Waldschule Kleinsee

Die Waldschule Kleinsee liegt eingebettet in den Tauerschen Eichen - einem großen Eichenwaldgebiet im Südosten des Landes Brandenburg. Am gleichnamigen See gelegen, ist die Waldschule Bestandteil des wunderschönen Naturschutzgebietes „Tauersche Eichen/Pinnower Läuche“.

Das Konzept der Waldschule berücksichtigt Vorschulgruppen, Schüler der 1. bis 12. Klasse sowie Familien und Senioren. Die Einteilung der Angebote erfolgt nach pädagogischen Kriterien, wonach sich die jeweilige Vermittlung an den waldpädagogischen Themen orientiert. Grundsätzlich erfolgt eine stärkere Differenzierung und Spezialisierung der Themen je älter die Teilnehmer sind.

Schauen Sie sich unsere Angebote an oder wählen Sie eines der vielfältigen Themen rund um den Wald aus. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Waldschule Kleinsee besuchen. Es gibt vieles zu erkunden und zu entdecken.

  • Angebote für Schulklassen

    Angebot für 1. bis 3. Klasse

    Im Vordergrund steht eine spielerische Herangehensweise. Neugierde für den Wald wecken und grundlegende Begriffe des Waldes vermitteln. Kinder entdecken und begreifen die Welt mit allen Sinnen. In dieser Altersklasse ist es wichtig, Bewegungsspiele mit Denk- und Konzentrationsspielen zu kombinieren.   

    • Vögel des Waldes
    • Pflanzen des Waldes
    • Kriechtiere und Lurche
    • Spinnen
    • Richtiges Verhalten im Wald
    • Ameisen
    Angebot für 4. bis 6. Klasse

    In dieser Altersgruppe steht der spielerische Charakter noch im Vordergrund, wobei grundlegende Begriffe vorausgesetzt und bereits Zusammenhänge hergestellt werden, z.B. wie funktionieren Ökosysteme. Außerdem können einfache Sachverhalte bereits selbständig erarbeitet werden. Konzentrationsfördernde Aufgaben und Aktionen wechseln sich mit Bewegungsspielen ab.

    • schmackhafter Wald im Frühling
    • Bienenvölker und Faltenwespen
    • Tag- und Nachtgreifvögel
    • Tiere und Pflanzen rund um den See
    • Der Wald - Nutzen für Menschen und Tier
    Angebot für 7. bis 8. Klasse

    Diese Klassenstufen sind in der Lage, größere Zusammenhänge zu erkennen. Theoretische Grundlagen und Spezialthemen erhalten hier mehr Raum. Spielerische Bewegungsspiele fehlen dennoch nicht. Kleinere wissenschaftliche Methodiken können von den Schülern bereits angewendet werden, z.B. Mikroskopieren oder die Anlage eines Herbariums.

    • Boden
    • Ameisen
    • Funktionen des Waldes
    • Schmetterlinge
    Angebot für 9. bis 10. Klasse

    Zusammenhänge selbständig erkennen. Eine Anleitung und Kontrolle der Arbeiten ist dabei wichtig. Es findet eine Förderung zum selbständigen und wissenschaftlichen Arbeiten statt. Theoretische Grundlagen werden vermittelt.

    • Wiese als Lebensraum
    • Bodenpflanzen des Waldes
    • Interaktion im Wald (Parasitismus und Symbiose)
    Angebot für 11. bis 12. Klasse

    Selbständiges und wissenschaftliches Arbeiten stehen im Vordergrund. Es genügen Arbeitsaufträge, das Erklären unbekannter Methodiken und die Leitung von Auswertungsgesprächen. Die Schüler werden forschend tätig und verarbeiten neue Erkenntnisse eigenständig.

    • Ökosystem See
    • Ökosystem Wald
    • Systematik als Wissenschaft am Beispiel der Käfer
    Angebot für 1. bis 3. Klasse

    Im Vordergrund steht eine spielerische Herangehensweise. Neugierde für den Wald wecken und grundlegende Begriffe des Waldes vermitteln. Kinder entdecken und begreifen die Welt mit allen Sinnen. In dieser Altersklasse ist es wichtig, Bewegungsspiele mit Denk- und Konzentrationsspielen zu kombinieren.   

    • Vögel des Waldes
    • Pflanzen des Waldes
    • Kriechtiere und Lurche
    • Spinnen
    • Richtiges Verhalten im Wald
    • Ameisen
    Angebot für 4. bis 6. Klasse

    In dieser Altersgruppe steht der spielerische Charakter noch im Vordergrund, wobei grundlegende Begriffe vorausgesetzt und bereits Zusammenhänge hergestellt werden, z.B. wie funktionieren Ökosysteme. Außerdem können einfache Sachverhalte bereits selbständig erarbeitet werden. Konzentrationsfördernde Aufgaben und Aktionen wechseln sich mit Bewegungsspielen ab.

    • schmackhafter Wald im Frühling
    • Bienenvölker und Faltenwespen
    • Tag- und Nachtgreifvögel
    • Tiere und Pflanzen rund um den See
    • Der Wald - Nutzen für Menschen und Tier
    Angebot für 7. bis 8. Klasse

    Diese Klassenstufen sind in der Lage, größere Zusammenhänge zu erkennen. Theoretische Grundlagen und Spezialthemen erhalten hier mehr Raum. Spielerische Bewegungsspiele fehlen dennoch nicht. Kleinere wissenschaftliche Methodiken können von den Schülern bereits angewendet werden, z.B. Mikroskopieren oder die Anlage eines Herbariums.

    • Boden
    • Ameisen
    • Funktionen des Waldes
    • Schmetterlinge
    Angebot für 9. bis 10. Klasse

    Zusammenhänge selbständig erkennen. Eine Anleitung und Kontrolle der Arbeiten ist dabei wichtig. Es findet eine Förderung zum selbständigen und wissenschaftlichen Arbeiten statt. Theoretische Grundlagen werden vermittelt.

    • Wiese als Lebensraum
    • Bodenpflanzen des Waldes
    • Interaktion im Wald (Parasitismus und Symbiose)
    Angebot für 11. bis 12. Klasse

    Selbständiges und wissenschaftliches Arbeiten stehen im Vordergrund. Es genügen Arbeitsaufträge, das Erklären unbekannter Methodiken und die Leitung von Auswertungsgesprächen. Die Schüler werden forschend tätig und verarbeiten neue Erkenntnisse eigenständig.

    • Ökosystem See
    • Ökosystem Wald
    • Systematik als Wissenschaft am Beispiel der Käfer

  • weitere Angebote

    Folgende allgemeine Führungen bieten wir an:

    • Regen als Teil der Natur
    • Der Wald im Winter
    • Der Wald für Kindergartenkinder
      - Im Land der Kicherzwerge, eine Erfahrungsreise mit allen Sinnen
      - Zuckertütenfest als Abschluss eines Lebensabschnittes
      - Der Wald im Winter
    • Walderleben für Behinderte
    • Walderleben für Senioren, mit kleinen Überraschungen
    • Wissenswertes über die Waldameise
    • Waldrallyes ab einer Anzahl von 2 Schulklassen, der Anspruch ist je nach Klassenstufe variierbar
    • Kindergeburtstage
    • Familienfeiern mit waldpädagogischen Buchungen

    Für die Ferien:

    • Tarnung und Täuschung
    • Lebewesen in der Laub- und Nadelstreu
    • Insekten
    • Säugetiere
    • „Schatzsuche“ für gemischte Altersgruppen

    Folgende allgemeine Führungen bieten wir an:

    • Regen als Teil der Natur
    • Der Wald im Winter
    • Der Wald für Kindergartenkinder
      - Im Land der Kicherzwerge, eine Erfahrungsreise mit allen Sinnen
      - Zuckertütenfest als Abschluss eines Lebensabschnittes
      - Der Wald im Winter
    • Walderleben für Behinderte
    • Walderleben für Senioren, mit kleinen Überraschungen
    • Wissenswertes über die Waldameise
    • Waldrallyes ab einer Anzahl von 2 Schulklassen, der Anspruch ist je nach Klassenstufe variierbar
    • Kindergeburtstage
    • Familienfeiern mit waldpädagogischen Buchungen

    Für die Ferien:

    • Tarnung und Täuschung
    • Lebewesen in der Laub- und Nadelstreu
    • Insekten
    • Säugetiere
    • „Schatzsuche“ für gemischte Altersgruppen

  • Waldtheater

    Waldtheater lehrt...

    • „Hinter so einer Maske kann ich unbefangen sein, mich auch selbst entdecken und ein wunderbar neues Verhältnis zu den Mitschülern = Mitspielern entwickeln“ Ich spiele, was ich bin!

    Waldtheater spielt...

    • zu jeder Jahreszeit – Frühling, Sommer, Herbst und Winter

    Waldtheater ist ...

    • ein waldbezogenes Rollenspiel zu einem vorgegebenen Thema

    Wir hoffen, mit dem Konzept eine höhere Attraktivität für Lehrer und Schulklassen, Hort- und Ferienlagergruppen,  Kindergartengruppen, private Kindergruppen, aber auch Förderschulen (unsere Einrichtung ist  behindertengerecht) bieten zu können. Waldtheater in der Waldschule Kleinsee bedeutet einen Tag lang auf der Bühne Wald altersgerecht und themenbezogen aktiv zu sein.

    Waldtheater lehrt...

    • „Hinter so einer Maske kann ich unbefangen sein, mich auch selbst entdecken und ein wunderbar neues Verhältnis zu den Mitschülern = Mitspielern entwickeln“ Ich spiele, was ich bin!

    Waldtheater spielt...

    • zu jeder Jahreszeit – Frühling, Sommer, Herbst und Winter

    Waldtheater ist ...

    • ein waldbezogenes Rollenspiel zu einem vorgegebenen Thema

    Wir hoffen, mit dem Konzept eine höhere Attraktivität für Lehrer und Schulklassen, Hort- und Ferienlagergruppen,  Kindergartengruppen, private Kindergruppen, aber auch Förderschulen (unsere Einrichtung ist  behindertengerecht) bieten zu können. Waldtheater in der Waldschule Kleinsee bedeutet einen Tag lang auf der Bühne Wald altersgerecht und themenbezogen aktiv zu sein.

  • Anfahrt zur Waldschule

    Aus Richtung der Stadt Cottbus kommend, fahren Sie mit dem PKW auf der Bundesstraße L 50 in Richtung Guben. Etwa 1 Kilometer nach der Ortschaft Bärenklau biegen Sie links auf die B 320 Richtung Lieberose. Im Ort Pinnow folgen Sie (an der Kreuzung links) der Ausschilderung zum Pinnower See. Ab dort gibt es Hinweisschilder, die Sie zur Waldschule führen.  

    Wer aus dem Norden anreist, gelangt über Lieberose auf der B 320 Richtung Guben, ebenfalls zum Ort Pinnow. Dort biegen Sie rechts ab und folgen ebenso der Beschilderung zum Pinnower See und dann weiter zur Waldschule Kleinsee.

    Wer seinen Waldschulbesuch mit einem Waldspaziergang verbinden möchte, dem bietet sich die Möglichkeit, sein Fahrzeug an der L 50, nach dem Ort Tauer (3 Kilometer) auf Höhe des Hinweisschildes „Waldschule Kleinsee – Wanderweg“ abzustellen und sich auf Schusters Rappen oder mit dem Fahrrad auf den Weg zur Waldschule zu machen. Der Wanderweg hat eine Länge von knapp 2 Kilometer.


    Größere Kartenansicht

    Aus Richtung der Stadt Cottbus kommend, fahren Sie mit dem PKW auf der Bundesstraße L 50 in Richtung Guben. Etwa 1 Kilometer nach der Ortschaft Bärenklau biegen Sie links auf die B 320 Richtung Lieberose. Im Ort Pinnow folgen Sie (an der Kreuzung links) der Ausschilderung zum Pinnower See. Ab dort gibt es Hinweisschilder, die Sie zur Waldschule führen.  

    Wer aus dem Norden anreist, gelangt über Lieberose auf der B 320 Richtung Guben, ebenfalls zum Ort Pinnow. Dort biegen Sie rechts ab und folgen ebenso der Beschilderung zum Pinnower See und dann weiter zur Waldschule Kleinsee.

    Wer seinen Waldschulbesuch mit einem Waldspaziergang verbinden möchte, dem bietet sich die Möglichkeit, sein Fahrzeug an der L 50, nach dem Ort Tauer (3 Kilometer) auf Höhe des Hinweisschildes „Waldschule Kleinsee – Wanderweg“ abzustellen und sich auf Schusters Rappen oder mit dem Fahrrad auf den Weg zur Waldschule zu machen. Der Wanderweg hat eine Länge von knapp 2 Kilometer.


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  • Geschichte der Waldschule

    Der mündlichen Überlieferung nach wurde während der Regierungszeit König Friedrich II in Preußen (1740-1786) am Kleinsee ein Quartier für Wolfsjäger eingerichtet. Diese Version ist glaubhaft, da der Wolf in der damaligen Zeit noch in der Tauerschen Heide vorkam.

    Ein erfolgreicher Wolfsjäger war der Förster Lampmann aus Tauer, der 1762 seinen ersten und danach noch zahlreiche Wölfe schoss oder im Fangeisen erbeutete. Die letzten Wölfe wurden 1818 bei Drewitz und am 21.01.1844 bei Fehrow erlegt. Seitdem wurden in der hiesigen Gegend keine Wölfe mehr gesichtet.

    Sicher war das Haus am Kleinsee seit zirka 200 Jahren Wohn- und Dienstsitz von Waldläufern, Förstern und Revierförstern im Belauf, Schutzbezirk und Revier Kleinsee. Im Jahre 1937 wurde das Revier Kleinsee vom Revierförster Oskar Trippens betreut. Der letzte ständige Bewohner war im Jahre 1951 der Revierförster Kautschor. Zur damaligen Zeit verstärkten sich militärische Übungen der Sowjetarmee in und um den Kleinsee. Dies ist auch der Grund, weshalb das Forsthaus Kleinsee seit dieser Zeit nicht mehr bewohnt wurde.

    Bis zum Jahre 1989 diente das Forsthaus als Schulungs- und Erholungsobjekt für die Transportpolizei. Im Jahre 1990 wurde das Forsthaus Kleinsee wieder Eigentum der Landesforstverwaltung und wird vom Landesbetrieb Forst Brandenburg, Oberförsterei Cottbus verwaltet. Mit dem Schuljahr 1992 begann in den Monaten Mai bis September der Betrieb der Waldschule Kleinsee in Form von Lehrwanderungen für Schüler, einschließlich der Imbissversorgung.

    Am 2002 wurde eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Waldpädagogik zwischen der Regionaldirektion der Staatlichen Wälder in Zielona Gora (Polen) und dem Amt für Forstwirtschaft Peitz (Brandenburg) abgeschlossen, mit dem Ziel, eine engere Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Waldpädagogik aufzubauen. Damit kommt der Waldschule Kleinsee die Bedeutung eines länderübergreifenden Kooperationszentrums für die waldpädagogische Arbeit zu.

    Umfangreiche Aus- und Umbauarbeiten an den Gebäuden wurden 2005 abgeschlossen.

    Der mündlichen Überlieferung nach wurde während der Regierungszeit König Friedrich II in Preußen (1740-1786) am Kleinsee ein Quartier für Wolfsjäger eingerichtet. Diese Version ist glaubhaft, da der Wolf in der damaligen Zeit noch in der Tauerschen Heide vorkam.

    Ein erfolgreicher Wolfsjäger war der Förster Lampmann aus Tauer, der 1762 seinen ersten und danach noch zahlreiche Wölfe schoss oder im Fangeisen erbeutete. Die letzten Wölfe wurden 1818 bei Drewitz und am 21.01.1844 bei Fehrow erlegt. Seitdem wurden in der hiesigen Gegend keine Wölfe mehr gesichtet.

    Sicher war das Haus am Kleinsee seit zirka 200 Jahren Wohn- und Dienstsitz von Waldläufern, Förstern und Revierförstern im Belauf, Schutzbezirk und Revier Kleinsee. Im Jahre 1937 wurde das Revier Kleinsee vom Revierförster Oskar Trippens betreut. Der letzte ständige Bewohner war im Jahre 1951 der Revierförster Kautschor. Zur damaligen Zeit verstärkten sich militärische Übungen der Sowjetarmee in und um den Kleinsee. Dies ist auch der Grund, weshalb das Forsthaus Kleinsee seit dieser Zeit nicht mehr bewohnt wurde.

    Bis zum Jahre 1989 diente das Forsthaus als Schulungs- und Erholungsobjekt für die Transportpolizei. Im Jahre 1990 wurde das Forsthaus Kleinsee wieder Eigentum der Landesforstverwaltung und wird vom Landesbetrieb Forst Brandenburg, Oberförsterei Cottbus verwaltet. Mit dem Schuljahr 1992 begann in den Monaten Mai bis September der Betrieb der Waldschule Kleinsee in Form von Lehrwanderungen für Schüler, einschließlich der Imbissversorgung.

    Am 2002 wurde eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Waldpädagogik zwischen der Regionaldirektion der Staatlichen Wälder in Zielona Gora (Polen) und dem Amt für Forstwirtschaft Peitz (Brandenburg) abgeschlossen, mit dem Ziel, eine engere Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Waldpädagogik aufzubauen. Damit kommt der Waldschule Kleinsee die Bedeutung eines länderübergreifenden Kooperationszentrums für die waldpädagogische Arbeit zu.

    Umfangreiche Aus- und Umbauarbeiten an den Gebäuden wurden 2005 abgeschlossen.

Kontakt

Standort:
Oberförsterei Cottbus
Zusatzname 1:
Waldschule Kleinsee
Straße:
Kolonie Kleinsee Nr. 1
PLZ Ort:
03197 Jänschwalde OT Drewitz
Ansprechpartner:
Alf Pommerenke
Position:
Leiter
E-Mail:
waldschule.kleinsee@­lfb.brandenburg.de
Telefon:
+49 35691 4223
Fax:
+49 35691 60807
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