppen werden so ihrer natürlichen Zerfallsphase überlassen. Außerdem werden natürlich abgestorbene Bäume, wenn sie keine Gefährdung für Menschen darstellen, nicht mehr aufgearbeitet und verbleiben bis zu ihrer vollständigen Zersetzung im Wald.

    Sicherheit für Waldbesucher und Waldarbeiter
    Das freie Betretungsrecht des Waldes wird durch das Projekt nicht eingeschränkt. Der Waldbesuch erfolgt weiterhin auf eigene Gefahr. Jedem sollte aber bewusst sein, dass durch die Anreicherung der Wälder mit Biotopbäumen und Totholz, die Gefahr durch herabfallende Äste und Umsturz von alten Bäumen zunimmt. Bei der Auswahl und dem Management von Biotopbäumen und stehendem Totholz werden die Verkehrssicherung und der Arbeitsschutz daher besonders beachtet.

    Methusalem

    Mit dem Methusalemprojekt wurden von 2004 bis 2015 bereits mehr als 200.000 alte Bäume dauerhaft geschützt. Diese Baumveteranen bieten wertvolle Lebensräume für Insekten, Pilze, Vögel und Säugetiere, sind wunderschön anzusehen, können uralt werden und verbleiben auch danach im Naturkreislauf.

    Das Projekt trat 2016 durch die zusätzliche Ausweisung von Biotopbaum-Arealen in seine zweite Phase. Mit Methusalem 2.0 soll die Förderung der Biotopbäume und des Totholzes im Landeswald  in den nächsten zehn Jahren - insbesondere in den nach FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat) geschützten Waldlebensraumtypen - durch die Einbeziehung von Baumgruppen und Arealen alter, absterbender und toter Bäume erweitert werden. Der Landesbetrieb Forst Brandenburg strebt damit eine Integration der Naturschutzbelange in die Landeswaldbewirtschaftung an. Die Erhöhung des Biotop- und Totholzanteils ist dabei ein wichtiger Aspekt. Dadurch können Lebensräume heimischer Tier- und Pflanzenarten gesichert und die biologische Vielfalt der Wälder verbessert werden. Ein möglicher Einnahmeverlust des Betriebs durch Verzicht auf wirtschaftliche Nutzung wird durch den hohen ökologischen Wert der Biotopbäume ausgeglichen und entspricht der gesetzlichen Gemeinwohlverpflichtung zur Bewirtschaftung des Landeswalds.

    Alt wie ein Baum
    Als Biotopbäume wurden schon bisher Bäume ausgewiesen, wenn sie besondere Kleinhabitate wie Ast- und Kronenabbrüche, Rindenverletzungen oder Höhlen aufweisen. In der nun vorgesehenen Fortsetzung des Projektes werden zusätzlich Biotopbaum-Areale von mindestens tausend Quadratmeter integriert. Ganze Baumgruppen werden so ihrer natürlichen Zerfallsphase überlassen. Außerdem werden natürlich abgestorbene Bäume, wenn sie keine Gefährdung für Menschen darstellen, nicht mehr aufgearbeitet und verbleiben bis zu ihrer vollständigen Zersetzung im Wald.

    Sicherheit für Waldbesucher und Waldarbeiter
    Das freie Betretungsrecht des Waldes wird durch das Projekt nicht eingeschränkt. Der Waldbesuch erfolgt weiterhin auf eigene Gefahr. Jedem sollte aber bewusst sein, dass durch die Anreicherung der Wälder mit Biotopbäumen und Totholz, die Gefahr durch herabfallende Äste und Umsturz von alten Bäumen zunimmt. Bei der Auswahl und dem Management von Biotopbäumen und stehendem Totholz werden die Verkehrssicherung und der Arbeitsschutz daher besonders beachtet.