Bewirtschaftung des Landeswaldes

Die Bewirtschaftung des Landeswaldes ist im besonderen Maße dem Allgemeinwohl verpflichtet. Die strategischen Ziele und Bewirtschaftungsgrundsätze für den Landeswald Brandenburgs sind in der Waldvision 2030 fixiert. Sie ist Richtschnur zur Absicherung und weiteren Verbesserung der Schutz- und Erholungsfunktionen des Brandenburger Landeswaldes. Neben diesen primären Zielen soll auch das ökonomische Potenzial des Landeswaldes genutzt und weiter verbessert werden.

  • Waldumbau

    Waldumbau bedeutet, dass reine Nadelbaumbestände durch das Pflanzen oder die Unterstützung der natürlichen Verjüngung von Laubbäumen in Mischbestände oder reine Laubbestände umgewandelt werden. Dadurch wird der Wald artenreicher, naturnäher und stabiler gegenüber Schadeinflüssen. In den letzten Jahren wurden im Landeswald viele tausend Hektar Nadelbaumreinbestände auf diese Weise umgebaut. Nach und nach sinkt der Anteil der Kiefernreinbestände im Landeswald.

    Waldumbau bedeutet, dass reine Nadelbaumbestände durch das Pflanzen oder die Unterstützung der natürlichen Verjüngung von Laubbäumen in Mischbestände oder reine Laubbestände umgewandelt werden. Dadurch wird der Wald artenreicher, naturnäher und stabiler gegenüber Schadeinflüssen. In den letzten Jahren wurden im Landeswald viele tausend Hektar Nadelbaumreinbestände auf diese Weise umgebaut. Nach und nach sinkt der Anteil der Kiefernreinbestände im Landeswald.

  • Waldpflege

    Auch die Waldpflege nimmt einen großen Anteil bei der Bewirtschaftung des Landeswaldes ein. Waldpflege bedeutet, dass durch die Ernte von qualitativ schlechteren Bäumen den besseren Bäumen die Möglichkeit gegeben wird, sich weiter besser zu entwickeln. Dadurch steigt die Qualität des Holzes im Wald und der Wald wird wertvoller. Derzeit werden etwa 90 Prozent der Bestände des Landeswaldes als "mit der Pflege auf dem Laufenden" eingeschätzt.

    Waldpflege bedeutet auch Holzproduktion. So wird einer der ökologischsten Rohstoffe der Welt bereitgestellt. Durch die Nutzung des Rohstoffs Holz wird der Verbrauch von fossilen Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas und Kohle vermindert. Und hier macht Wald im wahrsten Sinne des Wortes Arbeit. Denn nicht nur die Bewirtschaftung des Waldes schafft Arbeitsplätze. Auch der Transport, die Weiterverarbeitung und die Veredelung des Holzes sichern Arbeit. Allein in der Region Berlin-Brandenburg sind etwa 15.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Holz als Rohstoff abhängig.

    Auch die Waldpflege nimmt einen großen Anteil bei der Bewirtschaftung des Landeswaldes ein. Waldpflege bedeutet, dass durch die Ernte von qualitativ schlechteren Bäumen den besseren Bäumen die Möglichkeit gegeben wird, sich weiter besser zu entwickeln. Dadurch steigt die Qualität des Holzes im Wald und der Wald wird wertvoller. Derzeit werden etwa 90 Prozent der Bestände des Landeswaldes als "mit der Pflege auf dem Laufenden" eingeschätzt.

    Waldpflege bedeutet auch Holzproduktion. So wird einer der ökologischsten Rohstoffe der Welt bereitgestellt. Durch die Nutzung des Rohstoffs Holz wird der Verbrauch von fossilen Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas und Kohle vermindert. Und hier macht Wald im wahrsten Sinne des Wortes Arbeit. Denn nicht nur die Bewirtschaftung des Waldes schafft Arbeitsplätze. Auch der Transport, die Weiterverarbeitung und die Veredelung des Holzes sichern Arbeit. Allein in der Region Berlin-Brandenburg sind etwa 15.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Holz als Rohstoff abhängig.

  • Waldvision 2030

    Auszüge der Grundsätze Landeswaldbewirtschaftung in der „Waldvision 2030“
    Wald erhält Struktur

    Stabilität und Elastizität der Wälder sollen durch Erhalt und Verbesserung der Waldstrukturen und durch Sicherung der biologischen Vielfalt als Voraussetzung nachhaltig gesicherter Waldfunktionen gewährleistet werden.

    Boden begründet Leben

    Die Grundlage eines stabilen und produktiven Waldes ist die Bewahrung beziehungsweise Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit der Waldböden.

    Holz schöpft Werte

    Die Wirtschaftsziele sind im Landeswald unter Beachtung der ökologischen Gegebenheiten und unter Wahrung des ökonomischen Prinzips zu erreichen. Natürliche Prozesse zur Erreichung der Wirtschaftsziele sind konsequent zu nutzen und zu fördern.

    Natur verdient Schutz

    Die Belange des Naturschutzes werden in die naturnahe und standortgerechte Bewirtschaftung des Landeswaldes in besonderem Maße integriert. Die Lebensräume der einheimischen Tier- und Pflanzenarten werden im Landeswald gesichert, entwickelt und, womöglich, wieder hergestellt. Hierzu gehören die Regelungen zum Erhalt von Biotopbäumen und Totholz. Ein Teil der Landeswaldfläche ist in Naturwaldreservaten und in Wildnisgebieten der ungestörten Entwicklung überlassen. In anderen Waldflächen unterstützt der LFB den Erhalt von Lebensräumen besonderer Arten, wie Auerhuhn, Kreuzotter, Schreiadler, Schwarzstorch oder Sumpfschildkröte durch konkrete Arten- und Biotopschutzmaßnahmen.

    Erholung sucht Ort

    Die Belange der Erholung werden in die naturnahe und standortgerechte Bewirtschaftung des Landeswaldes in besonderem Maße integriert.

    Auszüge der Grundsätze Landeswaldbewirtschaftung in der „Waldvision 2030“
    Wald erhält Struktur

    Stabilität und Elastizität der Wälder sollen durch Erhalt und Verbesserung der Waldstrukturen und durch Sicherung der biologischen Vielfalt als Voraussetzung nachhaltig gesicherter Waldfunktionen gewährleistet werden.

    Boden begründet Leben

    Die Grundlage eines stabilen und produktiven Waldes ist die Bewahrung beziehungsweise Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit der Waldböden.

    Holz schöpft Werte

    Die Wirtschaftsziele sind im Landeswald unter Beachtung der ökologischen Gegebenheiten und unter Wahrung des ökonomischen Prinzips zu erreichen. Natürliche Prozesse zur Erreichung der Wirtschaftsziele sind konsequent zu nutzen und zu fördern.

    Natur verdient Schutz

    Die Belange des Naturschutzes werden in die naturnahe und standortgerechte Bewirtschaftung des Landeswaldes in besonderem Maße integriert. Die Lebensräume der einheimischen Tier- und Pflanzenarten werden im Landeswald gesichert, entwickelt und, womöglich, wieder hergestellt. Hierzu gehören die Regelungen zum Erhalt von Biotopbäumen und Totholz. Ein Teil der Landeswaldfläche ist in Naturwaldreservaten und in Wildnisgebieten der ungestörten Entwicklung überlassen. In anderen Waldflächen unterstützt der LFB den Erhalt von Lebensräumen besonderer Arten, wie Auerhuhn, Kreuzotter, Schreiadler, Schwarzstorch oder Sumpfschildkröte durch konkrete Arten- und Biotopschutzmaßnahmen.

    Erholung sucht Ort

    Die Belange der Erholung werden in die naturnahe und standortgerechte Bewirtschaftung des Landeswaldes in besonderem Maße integriert.

  • PEFC-zertifizierter Landeswald

    Der gesamte Landeswald Brandenburgs ist zertifiziert. Das bedeutet, die Bewirtschaftung ist den strengen Grundsätzen des paneuropäischen Zertifikats PEFC und auf rund 10.000 Hektar zusätzlich denen des FSC unterworfen. Diese Standards umfassen nicht nur Regeln zur direkten Wirtschaftstätigkeit, wie dem Verbot von Kahlschlägen und dem Einsatz von Pflanzenschutz- bzw. Düngemitteln. Auch der Einsatz von qualifizierten Unternehmern, die ausreichende Ausstattung des Waldes mit Biotopholz und Regelungen zur Reinhaltung des Grundwassers sind hier festgeschrieben.

    Jährliche Stichproben
    Ob in der forstlichen Praxis die Standards nach PEFC eingehalten werden, überprüfen unabhängige Experten vor Ort. Bei den jährlichen Audits durch die Zertifizierungsstelle werden Waldbesitzer nach dem Zufallsprinzip ausgesucht. Neben der Einsichtnahme aller relevanten Dokumente überprüfen die Auditoren im Wald anhand einer Checkliste die Einhaltung der PEFC-Standards. Die zur Prüfung anstehenden Flächen wählt der Auditor aus.

    Im abschließenden Bericht sind die Qualität der Bewirtschaftung und mögliche Abweichungen dokumentiert. Schwerwiegenden Abweichungen können zum Entzug des Zertifikats führen.

    Der gesamte Landeswald Brandenburgs ist zertifiziert. Das bedeutet, die Bewirtschaftung ist den strengen Grundsätzen des paneuropäischen Zertifikats PEFC und auf rund 10.000 Hektar zusätzlich denen des FSC unterworfen. Diese Standards umfassen nicht nur Regeln zur direkten Wirtschaftstätigkeit, wie dem Verbot von Kahlschlägen und dem Einsatz von Pflanzenschutz- bzw. Düngemitteln. Auch der Einsatz von qualifizierten Unternehmern, die ausreichende Ausstattung des Waldes mit Biotopholz und Regelungen zur Reinhaltung des Grundwassers sind hier festgeschrieben.

    Jährliche Stichproben
    Ob in der forstlichen Praxis die Standards nach PEFC eingehalten werden, überprüfen unabhängige Experten vor Ort. Bei den jährlichen Audits durch die Zertifizierungsstelle werden Waldbesitzer nach dem Zufallsprinzip ausgesucht. Neben der Einsichtnahme aller relevanten Dokumente überprüfen die Auditoren im Wald anhand einer Checkliste die Einhaltung der PEFC-Standards. Die zur Prüfung anstehenden Flächen wählt der Auditor aus.

    Im abschließenden Bericht sind die Qualität der Bewirtschaftung und mögliche Abweichungen dokumentiert. Schwerwiegenden Abweichungen können zum Entzug des Zertifikats führen.

    Kontakt

    Ansprechpartner:
    Claus-Rüdiger Seliger
    E-Mail:
    claus-ruediger.seliger@­lfb.brandenburg.de
    Telefon:
    +49 33671 2105

  • Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete

    EU-Logo ELER PNG

    Förderung forstlicher Vorhaben im Landeswald
    Per 01.01.2019 wurde die für den Landeswald überarbeitete ELER - Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft zur Umsetzung von forstwirtschaftlichen Vorhaben des Landesbetriebs Forst Brandenburg durch die zuständige Staatsekretärin Frau Dr. Carolin Schilde unterschrieben und in Kraft gesetzt.

    Die Verwaltungsvorschrift unterstützt die Finanzierung bestimmter forstlicher Vorhaben zur Erhaltung der Kulturlandschaft und der Wälder, der damit zusammenhängenden biologischen Vielfalt sowie der nachhaltigen Bewirtschaftung bewaldeter Flächen.

    Bewirtschaftung und Verjüngung des Landeswalds zielen mit der Umstellung auf naturnahe Waldwirtschaft unter anderem auf eine größere Stabilität und Standortgerechtigkeit unter Berücksichtigung der ökologischen und ökonomischen Leistungsfähigkeit sowie des Klimawandels. Ein Teil der dazu dienenden Maßnahmen wird vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) kofinanziert. Gleiches gilt für die Vorbeugung und Bekämpfung von Waldschäden vorbeugenden Maßnahmen, insbesondere zur Verringerung der Waldbrandgefährdung, zur Verbesserung der Voraussetzungen für die Waldbrandbekämpfung sowie zur Überwachung von Forstschädlingen. Die dem vorbeugenden Waldbrandschutz und der Waldbrandbekämpfung dienende Instandsetzung von Wegen, Furten, Durchlässen und Brücken, die Teil des Waldschutzplanes sind, sowie Investitionen für Waldbrandschutzriegelsysteme können seit 2019 ebenfalls nach ELER gefördert werden.

    Seit die Verwaltungsvorschrift für die Förderung im Landeswald am 01.04.2017 in Kraft getreten ist, wurden dem Landesbetrieb Forst Brandenburg für den Waldumbau von 509 Hektar, für Kulturpflegemaßnahmen auf 243 Hektar und für  65.788 lfdm Wegebaumaßnahmen ein finanzielles Gesamtvolumen in Höhe von 1,8 Mio € bewilligt. Insgesamt sind dafür 164 Anträge durch die einzelnen Landeswaldoberförstereien bei der Bewilligungsbehörde gestellt worden.

    Europäischer Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums

    Europäische Kommission

    EU-Logo ELER PNG

    Förderung forstlicher Vorhaben im Landeswald
    Per 01.01.2019 wurde die für den Landeswald überarbeitete ELER - Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft zur Umsetzung von forstwirtschaftlichen Vorhaben des Landesbetriebs Forst Brandenburg durch die zuständige Staatsekretärin Frau Dr. Carolin Schilde unterschrieben und in Kraft gesetzt.

    Die Verwaltungsvorschrift unterstützt die Finanzierung bestimmter forstlicher Vorhaben zur Erhaltung der Kulturlandschaft und der Wälder, der damit zusammenhängenden biologischen Vielfalt sowie der nachhaltigen Bewirtschaftung bewaldeter Flächen.

    Bewirtschaftung und Verjüngung des Landeswalds zielen mit der Umstellung auf naturnahe Waldwirtschaft unter anderem auf eine größere Stabilität und Standortgerechtigkeit unter Berücksichtigung der ökologischen und ökonomischen Leistungsfähigkeit sowie des Klimawandels. Ein Teil der dazu dienenden Maßnahmen wird vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) kofinanziert. Gleiches gilt für die Vorbeugung und Bekämpfung von Waldschäden vorbeugenden Maßnahmen, insbesondere zur Verringerung der Waldbrandgefährdung, zur Verbesserung der Voraussetzungen für die Waldbrandbekämpfung sowie zur Überwachung von Forstschädlingen. Die dem vorbeugenden Waldbrandschutz und der Waldbrandbekämpfung dienende Instandsetzung von Wegen, Furten, Durchlässen und Brücken, die Teil des Waldschutzplanes sind, sowie Investitionen für Waldbrandschutzriegelsysteme können seit 2019 ebenfalls nach ELER gefördert werden.

    Seit die Verwaltungsvorschrift für die Förderung im Landeswald am 01.04.2017 in Kraft getreten ist, wurden dem Landesbetrieb Forst Brandenburg für den Waldumbau von 509 Hektar, für Kulturpflegemaßnahmen auf 243 Hektar und für  65.788 lfdm Wegebaumaßnahmen ein finanzielles Gesamtvolumen in Höhe von 1,8 Mio € bewilligt. Insgesamt sind dafür 164 Anträge durch die einzelnen Landeswaldoberförstereien bei der Bewilligungsbehörde gestellt worden.

    Europäischer Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums

    Europäische Kommission

  • Methusalemprojekt

    Mit dem sogenannten Methusalem-Projekt des LFB wurden in den letzten 15 Jahren bereits mehr als 200.000 alte Bäume dauerhaft geschützt. Das Projekt tritt nun mit der zusätzlichen Ausweisung von Biotopbaum-Arealen in seine zweite Phase. Methusalem 2.0 soll die Förderung der Biotopbäume und des Totholzes im Landeswald in den nächsten zehn Jahren durch die Einbeziehung von Baumgruppen und Arealen alter, absterbender und toter Bäume erweitern. Der LFB strebt damit eine Integration der Naturschutzbelange in die Waldbewirtschaftung an.

    Begleitend zur Biotop- und Totholzstrategie des LFB entstanden vier Imagespots. Mit der Design Akademie Berlin konnte ein innovativer Kooperationspartner gefunden werden, mit dem diese Imagespots als ein zeitgemäßes Kommunikationsinstrument erprobt wurden.

    Mit dem sogenannten Methusalem-Projekt des LFB wurden in den letzten 15 Jahren bereits mehr als 200.000 alte Bäume dauerhaft geschützt. Das Projekt tritt nun mit der zusätzlichen Ausweisung von Biotopbaum-Arealen in seine zweite Phase. Methusalem 2.0 soll die Förderung der Biotopbäume und des Totholzes im Landeswald in den nächsten zehn Jahren durch die Einbeziehung von Baumgruppen und Arealen alter, absterbender und toter Bäume erweitern. Der LFB strebt damit eine Integration der Naturschutzbelange in die Waldbewirtschaftung an.

    Begleitend zur Biotop- und Totholzstrategie des LFB entstanden vier Imagespots. Mit der Design Akademie Berlin konnte ein innovativer Kooperationspartner gefunden werden, mit dem diese Imagespots als ein zeitgemäßes Kommunikationsinstrument erprobt wurden.

    Kontakt

    Ansprechpartner:
    Ralf Böhler
    E-Mail:
    ralf.boehler2@­lfb.brandenburg.de
    Telefon:
    +49 331 97929-348

Landeswaldoberförstereien finden
Anlagen