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Projekt ALBA

Die langfristigen, unter anderen durch den Klimawandel herbeigeführten Veränderungen in der Baumartenzusammensetzung in unseren Wäldern sind nicht in Gänze vorhersehbar. Um die forstlichen Handlungsspielräume zu erweitern, hat der Landesforstbetrieb Brandenburg mehrere Projekte innerhalb des Themenbereichs „Alternative Baumarten“ (ALBA) ins Leben gerufen. Dazu gehören die Landeswaldintensivflächen (LIF), die Praxisanbauversuche (PAV) und das ALBAretum.

Entstehung und wissenschaftlicher Rahmen

Als Resultat eines Arbeitsauftrags der Waldbaureferenten des Bundes und der Länder an die interne Arbeitsgruppe „Forstliche Genressourcen und Forstsaatgutrecht“ entstanden 2021 eine Kategorisierung der für Deutschland relevanten Baumarten und ein Versuchsanlagenkonzept. Von den ursprünglich 101 in Frage kommenden Baumarten wurden neun als relevant für intensivere Untersuchungen erachtet. Bei der Priorisierung spielten u. a. folgende Kriterien eine Rolle:

  • Die Baumarten müssen ein Ersatz- oder Ergänzungspotenzial für gefährdete (Haupt-) Baumarten aufweisen.
  • Für die Baumarten besteht (bundesweit) ein erhöhter Forschungsbedarf (Herkunftswahl und Anbaueignung).

Für Brandenburg wurden im nächsten Schritt die folgenden sechs Baumarten ausgewählt und im landeseigenen Konzept integriert.

Art Ersatzpotential Ergänzungspotential
Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana) Fichte/ Weiß-Tanne Weiß-Tanne
Baum-Hasel (Corylus colurna) Rot-Buche / Trauben-Eiche
Hainbuche (Carpinus betulus) Rot-Buche Trauben-Eiche
Orient-Buche (Fagus orientalis) Rot-Buche Trauben-Eiche
Schwarz-Kiefer (Pinus nigra ssp. laricio) Kiefer
Zerr-Eiche (Quercus cerris) Trauben-Eiche

Die langfristigen, unter anderen durch den Klimawandel herbeigeführten Veränderungen in der Baumartenzusammensetzung in unseren Wäldern sind nicht in Gänze vorhersehbar. Um die forstlichen Handlungsspielräume zu erweitern, hat der Landesforstbetrieb Brandenburg mehrere Projekte innerhalb des Themenbereichs „Alternative Baumarten“ (ALBA) ins Leben gerufen. Dazu gehören die Landeswaldintensivflächen (LIF), die Praxisanbauversuche (PAV) und das ALBAretum.

Entstehung und wissenschaftlicher Rahmen

Als Resultat eines Arbeitsauftrags der Waldbaureferenten des Bundes und der Länder an die interne Arbeitsgruppe „Forstliche Genressourcen und Forstsaatgutrecht“ entstanden 2021 eine Kategorisierung der für Deutschland relevanten Baumarten und ein Versuchsanlagenkonzept. Von den ursprünglich 101 in Frage kommenden Baumarten wurden neun als relevant für intensivere Untersuchungen erachtet. Bei der Priorisierung spielten u. a. folgende Kriterien eine Rolle:

  • Die Baumarten müssen ein Ersatz- oder Ergänzungspotenzial für gefährdete (Haupt-) Baumarten aufweisen.
  • Für die Baumarten besteht (bundesweit) ein erhöhter Forschungsbedarf (Herkunftswahl und Anbaueignung).

Für Brandenburg wurden im nächsten Schritt die folgenden sechs Baumarten ausgewählt und im landeseigenen Konzept integriert.

Art Ersatzpotential Ergänzungspotential
Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana) Fichte/ Weiß-Tanne Weiß-Tanne
Baum-Hasel (Corylus colurna) Rot-Buche / Trauben-Eiche
Hainbuche (Carpinus betulus) Rot-Buche Trauben-Eiche
Orient-Buche (Fagus orientalis) Rot-Buche Trauben-Eiche
Schwarz-Kiefer (Pinus nigra ssp. laricio) Kiefer
Zerr-Eiche (Quercus cerris) Trauben-Eiche

ALBAretum

*Mischung aus der Abkürzung für ALternative BAumarten und Arboretum (Sammlung verschiedenartiger, oft auch exotischer Gehölze)

Durch einen Beitrag zum ALBAretum können Waldverantwortliche in Brandenburg Teil der Erforschung Alternativer Baumarten werden: Über einen Fragebogen im Internet können Waldbesitzende über entsprechende Vorkommen in ihrem Wald informieren. Viele der Baumarten, die in den letzten Jahrzehnten nicht im Fokus von wissenschaftlichen Anbauversuchen waren, wurden bereits an der einen oder anderen Stelle von Waldinteressierten aller Besitzarten gepflanzt.

Wie wachsen diese Bäume in Brandenburg? Wie kommen sie mit den häufigeren Klimaextremen zurecht? Dieser Erfahrungsschatz kann uns im besten Fall helfen in Zukunft Fehler zu vermeiden oder den wissenschaftlichen Fokus auf neue Fragestellungen zu lenken.
ALBAretum | Forst Brandenburg

ALBAretum

*Mischung aus der Abkürzung für ALternative BAumarten und Arboretum (Sammlung verschiedenartiger, oft auch exotischer Gehölze)

Durch einen Beitrag zum ALBAretum können Waldverantwortliche in Brandenburg Teil der Erforschung Alternativer Baumarten werden: Über einen Fragebogen im Internet können Waldbesitzende über entsprechende Vorkommen in ihrem Wald informieren. Viele der Baumarten, die in den letzten Jahrzehnten nicht im Fokus von wissenschaftlichen Anbauversuchen waren, wurden bereits an der einen oder anderen Stelle von Waldinteressierten aller Besitzarten gepflanzt.

Wie wachsen diese Bäume in Brandenburg? Wie kommen sie mit den häufigeren Klimaextremen zurecht? Dieser Erfahrungsschatz kann uns im besten Fall helfen in Zukunft Fehler zu vermeiden oder den wissenschaftlichen Fokus auf neue Fragestellungen zu lenken.
ALBAretum | Forst Brandenburg

Praxisanbauversuche ALBA PAV

Die Praxisanbauversuche (PAV) starten in naher Zukunft nahezu jedem Landeswaldrevier. Anhand der Versuchsflächen werden Informationen zur Toleranz der Baumarten gegenüber einem breiten Spektrum an Standorteigenschaften getestet. Auf den Flächen mit ähnlichem Forschungsdesign und einer Größe von jeweils 1-2 ha werden Pflanzen aus einer Auswahl von 12 Nadel- und 22 Laubbaumarten sowie heimische Baumarten als Referenz gepflanzt. Die PAV sollen zukünftig auch auf Kleinstflächen im Privat- und Kommunalwald gefördert werden, sobald die rechtlichen Grundlagen dafür vorliegen.

Praxisanbauversuche ALBA PAV

Die Praxisanbauversuche (PAV) starten in naher Zukunft nahezu jedem Landeswaldrevier. Anhand der Versuchsflächen werden Informationen zur Toleranz der Baumarten gegenüber einem breiten Spektrum an Standorteigenschaften getestet. Auf den Flächen mit ähnlichem Forschungsdesign und einer Größe von jeweils 1-2 ha werden Pflanzen aus einer Auswahl von 12 Nadel- und 22 Laubbaumarten sowie heimische Baumarten als Referenz gepflanzt. Die PAV sollen zukünftig auch auf Kleinstflächen im Privat- und Kommunalwald gefördert werden, sobald die rechtlichen Grundlagen dafür vorliegen.

Weitere Informationen

Auch im Privat- und Kommunalwald sollen Praxisanbauversuche (PAV) als geförderte Kleinstflächen bis zu einem Hektar entstehen. Die Grundlagen dieses Konzeptes finden sich ebenfalls imoben genannten Brandenburger Versuchskonzept für Alternativbaumarten.
Hier spielen die erhofften Informationen zur Stresstoleranz der Baumarten vor dem Hintergrund einer breiteren Standortvariabilität eine größere Rolle. Zur Auswahl stehen 12 Nadel- und 22 Laubbaumarten sowie die heimischen Referenzbaumarten in drei Kategorien (siehe Tabelle unten).
In der Kategorie 1 befinden sich Baumarten, zu denen bereits erste Anbauerfahrungen im nordostdeutschen Tiefland vorliegen. In der Kategorie 2 finden sich Baumarten, für die noch wenig Hinweise zur Anbauwürdigkeit existieren. Zur dritten Kategorie gehören die heimischen Referenzbaumarten. Sie werden jeder Fläche über die Parameter Klimafeuchte, Wasserhaushalt und Nährkraft entsprechend der Baumartenmischungstabelle (MLUK, 2022) individuell zugeordnet.
Den Kategorien sind maximale Flächenprozente zugewiesen worden, wobei die Mindestgröße 0,2 Hektar und die Maximalgröße 1,0 Hektar beträgt. Jeder PAV besteht aus drei Teilflächen. Die Anteile der Teilflächen I (Bäume aus Kategorie 1), II (Bäume aus Kategorie 2) und III (Bäume aus Kategorie 3) sind im Verhältnis 40 %: 30 % : 30 % anzulegen. Es muss ein Laubbaumanteil von 30 % auf den Flächen gewährleistet sein.
Auch auf den PAV wird ein vom LFE gesteuertes Monitoring erfolgen.

Kategorie 1

- Küsten-Tanne (Abies grandis)
- Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana)
- Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
- Moor-Birke (Betula pubescens)
- Hainbuche (Carpinus betulus)
- Hickory (Carya ovata)
- Edel-Kastanie (Castanea sativa) 
- Baum-Hasel (Corylus colurna)
- Orient-Buche (Fagus orientalis)
- Schwarz-Nuss (Juglans nigra)
- Schwarz-Kiefer ((Pinus nigra)
- Zerr-Eiche (Quercus cerris)
- Ungarische Eiche (Quercus frainetto)
- Elsbeere (Sorbus torminalis)
- Gemeine Eibe (Taxus baccata)
- Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata)
- Winter-Linde (Tilia cordata)
- Sommer-Linde (Tilia platyphyllos)
- Weiß-Rüster, Flatter-Ulme (Ulmus laevis)

Kategorie 2

- Feld-Ahorn (Acer campestre)
Bulgarische Tanne (Abies borisii-regis)
- Türkische Tanne (Abies bornmuelleriana)
- Spanische Tanne (Abies pinsapo)
- Lindenblättrige Birke (Betula maximowicziana)
- Atlas-Zeder (Cedrus atlantica)
- Walnuss (Juglans regia)
- Wild-Apfel (Malus sylvestris)
- Flaum-Eiche (Quercus pubescens)
- Berg-Rüster, Berg-Ulme (Ulmus glabra)
-  Feld-Rüster, Feld-Ulme (Ulmus minor)

Referenzbaumarten

- Weiß-Tanne (Abies alba)
- Rot-Buche (Fagus sylvatica)
- Kiefer (Pinus sylvestris)
- Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
- Trauben-Eiche (Quercus petraea)
- Stiel-Eiche (Quercus robur)
- Rot-Eiche (Quercus rubra)

Auch im Privat- und Kommunalwald sollen Praxisanbauversuche (PAV) als geförderte Kleinstflächen bis zu einem Hektar entstehen. Die Grundlagen dieses Konzeptes finden sich ebenfalls imoben genannten Brandenburger Versuchskonzept für Alternativbaumarten.
Hier spielen die erhofften Informationen zur Stresstoleranz der Baumarten vor dem Hintergrund einer breiteren Standortvariabilität eine größere Rolle. Zur Auswahl stehen 12 Nadel- und 22 Laubbaumarten sowie die heimischen Referenzbaumarten in drei Kategorien (siehe Tabelle unten).
In der Kategorie 1 befinden sich Baumarten, zu denen bereits erste Anbauerfahrungen im nordostdeutschen Tiefland vorliegen. In der Kategorie 2 finden sich Baumarten, für die noch wenig Hinweise zur Anbauwürdigkeit existieren. Zur dritten Kategorie gehören die heimischen Referenzbaumarten. Sie werden jeder Fläche über die Parameter Klimafeuchte, Wasserhaushalt und Nährkraft entsprechend der Baumartenmischungstabelle (MLUK, 2022) individuell zugeordnet.
Den Kategorien sind maximale Flächenprozente zugewiesen worden, wobei die Mindestgröße 0,2 Hektar und die Maximalgröße 1,0 Hektar beträgt. Jeder PAV besteht aus drei Teilflächen. Die Anteile der Teilflächen I (Bäume aus Kategorie 1), II (Bäume aus Kategorie 2) und III (Bäume aus Kategorie 3) sind im Verhältnis 40 %: 30 % : 30 % anzulegen. Es muss ein Laubbaumanteil von 30 % auf den Flächen gewährleistet sein.
Auch auf den PAV wird ein vom LFE gesteuertes Monitoring erfolgen.

Kategorie 1

- Küsten-Tanne (Abies grandis)
- Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana)
- Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
- Moor-Birke (Betula pubescens)
- Hainbuche (Carpinus betulus)
- Hickory (Carya ovata)
- Edel-Kastanie (Castanea sativa) 
- Baum-Hasel (Corylus colurna)
- Orient-Buche (Fagus orientalis)
- Schwarz-Nuss (Juglans nigra)
- Schwarz-Kiefer ((Pinus nigra)
- Zerr-Eiche (Quercus cerris)
- Ungarische Eiche (Quercus frainetto)
- Elsbeere (Sorbus torminalis)
- Gemeine Eibe (Taxus baccata)
- Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata)
- Winter-Linde (Tilia cordata)
- Sommer-Linde (Tilia platyphyllos)
- Weiß-Rüster, Flatter-Ulme (Ulmus laevis)

Kategorie 2

- Feld-Ahorn (Acer campestre)
Bulgarische Tanne (Abies borisii-regis)
- Türkische Tanne (Abies bornmuelleriana)
- Spanische Tanne (Abies pinsapo)
- Lindenblättrige Birke (Betula maximowicziana)
- Atlas-Zeder (Cedrus atlantica)
- Walnuss (Juglans regia)
- Wild-Apfel (Malus sylvestris)
- Flaum-Eiche (Quercus pubescens)
- Berg-Rüster, Berg-Ulme (Ulmus glabra)
-  Feld-Rüster, Feld-Ulme (Ulmus minor)

Referenzbaumarten

- Weiß-Tanne (Abies alba)
- Rot-Buche (Fagus sylvatica)
- Kiefer (Pinus sylvestris)
- Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
- Trauben-Eiche (Quercus petraea)
- Stiel-Eiche (Quercus robur)
- Rot-Eiche (Quercus rubra)

ALBA-Landeswald-Intensivflächen (LIF)

Auf zwei Versuchsflächenstandorten mit unterschiedlichen standörtlichen Bedingungen (in Nord- und Südbrandenburg) werden auf der locker mit Kiefern-Altbeständen überschirmten Fläche Alternative Baumarten gepflanzt und ein Monitoring-System etabliert. Die Saatgutbestände für die jeweils 10 Hektar großen Versuchsflächen sind ausgesucht und das erste Saatgut wurde erworben. Ab dem Herbst 2025 starten die Versuche mit den ersten Herkünften von:

  • Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Baum-Hasel (Corylus colurna)
  • Orient-Buche (Fagus orientalis)
  • Schwarz-Kiefer (Pinus nigra)
  • Zerr-Eiche (Quercus cerris)

ALBA-Landeswald-Intensivflächen (LIF)

Auf zwei Versuchsflächenstandorten mit unterschiedlichen standörtlichen Bedingungen (in Nord- und Südbrandenburg) werden auf der locker mit Kiefern-Altbeständen überschirmten Fläche Alternative Baumarten gepflanzt und ein Monitoring-System etabliert. Die Saatgutbestände für die jeweils 10 Hektar großen Versuchsflächen sind ausgesucht und das erste Saatgut wurde erworben. Ab dem Herbst 2025 starten die Versuche mit den ersten Herkünften von:

  • Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Baum-Hasel (Corylus colurna)
  • Orient-Buche (Fagus orientalis)
  • Schwarz-Kiefer (Pinus nigra)
  • Zerr-Eiche (Quercus cerris)

Weitere Informationen

In Zusammenarbeit mit den Leitern der Forstbetriebe konnten im Herbst 2024 zwei Flächen ausgewählt werden, die die Voraussetzungen bestmöglich erfüllen:

Forstbetrieb Steinförde, Revier Woblitz:

  • Klimafeuchtestufe feucht
  • Jahresmitteltemperatur 8,3 Grad Celsius
  • Jahresniederschlag 581 mm
  • M2-Standort
  • Alter des Kiefern-Oberstands 97 Jahre

 Forstbetrieb Lübben, Revier Rochau:

  • Klimafeuchtestufe mäßig feucht
  • Jahresmitteltemperatur 8,6 Grad Celsius
  • Jahresniederschlag 584 mm
  • M2-Standort
  • Alter des Kiefern-Oberstands 72 Jahre

 Beide Forstorte bieten zusammenhängende Flächen von über 10 Hektar, befinden sich noch nicht in einer Waldumbauphase und sind nach dem vorbereitenden Pflegeeingriff locker überschirmt (Bestockungsgrad ca. 0,6).

Versuchsaufbau

Auf beiden Flächen entstehen in den nächsten Jahren in einer randomisierten Blockanlage bis zu 90 Parzellen mit jeweils 0,1 ha Fläche. Für jede Baumart sollen 5 Herkünfte mit jeweils 3 Wiederholungen ausgebracht werden. Parallel dazu werden die einheimischen Referenzbaumarten (Kiefer, Buche und Eiche) mit jeweils 3 Wiederholungen gepflanzt. In den nächsten Jahren werden mit unterschiedlichen Aufnahmeintervallen Zielgrößen wie Mortalität, Vitalität, biotische Schäden, Wuchsleistung und Austriebsphänologie aufgenommen. Nach der Auswertung der Projekt-Zielstellung in 15 Jahren können die Versuchsflächen für weitere Untersuchungen oder für potenzielle Saatgutquellen umgewidmet werden.

In Zusammenarbeit mit den Leitern der Forstbetriebe konnten im Herbst 2024 zwei Flächen ausgewählt werden, die die Voraussetzungen bestmöglich erfüllen:

Forstbetrieb Steinförde, Revier Woblitz:

  • Klimafeuchtestufe feucht
  • Jahresmitteltemperatur 8,3 Grad Celsius
  • Jahresniederschlag 581 mm
  • M2-Standort
  • Alter des Kiefern-Oberstands 97 Jahre

 Forstbetrieb Lübben, Revier Rochau:

  • Klimafeuchtestufe mäßig feucht
  • Jahresmitteltemperatur 8,6 Grad Celsius
  • Jahresniederschlag 584 mm
  • M2-Standort
  • Alter des Kiefern-Oberstands 72 Jahre

 Beide Forstorte bieten zusammenhängende Flächen von über 10 Hektar, befinden sich noch nicht in einer Waldumbauphase und sind nach dem vorbereitenden Pflegeeingriff locker überschirmt (Bestockungsgrad ca. 0,6).

Versuchsaufbau

Auf beiden Flächen entstehen in den nächsten Jahren in einer randomisierten Blockanlage bis zu 90 Parzellen mit jeweils 0,1 ha Fläche. Für jede Baumart sollen 5 Herkünfte mit jeweils 3 Wiederholungen ausgebracht werden. Parallel dazu werden die einheimischen Referenzbaumarten (Kiefer, Buche und Eiche) mit jeweils 3 Wiederholungen gepflanzt. In den nächsten Jahren werden mit unterschiedlichen Aufnahmeintervallen Zielgrößen wie Mortalität, Vitalität, biotische Schäden, Wuchsleistung und Austriebsphänologie aufgenommen. Nach der Auswertung der Projekt-Zielstellung in 15 Jahren können die Versuchsflächen für weitere Untersuchungen oder für potenzielle Saatgutquellen umgewidmet werden.