Waldumbau
Warum Brandenburgs Wälder vielfältiger werden müssen
Der Landesbetrieb Forst Brandenburg baut die Wälder um. Das Ziel: Mehr Vielfalt. Aus reinen Kiefernwäldern sollen natürliche Mischwälder werden.
So funktioniert der Waldumbau:
- Mischwald fördern: Unter alten Kiefern werden junge Laubbäume gepflanzt.
- Natur verjüngen: Baumsamen dürfen ganz natürlich zu neuen Bäumen heranwachsen.
- Schutz vor Wildtieren: Durch die Jagd können mehr junge Bäume aufwachsen.
- Lebendige Waldränder: Am Übergang zu Feldern werden verschiedene Bäume und Sträucher gepflanzt.
Warum Mischwälder stärker sind als ein Wald, in dem nur eine einzige Baumart wächst
- Stark gegen Krisen: Mischwälder überstehen Stürme, Waldbrände und Frost deutlich besser.
- Schutz vor Schädlingen: Insekten können sich nicht so schnell ausbreiten.
- Besseres Klima: Laubbäume halten den Boden besser feucht und den Wald im Sommer kühl.
- Gesunder Boden: Herabfallende Blätter verrotten und liefern dem Boden wertvolle Nährstoffe.
Die Bäume der Zukunft
Die Kiefer braucht Partner. In Brandenburg gibt es rund 30 heimische Baumarten. Viele davon kommen mit dem Klimawandel besser zurecht als Nadelbäume.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Linden
- Ahorn
- Hainbuchen
Die Forstwirtschaft erforscht zudem, ob auch Baumarten aus anderen Ländern helfen können.
Wirtschaftswald und Naturwald
Das ist kein Widerspruch, sondern eine Zusammenarbeit:
- Naturwälder sind geschützte Gebiete. Hier arbeitet kein Mensch. Der Wald entwickelt sich völlig frei.
- Wirtschaftswälder werden vom Menschen genutzt, um Holz zu gewinnen.
Försterinnen und Förster beobachten genau, wie sich der Naturwald von alleine hilft. Dieses Wissen nutzen sie, um den Wirtschaftswald optimal zu pflegen.