Forstbehördliche Aufgaben

Die untere Forstbehörde erfüllt die ihr nach dem Waldgesetz des Landes Bandenburg (Paragraph 32) zugewiesenen Aufgaben. Zu den hoheitlichen gehören folgende Aufgaben:

  • Waldeigenschaft

    Was ist Wald?

    Das Vorliegen der Waldeigenschaft ist die Voraussetzung zur Anwendung des Waldgesetzes des Landes Brandenburg.
    Die Feststellung der Waldeigenschaft dient einerseits dem Schutz des Waldes und anderseits der Rechtssicherheit des Bürgers.

    Bäume sind im Land Brandenburg durch zwei sich gegenseitig „verdrängende“ Gesetze geschützt:

    1. entweder „Schutz des Baumes als Einzelindividuum“ über das Brandenburgische Naturschutzgesetz nebst, auf Basis dieses Gesetzes erlassener Baumschutzverordnungen (Baumgruppen, Baumreihen, gärtnerische Anlagen, Parks sind hierbei mit eingeschlossen)
    2. oder „Schutz der Bäume in ihrer Gesamtheit“ als Wald auf Basis des Landeswaldgesetzes (Paragraph 2 Landeswaldgesetz)

    Die Waldeigenschaft liegt vor:

    • ab 2.000 m² zusammenhängender Waldfläche,
    • Vorhandensein von Waldbäumen und ggf. Waldsträuchern, einzelne antrophogen eingebrachte Pflanzen sind unbeachtlich,
    • Flächen ohne Bäume können auch Wald sein, z.B. Schneisen Waldwege, Wildwiesen, Holzlagerplätze, Kleingewässer,
    • auf Kahlhieben, Rodungen sowie auf Waldflächen, die ohne Waldumwandlungsgenehmigung umgewandelten wurden.

    Die Waldeigenschaft ist unabhängig von:

    • Eintragungen der Nutzungsart im Kataster, Grundbuch, Waldverzeichnis etc.,
    • Art der Entstehung (Pflanzung oder Naturverjüngung),
    • Art der Bewirtschaftung (intensiv oder keine Bewirtschaftung),
    • Grenzen von Flurstücken

    Die Waldeigenschaft kann auch entstehen durch (Wegfall des Bestandsschutzes):

    • Aufgabe der Nutzung ggf. mit anschließender natürlicher Wiederbewaldung z. B. von aufgelassenen landwirtschaftlichen Flächen, „Verwilderung“ länger ungenutzter Erholungs- oder Gartengrundstücke,
    • zeitlicher Ablauf nicht in Anspruch genommener Waldumwandlungsgenehmigungen

    Auf Antrag oder von Amtswegen wird die Waldeigenschaft gemäß Paragraph 2 Landeswaldgesetz festgestellt.

    "Die Feststellung der Waldeigenschaft erfolgt gemäß Paragraph 32 Absatz 1 Ziffer 6 Landeswaldgesetz ausschließlich durch die untere Forstbehörde (Landesbetrieb Forst Brandenburg). Sie ist ein Verwaltungsakt, daraus folgend ergeht ein gebührenpflichtiger Bescheid zur Feststellung der Waldeigenschaft."

    Ein Antrag zur Feststellung der Waldeigenschaft kann formlos bei der zuständigen unteren Forstbehörde (Oberförsterei) gestellt werden, sollte allerdings folgende Angaben enthalten:

    • Gemarkung, Flur, Flurstück, Fläche
    • postalische Adresse (soweit vorhanden)
    • Kartenausschnitt (Lage, Erreichbarkeit)
    • Einwilligung des Eigentümers (soweit dieser nicht Antragsteller ist und dies im Antrag bestätig hat)
    • Kontaktdaten des Ansprechpartners wegen ggf. notwendigem Ortstermin

    Bei Unsicherheiten hinsichtlich des Vorliegens der Waldeigenschaft wird empfohlen, diese vor dem Beginn nicht forstlicher Maßnahmen im Wald (z. B. vor Baumaßnahmen) forstbehördlich feststellen zu lassen.

    Eine nachträgliche Feststellung der Waldeigenschaft, z. B. während einer Baumaßnahme, kann zu merklichen zeitlichen Verzögerungen (Nachholen des Genehmigungsverfahrens zur Waldumwandlung, Baustopp etc.) sowie zu merklichen finanziellen Belastungen, hier Verfolgung der ungenehmigten Waldumwandlung als Ordnungswidrigkeit, führen.

    Die widerrechtliche, dauerhafte oder zeitweise Beseitigung der Waldeigenschaft ist eine ungenehmigte Waldumwandlung nach § 8 Landeswaldgesetz, daraus folgend eine Ordnungswidrigkeit gemäß Paragraph 37, Absatz 1, Ziffer 1 und kann mit einem Bußgeld bis 100.000 € belegt werden.

     zu beachten:

    Der Anbau von Kulturheidelbeeren im Wald bedarf seit der Novelle des Bundeswaldgesetzes (31.7.2010) trotz anderslautender Regelungen im Landeswaldgesetz auch in Brandenburg einer Waldumwandlungsgenehmigung.

    Die bis dato in Brandenburg geltende landesrechtliche 2 Hektar Ausnahmeregelung ist über die Änderung des Bundeswaldgesetzes aufgehoben worden!

    Was ist Wald?

    Das Vorliegen der Waldeigenschaft ist die Voraussetzung zur Anwendung des Waldgesetzes des Landes Brandenburg.
    Die Feststellung der Waldeigenschaft dient einerseits dem Schutz des Waldes und anderseits der Rechtssicherheit des Bürgers.

    Bäume sind im Land Brandenburg durch zwei sich gegenseitig „verdrängende“ Gesetze geschützt:

    1. entweder „Schutz des Baumes als Einzelindividuum“ über das Brandenburgische Naturschutzgesetz nebst, auf Basis dieses Gesetzes erlassener Baumschutzverordnungen (Baumgruppen, Baumreihen, gärtnerische Anlagen, Parks sind hierbei mit eingeschlossen)
    2. oder „Schutz der Bäume in ihrer Gesamtheit“ als Wald auf Basis des Landeswaldgesetzes (Paragraph 2 Landeswaldgesetz)

    Die Waldeigenschaft liegt vor:

    • ab 2.000 m² zusammenhängender Waldfläche,
    • Vorhandensein von Waldbäumen und ggf. Waldsträuchern, einzelne antrophogen eingebrachte Pflanzen sind unbeachtlich,
    • Flächen ohne Bäume können auch Wald sein, z.B. Schneisen Waldwege, Wildwiesen, Holzlagerplätze, Kleingewässer,
    • auf Kahlhieben, Rodungen sowie auf Waldflächen, die ohne Waldumwandlungsgenehmigung umgewandelten wurden.

    Die Waldeigenschaft ist unabhängig von:

    • Eintragungen der Nutzungsart im Kataster, Grundbuch, Waldverzeichnis etc.,
    • Art der Entstehung (Pflanzung oder Naturverjüngung),
    • Art der Bewirtschaftung (intensiv oder keine Bewirtschaftung),
    • Grenzen von Flurstücken

    Die Waldeigenschaft kann auch entstehen durch (Wegfall des Bestandsschutzes):

    • Aufgabe der Nutzung ggf. mit anschließender natürlicher Wiederbewaldung z. B. von aufgelassenen landwirtschaftlichen Flächen, „Verwilderung“ länger ungenutzter Erholungs- oder Gartengrundstücke,
    • zeitlicher Ablauf nicht in Anspruch genommener Waldumwandlungsgenehmigungen

    Auf Antrag oder von Amtswegen wird die Waldeigenschaft gemäß Paragraph 2 Landeswaldgesetz festgestellt.

    "Die Feststellung der Waldeigenschaft erfolgt gemäß Paragraph 32 Absatz 1 Ziffer 6 Landeswaldgesetz ausschließlich durch die untere Forstbehörde (Landesbetrieb Forst Brandenburg). Sie ist ein Verwaltungsakt, daraus folgend ergeht ein gebührenpflichtiger Bescheid zur Feststellung der Waldeigenschaft."

    Ein Antrag zur Feststellung der Waldeigenschaft kann formlos bei der zuständigen unteren Forstbehörde (Oberförsterei) gestellt werden, sollte allerdings folgende Angaben enthalten:

    • Gemarkung, Flur, Flurstück, Fläche
    • postalische Adresse (soweit vorhanden)
    • Kartenausschnitt (Lage, Erreichbarkeit)
    • Einwilligung des Eigentümers (soweit dieser nicht Antragsteller ist und dies im Antrag bestätig hat)
    • Kontaktdaten des Ansprechpartners wegen ggf. notwendigem Ortstermin

    Bei Unsicherheiten hinsichtlich des Vorliegens der Waldeigenschaft wird empfohlen, diese vor dem Beginn nicht forstlicher Maßnahmen im Wald (z. B. vor Baumaßnahmen) forstbehördlich feststellen zu lassen.

    Eine nachträgliche Feststellung der Waldeigenschaft, z. B. während einer Baumaßnahme, kann zu merklichen zeitlichen Verzögerungen (Nachholen des Genehmigungsverfahrens zur Waldumwandlung, Baustopp etc.) sowie zu merklichen finanziellen Belastungen, hier Verfolgung der ungenehmigten Waldumwandlung als Ordnungswidrigkeit, führen.

    Die widerrechtliche, dauerhafte oder zeitweise Beseitigung der Waldeigenschaft ist eine ungenehmigte Waldumwandlung nach § 8 Landeswaldgesetz, daraus folgend eine Ordnungswidrigkeit gemäß Paragraph 37, Absatz 1, Ziffer 1 und kann mit einem Bußgeld bis 100.000 € belegt werden.

     zu beachten:

    Der Anbau von Kulturheidelbeeren im Wald bedarf seit der Novelle des Bundeswaldgesetzes (31.7.2010) trotz anderslautender Regelungen im Landeswaldgesetz auch in Brandenburg einer Waldumwandlungsgenehmigung.

    Die bis dato in Brandenburg geltende landesrechtliche 2 Hektar Ausnahmeregelung ist über die Änderung des Bundeswaldgesetzes aufgehoben worden!

  • Waldumwandlung

    Wenn Wald weichen muss

    Die Genehmigung zur Waldumwandlung bedarf gemäß Paragraph 8 Landeswaldgesetz der vorherigen Genehmigung durch die untere Forstbehörde (Landesbetrieb Forst Brandenburg).

    Die Genehmigung einer Waldumwandlung kann je nach Zweckmäßigkeit zeitweilig (48 Stunden bis 10 Jahre) oder dauerhaft für immer erfolgen.

    In der Regel wird die Waldumwandlungsgenehmigung in ein anderes Verwaltungsverfahren integriert. Eine so genannte „konzentrierte Waldumwandlungsgenehmigung“ ergeht im Rahmen nachfolgender Verwaltungsverfahren:

    • Baugenehmigungsverfahren und vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren bei baugenehmigungspflichtigen Vorhaben gemäß Brandenburgische Bauordnung (BbgBO) durch die zuständige Baubehörde des Landkreises,
    • Immissionsschutzrechtliche Genehmigung gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz (BImmSchG) durch das Landesumweltamt,
    • Bergrechtliches Genehmigungsverfahren gemäß Bundesberggesetz (BergG) durch das Oberbergamt,
    • Planfeststellungsbeschluss im Planfeststellungsverfahren gemäß Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) durch die jeweils zuständige Landesbehörde

    Alleinstehende Waldumwandlungsgenehmigung nach Paragraph 8 Landeswaldgesetz sind jedoch noch notwendig, z. B. in Bauanzeigeverfahren bei baugenehmigungspflichtigen Vorhaben im Wald.

    In Genehmigungsverfahren sind durch die untere Forstbehörde (Landesbetrieb Forst Brandenburg) im Rahmen der Abwägung folgende Sachverhalte zu beachten:

    • Ziele der Raumordnung, z. B. Regionalplan (Regionale Planungsgemeinschaft)
    • Bauleitplanung (Flächennutzungsplan, Bebauungsplan der Kommune)
    • Rechte, Pflichten und wirtschaftlichen Interessen des Waldbesitzers an der Walderhaltung/ Waldumwandlung
    • Belange der Allgemeinheit an der Walderhaltung/ Waldumwandlung
    • Örtlicher Waldflächenanteil
    • wesentliche Bedeutung des Waldes für forstwirtschaftliche Erzeugung, für die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes oder für die Erholung der Bevölkerung
    • Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz (UVPG) soweit die Rodung von Wald 1 Hektar überschreitet

    Die nachteiligen Wirkungen einer Umwandlung für die durch die Waldumwandlung wegfallenden Schutz- oder Erholungsfunktionen des Waldes sind auszugleichen. Gemäß Paragraph 1 und 8 Landeswaldgesetz in Verbindung mit der Walderhaltungsabgabeverordnung (WaldErhV) ist der Wald hinsichtlich seiner flächigen Ausdehnung zu erhalten. Daraus folgend wird als Ersatz regelmäßig eine flächengleiche Erstaufforstung geeigneter Grundstücke gefordert, ggf. sind weitere Schutz- und Gestaltungsmaßnahmen im Wald zu treffen.

    Soweit die nachteiligen Wirkungen einer Umwandlung nicht ausgeglichen werden können, ist ein finanzieller Ausgleich durch Zahlung einer Walderhaltungsabgabe zu leisten.

    Regelmäßig wird eine Sicherheitsleistung (Bürgschaft, Verwahrkonto) in Höhe der Kosten der Ersatzmaßnahme gefordert, die bis zum Vollzug der Ersatzmaßnahme zu hinterlegen ist.

    Die vorsätzliche oder fahrlässige Waldumwandlung ohne vorherige Genehmigung ist nach Paragraph 37 Absatz 1, Ziffer 1 Landeswaldgesetz eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 € geahndet werden kann.

    Wenn Wald weichen muss

    Die Genehmigung zur Waldumwandlung bedarf gemäß Paragraph 8 Landeswaldgesetz der vorherigen Genehmigung durch die untere Forstbehörde (Landesbetrieb Forst Brandenburg).

    Die Genehmigung einer Waldumwandlung kann je nach Zweckmäßigkeit zeitweilig (48 Stunden bis 10 Jahre) oder dauerhaft für immer erfolgen.

    In der Regel wird die Waldumwandlungsgenehmigung in ein anderes Verwaltungsverfahren integriert. Eine so genannte „konzentrierte Waldumwandlungsgenehmigung“ ergeht im Rahmen nachfolgender Verwaltungsverfahren:

    • Baugenehmigungsverfahren und vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren bei baugenehmigungspflichtigen Vorhaben gemäß Brandenburgische Bauordnung (BbgBO) durch die zuständige Baubehörde des Landkreises,
    • Immissionsschutzrechtliche Genehmigung gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz (BImmSchG) durch das Landesumweltamt,
    • Bergrechtliches Genehmigungsverfahren gemäß Bundesberggesetz (BergG) durch das Oberbergamt,
    • Planfeststellungsbeschluss im Planfeststellungsverfahren gemäß Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) durch die jeweils zuständige Landesbehörde

    Alleinstehende Waldumwandlungsgenehmigung nach Paragraph 8 Landeswaldgesetz sind jedoch noch notwendig, z. B. in Bauanzeigeverfahren bei baugenehmigungspflichtigen Vorhaben im Wald.

    In Genehmigungsverfahren sind durch die untere Forstbehörde (Landesbetrieb Forst Brandenburg) im Rahmen der Abwägung folgende Sachverhalte zu beachten:

    • Ziele der Raumordnung, z. B. Regionalplan (Regionale Planungsgemeinschaft)
    • Bauleitplanung (Flächennutzungsplan, Bebauungsplan der Kommune)
    • Rechte, Pflichten und wirtschaftlichen Interessen des Waldbesitzers an der Walderhaltung/ Waldumwandlung
    • Belange der Allgemeinheit an der Walderhaltung/ Waldumwandlung
    • Örtlicher Waldflächenanteil
    • wesentliche Bedeutung des Waldes für forstwirtschaftliche Erzeugung, für die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes oder für die Erholung der Bevölkerung
    • Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz (UVPG) soweit die Rodung von Wald 1 Hektar überschreitet

    Die nachteiligen Wirkungen einer Umwandlung für die durch die Waldumwandlung wegfallenden Schutz- oder Erholungsfunktionen des Waldes sind auszugleichen. Gemäß Paragraph 1 und 8 Landeswaldgesetz in Verbindung mit der Walderhaltungsabgabeverordnung (WaldErhV) ist der Wald hinsichtlich seiner flächigen Ausdehnung zu erhalten. Daraus folgend wird als Ersatz regelmäßig eine flächengleiche Erstaufforstung geeigneter Grundstücke gefordert, ggf. sind weitere Schutz- und Gestaltungsmaßnahmen im Wald zu treffen.

    Soweit die nachteiligen Wirkungen einer Umwandlung nicht ausgeglichen werden können, ist ein finanzieller Ausgleich durch Zahlung einer Walderhaltungsabgabe zu leisten.

    Regelmäßig wird eine Sicherheitsleistung (Bürgschaft, Verwahrkonto) in Höhe der Kosten der Ersatzmaßnahme gefordert, die bis zum Vollzug der Ersatzmaßnahme zu hinterlegen ist.

    Die vorsätzliche oder fahrlässige Waldumwandlung ohne vorherige Genehmigung ist nach Paragraph 37 Absatz 1, Ziffer 1 Landeswaldgesetz eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 € geahndet werden kann.

    Kontakt

    Ansprechpartner:
    Bernd Friedrich
    E-Mail:
    bernd.friedrich@­lfb.brandenburg.de
    Telefon:
    +49 331 97929-308

  • Erstaufforstung

    Neuer Wald bedarf einer Genehmigung
    Die vorsätzliche oder fahrlässige Neuanlage von Wald ohne vorherige Genehmigung ist nach Paragraph 37 Absatz 1, Ziffer 3 Landeswaldgesetz eine Ordnungswidrigkeit.

    Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens sind Ziele und Erfordernisse der Raumordnung sowie die bestimmungsgemäße Nutzung der benachbarten Grundstücke zu berücksichtigen. Daraus folgend sind im Genehmigungsverfahren durch die untere Forstbehörde (Landesbetrieb Forst Brandenburg) im Rahmen der Abwägung zu beachten:

    • Bauleitplanung (Flächennutzungsplan, Bebauungsplan der Kommune)
    • Regionalplan (Regionale Planungsgemeinschaft)
    • Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz (UVPG) soweit die Erstaufforstung 2 Hektar überschreitet
    • Nachbarschaftsrechtliche Belange gemäß Brandenburgischen Nachbarrechtsgesetz (BbgNRG)
    • standörtliche Gegebenheiten (Baumartenwahl)

    Keiner Erstaufforstungsgenehmigung bedürfen Flächen, die nicht der Waldeigenschaft unterliegen, das heißt auf denen kein Wald entsteht:

    • Energieholzplantagen oder Agroforstsysteme, solange deren Umtriebszeit kleiner 20 Jahre ist (Novelle Bundeswaldgesetz),
    • Weihnachtsbaumplantangen und Schmuckreisigkulturen,
    • Pflanzungen von Feldgehölzen und Hecken die kleiner 2.000 m² Fläche einnehmen und nicht an bestehende Waldflächen unmittelbar angrenzen,

    da es sich hierbei nicht um Wald im Sinne des Paragraph 2 Landeswaldgesetz handelt.

    Bei der Anlage von Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen, Feldgehölzen, Energieholzplantagen etc. ist zu beachten, dass hierbei ggf. Genehmigungstatbestände des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes bzw. bestehender Schutzgebietsverordnungen berücksichtigt werden müssen. Diese Genehmigungstatbestände bedürfen einer gesonderten naturschutzrechtlichen Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde des zuständigen Landkreises.


    Hinweise für das Antragsformular Erstaufforstung
    Die hier zum Download bereit gestellten Antragsformulare können Sie ausdrucken und beschreiben oder in WORD bearbeiten und anschließend ausdrucken. Die vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Anträge senden Sie bitte an die für Ihr Vorhaben zuständige Oberförsterei (Suche per Gemarkungsliste möglich). Bei Unsicherheiten und Beratungsbedarf nehmen Sie bitte Kontakt mit den Mitarbeitern in der Oberförsterei auf. Fügen Sie ihrem Antrag aussagekräftiges Kartenmaterial bei, aus dem eindeutig die Lage und Größe Ihres Vorhabens hervorgehen.

    Neuer Wald bedarf einer Genehmigung
    Die vorsätzliche oder fahrlässige Neuanlage von Wald ohne vorherige Genehmigung ist nach Paragraph 37 Absatz 1, Ziffer 3 Landeswaldgesetz eine Ordnungswidrigkeit.

    Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens sind Ziele und Erfordernisse der Raumordnung sowie die bestimmungsgemäße Nutzung der benachbarten Grundstücke zu berücksichtigen. Daraus folgend sind im Genehmigungsverfahren durch die untere Forstbehörde (Landesbetrieb Forst Brandenburg) im Rahmen der Abwägung zu beachten:

    • Bauleitplanung (Flächennutzungsplan, Bebauungsplan der Kommune)
    • Regionalplan (Regionale Planungsgemeinschaft)
    • Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz (UVPG) soweit die Erstaufforstung 2 Hektar überschreitet
    • Nachbarschaftsrechtliche Belange gemäß Brandenburgischen Nachbarrechtsgesetz (BbgNRG)
    • standörtliche Gegebenheiten (Baumartenwahl)

    Keiner Erstaufforstungsgenehmigung bedürfen Flächen, die nicht der Waldeigenschaft unterliegen, das heißt auf denen kein Wald entsteht:

    • Energieholzplantagen oder Agroforstsysteme, solange deren Umtriebszeit kleiner 20 Jahre ist (Novelle Bundeswaldgesetz),
    • Weihnachtsbaumplantangen und Schmuckreisigkulturen,
    • Pflanzungen von Feldgehölzen und Hecken die kleiner 2.000 m² Fläche einnehmen und nicht an bestehende Waldflächen unmittelbar angrenzen,

    da es sich hierbei nicht um Wald im Sinne des Paragraph 2 Landeswaldgesetz handelt.

    Bei der Anlage von Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen, Feldgehölzen, Energieholzplantagen etc. ist zu beachten, dass hierbei ggf. Genehmigungstatbestände des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes bzw. bestehender Schutzgebietsverordnungen berücksichtigt werden müssen. Diese Genehmigungstatbestände bedürfen einer gesonderten naturschutzrechtlichen Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde des zuständigen Landkreises.


    Hinweise für das Antragsformular Erstaufforstung
    Die hier zum Download bereit gestellten Antragsformulare können Sie ausdrucken und beschreiben oder in WORD bearbeiten und anschließend ausdrucken. Die vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Anträge senden Sie bitte an die für Ihr Vorhaben zuständige Oberförsterei (Suche per Gemarkungsliste möglich). Bei Unsicherheiten und Beratungsbedarf nehmen Sie bitte Kontakt mit den Mitarbeitern in der Oberförsterei auf. Fügen Sie ihrem Antrag aussagekräftiges Kartenmaterial bei, aus dem eindeutig die Lage und Größe Ihres Vorhabens hervorgehen.

    Kontakt

    Ansprechpartner:
    Bernd Friedrich
    E-Mail:
    bernd.friedrich@­lfb.brandenburg.de
    Telefon:
    +49 331 97929-308

  • Betreten des Waldes und Aneigungsrecht im Wald

    Wald zum erholen und zum mitnehmen

    Der Wald des Landes Brandenburg ist zum Zwecke der Erholung zu jeder Zeit frei betretbar! Dabei gilt das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme sowohl zwischen den Waldbesuchern untereinander als auch zwischen den Waldbesitzern und den Waldbesuchern.

    Betretungseinschränkungen im Wald können sich über forstliche Maßnahmen oder behördlich befristet genehmigte Waldsperrungen (siehe Paragraph 18 Landeswaldgesetz) ergeben.

    Nicht betreten werden dürfen ohne besondere Befugnis (vergleiche Paragraph 15 Absatz 3 Landeswaldgesetz):

    • gesperrte Waldflächen und gesperrte Waldwege,
    • Wald, in dem Holz gefällt, aufgearbeitet, gerückt oder gelagert wird,
    • umzäunte Waldflächen sowie
    • forstbetriebliche Einrichtungen.

    Zum Betreten des Waldes zählen auch das Reiten und Gespannfahren, das Fahrradfahren und das Fahren mit Krankenfahrstühlen solange es sich nicht um Kfz handelt.

    Diese zuvor genannten Betretungsarten sind ausschließlich auf Waldwege, beim Reiten zusätzlich auf Waldbrandschutzstreifen, eingeschränkt, das heißt ein „Quer-Feld-ein“ durch den Wald ist hier per Waldgesetz untersagt.

    Hunde sind ohne Ausnahme von Rasse, Größe, Gehorsam etc. im Wald an der Leine zu führen. Ausnahmen bilden hier Polizei-, Blinden- und Jagdhunde während Ausbildung bzw. ein Einsatz derselben im Wald.

    Das Aneignungsrecht durch jedermann im Wald umfasst maximal:

    • einen Handstrauß,
    • Waldfrüchte,
    • Pilze und
    • wild wachsende Pflanzen

    in geringer Menge ausschließlich für den eigenen Gebrauch, sofern die betreffenden Pflanzen nicht zu den besonders geschützten Arten gehören.

    Nicht zum Aneignungsrecht gehören die Entnahme von

    • Wipfeltrieben,
    • Zweigen von Jungwüchsen
    • das Ausgraben und Abschlagen von Forstpflanzen
    • die gewerbliche Entnahme von Waldbestandteilen, Früchten, Pilzen etc.!

    Eine Entnahme über die Grenzen des Aneignungsrechtes für jedermann hinaus bedarf der vorherigen Gestattung des Waldeigentümers. Diese Gestattung ist erteilbar, solange die Entnahme pfleglich erfolgt und der Wald nicht erheblich beeinträchtigt wird.

    Die widerrechtliche Aneignung der oben genannten Waldbestandteile durch jedermann ist eine Ordnungswidrigkeit nach Paragraph 37 Landeswaldgesetz und kann bei erheblichen Verstößen sogar den Tatbestand von Straftaten erfüllen, hier Sachbeschädigung (Paragraph 303 StGB) und Dienstahl (Paragraph 242 StGB).

    Wald zum erholen und zum mitnehmen

    Der Wald des Landes Brandenburg ist zum Zwecke der Erholung zu jeder Zeit frei betretbar! Dabei gilt das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme sowohl zwischen den Waldbesuchern untereinander als auch zwischen den Waldbesitzern und den Waldbesuchern.

    Betretungseinschränkungen im Wald können sich über forstliche Maßnahmen oder behördlich befristet genehmigte Waldsperrungen (siehe Paragraph 18 Landeswaldgesetz) ergeben.

    Nicht betreten werden dürfen ohne besondere Befugnis (vergleiche Paragraph 15 Absatz 3 Landeswaldgesetz):

    • gesperrte Waldflächen und gesperrte Waldwege,
    • Wald, in dem Holz gefällt, aufgearbeitet, gerückt oder gelagert wird,
    • umzäunte Waldflächen sowie
    • forstbetriebliche Einrichtungen.

    Zum Betreten des Waldes zählen auch das Reiten und Gespannfahren, das Fahrradfahren und das Fahren mit Krankenfahrstühlen solange es sich nicht um Kfz handelt.

    Diese zuvor genannten Betretungsarten sind ausschließlich auf Waldwege, beim Reiten zusätzlich auf Waldbrandschutzstreifen, eingeschränkt, das heißt ein „Quer-Feld-ein“ durch den Wald ist hier per Waldgesetz untersagt.

    Hunde sind ohne Ausnahme von Rasse, Größe, Gehorsam etc. im Wald an der Leine zu führen. Ausnahmen bilden hier Polizei-, Blinden- und Jagdhunde während Ausbildung bzw. ein Einsatz derselben im Wald.

    Das Aneignungsrecht durch jedermann im Wald umfasst maximal:

    • einen Handstrauß,
    • Waldfrüchte,
    • Pilze und
    • wild wachsende Pflanzen

    in geringer Menge ausschließlich für den eigenen Gebrauch, sofern die betreffenden Pflanzen nicht zu den besonders geschützten Arten gehören.

    Nicht zum Aneignungsrecht gehören die Entnahme von

    • Wipfeltrieben,
    • Zweigen von Jungwüchsen
    • das Ausgraben und Abschlagen von Forstpflanzen
    • die gewerbliche Entnahme von Waldbestandteilen, Früchten, Pilzen etc.!

    Eine Entnahme über die Grenzen des Aneignungsrechtes für jedermann hinaus bedarf der vorherigen Gestattung des Waldeigentümers. Diese Gestattung ist erteilbar, solange die Entnahme pfleglich erfolgt und der Wald nicht erheblich beeinträchtigt wird.

    Die widerrechtliche Aneignung der oben genannten Waldbestandteile durch jedermann ist eine Ordnungswidrigkeit nach Paragraph 37 Landeswaldgesetz und kann bei erheblichen Verstößen sogar den Tatbestand von Straftaten erfüllen, hier Sachbeschädigung (Paragraph 303 StGB) und Dienstahl (Paragraph 242 StGB).

  • Befahren des Waldes

    Wer darf und wer nicht?

    Das Fahren mit sowie das Abstellen von Kraftfahrzeugen im Wald ist gemäß Paragraph 16 Absatz 1 Landeswaldgesetz nur aus folgenden Gründen gestattet:

    • Bewirtschaftung des Waldes,
    • Ausübung der Jagd,
    • hoheitlicher (behördlicher) Tätigkeit

    Hierbei gilt per Gesetz, dass die Befahrung des Waldes im Rahmen der drei oben benannten Zwecke nur in dem erforderlichen Umfang erfolgen darf, das heißt es ist der kürzeste Weg anzunehmen, kleine Umwege aufgrund Unbefahrbarkeit etc. sind zumutbar und möglich.

    Diese gesetzliche Regelung bedeutet aber auch, dass der Waldbesitzer die Befahrung seines Waldes durch andere zum Zwecke der Waldbewirtschaftung, Jagd, Hoheit entschädigungslos zu dulden hat.

    Da das Befahren des Waldes per Gesetz untersagt ist, bedarf es, anders als im Straßenverkehr, keines zusätzlichen Sperrschildes!

    In sofern sind die vereinzelt im Wald angebrachten Schilder zum Befahrungsverbot ein behördlicher Hinweis an besonders neuralgischen Punkten, jedoch zur Durchsetzung des Befahrungsverbotes über die Ahndung einer Ordnungswidrigkeit nicht zwingend erforderlich.

    Des Weiteren kann (nicht muss) der Waldbesitzer in einem per Waldbefahrungsverordnung (WaldBefV) gesteckten Rahmen das Befahren seines Waldes aus wichtigem Grunde gegen Entgelt gestatten.

    Ein wichtiger Grund liegt nur dann vor, wenn eine Tätigkeit nur durch das Befahren des Waldes möglich ist, z. B.:

    • Betreiben von Bahn-, Telekommunikations-, Gas-, Wasser- und Stromversorgungsanlagen im Wald
    • Erreichen von Angelgewässern, die keinen Anschluss an öffentliche Wege haben und unzumutbar tief im Wald liegen

    Keine wichtigen Gründe sind, z. B.:

    • Motorsport im Wald,
    • Fahren im Wald zum Zwecke der Erholung,
    • Fahren im Wald zum Zwecke der Abkürzungen,
    • Fahrtziel ist über öffentliche Straßen erreichbar,
    • Fahren im Wald zu gewerblichen Zwecken

    Die „Gestattung zum Befahren des Waldes gemäß Paragraph 16 Absatz 2 Landeswaldgesetz“ ist formgebunden und entgeltlich. Ein Muster ist in der Waldbefahrungsverordnung amtlich vorgegeben.

    Die erteilten Waldbefahrungsgestattungen sind zur Einsichtnahme durch die untere Forstbehörde beim Waldbesitzer vorzuhalten und bei der Befahrung sichtbar mitzuführen.

    Gegebenenfalls können widerrechtlich vom Waldbesitzer erteilte Gestattungen behördlich eingezogen werden. Die widerrechtlicher Erteilung oder Nutzung von Waldbefahrungsgestattungen stellen Ordnungswidrigkeiten dar.

    Wer darf und wer nicht?

    Das Fahren mit sowie das Abstellen von Kraftfahrzeugen im Wald ist gemäß Paragraph 16 Absatz 1 Landeswaldgesetz nur aus folgenden Gründen gestattet:

    • Bewirtschaftung des Waldes,
    • Ausübung der Jagd,
    • hoheitlicher (behördlicher) Tätigkeit

    Hierbei gilt per Gesetz, dass die Befahrung des Waldes im Rahmen der drei oben benannten Zwecke nur in dem erforderlichen Umfang erfolgen darf, das heißt es ist der kürzeste Weg anzunehmen, kleine Umwege aufgrund Unbefahrbarkeit etc. sind zumutbar und möglich.

    Diese gesetzliche Regelung bedeutet aber auch, dass der Waldbesitzer die Befahrung seines Waldes durch andere zum Zwecke der Waldbewirtschaftung, Jagd, Hoheit entschädigungslos zu dulden hat.

    Da das Befahren des Waldes per Gesetz untersagt ist, bedarf es, anders als im Straßenverkehr, keines zusätzlichen Sperrschildes!

    In sofern sind die vereinzelt im Wald angebrachten Schilder zum Befahrungsverbot ein behördlicher Hinweis an besonders neuralgischen Punkten, jedoch zur Durchsetzung des Befahrungsverbotes über die Ahndung einer Ordnungswidrigkeit nicht zwingend erforderlich.

    Des Weiteren kann (nicht muss) der Waldbesitzer in einem per Waldbefahrungsverordnung (WaldBefV) gesteckten Rahmen das Befahren seines Waldes aus wichtigem Grunde gegen Entgelt gestatten.

    Ein wichtiger Grund liegt nur dann vor, wenn eine Tätigkeit nur durch das Befahren des Waldes möglich ist, z. B.:

    • Betreiben von Bahn-, Telekommunikations-, Gas-, Wasser- und Stromversorgungsanlagen im Wald
    • Erreichen von Angelgewässern, die keinen Anschluss an öffentliche Wege haben und unzumutbar tief im Wald liegen

    Keine wichtigen Gründe sind, z. B.:

    • Motorsport im Wald,
    • Fahren im Wald zum Zwecke der Erholung,
    • Fahren im Wald zum Zwecke der Abkürzungen,
    • Fahrtziel ist über öffentliche Straßen erreichbar,
    • Fahren im Wald zu gewerblichen Zwecken

    Die „Gestattung zum Befahren des Waldes gemäß Paragraph 16 Absatz 2 Landeswaldgesetz“ ist formgebunden und entgeltlich. Ein Muster ist in der Waldbefahrungsverordnung amtlich vorgegeben.

    Die erteilten Waldbefahrungsgestattungen sind zur Einsichtnahme durch die untere Forstbehörde beim Waldbesitzer vorzuhalten und bei der Befahrung sichtbar mitzuführen.

    Gegebenenfalls können widerrechtlich vom Waldbesitzer erteilte Gestattungen behördlich eingezogen werden. Die widerrechtlicher Erteilung oder Nutzung von Waldbefahrungsgestattungen stellen Ordnungswidrigkeiten dar.

  • Waldsperrung

    Zäune und Schranken im Wald

    Eine Waldsperrung ist jede Einzäunung oder Errichtung sonstiger Hindernisse (physische Sperre) sowie Beschilderung (psychische Sperre), die das allgemeine Waldbetretungsrecht zum Zwecke der Erholung aber auch das rechtskonforme Befahren des Waldes einschränkt bzw. erschwert.

    Gesperrt gemäß Paragraph 15 Absatz 3 Landeswaldgesetz sind gesperrte Waldflächen, -wege, Wald in dem Holz gefällt, aufgearbeitet, gerückt oder gelagert wird, umzäunte Flächen sowie forstbetriebliche Einrichtungen sowie Waldflächen deren Sperrung nach anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften erlaubt ist.

    Eine unverschlossene Schranke zur Sperrung eines Waldweges stellt im Land Brandenburg keine Waldsperrung dar.

    Das Sperren von Wald bedarf der vorherigen Genehmigung durch den Landesbetrieb Forst Brandenburg. Es ist nur im öffentlichen Interesse aus Gründen des Wald- und Forstschutzes einschließlich der Ziele des Naturschutzes, der ordnungsgemäßen Waldbewirtschaftung oder des Schutzes der Waldbesucher zulässig. Private Interessen von Waldbesitzern oder Nutzungsberechtigten ergeben somit keinen genehmigungsfähigen Sperrgrund.

    Befristete Einzäunungen im Rahmen der ordnungsgemäßen Waldbewirtschaftung, wie Kulturzäune oder Weisergatter bedürfen keiner Genehmigung und Kennzeichnung sind jedoch nach Sicherung der Forstkultur wieder zu entfernen.

    Die vorsätzliche oder fahrlässige Waldsperrung ohne vorherige Genehmigung ist nach Paragraph 37 Absatz 1, Ziffer 21 Landeswaldgesetz eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 € geahndet werden kann. 

    Zäune und Schranken im Wald

    Eine Waldsperrung ist jede Einzäunung oder Errichtung sonstiger Hindernisse (physische Sperre) sowie Beschilderung (psychische Sperre), die das allgemeine Waldbetretungsrecht zum Zwecke der Erholung aber auch das rechtskonforme Befahren des Waldes einschränkt bzw. erschwert.

    Gesperrt gemäß Paragraph 15 Absatz 3 Landeswaldgesetz sind gesperrte Waldflächen, -wege, Wald in dem Holz gefällt, aufgearbeitet, gerückt oder gelagert wird, umzäunte Flächen sowie forstbetriebliche Einrichtungen sowie Waldflächen deren Sperrung nach anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften erlaubt ist.

    Eine unverschlossene Schranke zur Sperrung eines Waldweges stellt im Land Brandenburg keine Waldsperrung dar.

    Das Sperren von Wald bedarf der vorherigen Genehmigung durch den Landesbetrieb Forst Brandenburg. Es ist nur im öffentlichen Interesse aus Gründen des Wald- und Forstschutzes einschließlich der Ziele des Naturschutzes, der ordnungsgemäßen Waldbewirtschaftung oder des Schutzes der Waldbesucher zulässig. Private Interessen von Waldbesitzern oder Nutzungsberechtigten ergeben somit keinen genehmigungsfähigen Sperrgrund.

    Befristete Einzäunungen im Rahmen der ordnungsgemäßen Waldbewirtschaftung, wie Kulturzäune oder Weisergatter bedürfen keiner Genehmigung und Kennzeichnung sind jedoch nach Sicherung der Forstkultur wieder zu entfernen.

    Die vorsätzliche oder fahrlässige Waldsperrung ohne vorherige Genehmigung ist nach Paragraph 37 Absatz 1, Ziffer 21 Landeswaldgesetz eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 € geahndet werden kann. 

  • Forstaufsicht

    Sonderordnungsbehörde

    Der Landesbetrieb Forst Brandenburg übt die Forstaufsicht über den Wald aller Eigentumsarten aus, um ihn zu erhalten, vor Schäden zu bewahren und seine ordnungsgemäße Bewirtschaftung zu sichern.

    Der Landesbetrieb Forst Brandenburg hat in Erfüllung seiner Aufgaben die Befugnisse einer Sonderordnungsbehörde.

    Gemäß des Landeswaldgesetzes Brandenburg sind ihm insbesondere folgende Aufgaben zugewiesen:

    • Rat und Anleitung im Privat- und Körperschaftswald,
    • die Förderung des Privat- und Körperschaftswaldes,
    • die forstliche Rahmenplanung und sonstige Fachplanungen für den Wald,
    • die Forstaufsicht (Einhaltung von Geboten und Verboten),
    • der Forstschutz,
    • die Feststellung der Waldeigenschaft,
    • die Überwachung der Waldschutzsituation in Wäldern aller Eigentumsarten
    • die Bewirtschaftung des Landeswaldes,
    • das Monitoring der Entwicklung der Waldökosysteme,
    • die waldbezogene Bildungs- und Erziehungsarbeit (Waldpädagogik).

    Sonderordnungsbehörde

    Der Landesbetrieb Forst Brandenburg übt die Forstaufsicht über den Wald aller Eigentumsarten aus, um ihn zu erhalten, vor Schäden zu bewahren und seine ordnungsgemäße Bewirtschaftung zu sichern.

    Der Landesbetrieb Forst Brandenburg hat in Erfüllung seiner Aufgaben die Befugnisse einer Sonderordnungsbehörde.

    Gemäß des Landeswaldgesetzes Brandenburg sind ihm insbesondere folgende Aufgaben zugewiesen:

    • Rat und Anleitung im Privat- und Körperschaftswald,
    • die Förderung des Privat- und Körperschaftswaldes,
    • die forstliche Rahmenplanung und sonstige Fachplanungen für den Wald,
    • die Forstaufsicht (Einhaltung von Geboten und Verboten),
    • der Forstschutz,
    • die Feststellung der Waldeigenschaft,
    • die Überwachung der Waldschutzsituation in Wäldern aller Eigentumsarten
    • die Bewirtschaftung des Landeswaldes,
    • das Monitoring der Entwicklung der Waldökosysteme,
    • die waldbezogene Bildungs- und Erziehungsarbeit (Waldpädagogik).

  • Ordnungswidrigkeiten

    Anzeigen, Verfolgen, Ahnden, Beseitigen

    Der Landesbetrieb Forst Brandenburg ist die untere Forstbehörde des Landes Brandenburg, hier in Form einer Sonderordnungsbehörde. Ihr obliegt der Forstschutz nach Paragraph 34 Landeswaldgesetz Brandenburg (LWaldG), dass heißt die waldbezogene Gefahrenabwehr, Störungsbeseitigung und Verfolgung rechtswidriger Handlungen und damit auch die Verfolgung und Ahndung von Ordungswidrigkeiten nach Paragraph 37 bzw. Paragraph 38 LWaldG.

    Die Anzeige einer Ordnungswidrigkeit, bezogen auf den Wald, kann durch jedermann erfolgen. Die Anzeigenaufnahme wird durch den zuständigen Hoheits-Revierförster oder die zuständige Oberförsterei vorgenommen.

    Die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten kann je nach ihrer Schwere durch eine Verwarnung ohne Verwarnungsgeld, eine Verwarnung mit Verwarnungsgeld bzw. Bußgeld erfolgen.

    Die Höhe eines Bußgeldes richtet sich nach dem geldwerten Vorteil, welcher durch die Ordnungswidrigkeit erlangt wurde sowie nach dem Verhalten des Betroffenen. Vorsätzliches Handeln erhöht das Bußgeld in der Regel erheblich.

    Der Bußgeldrahmen wird durch das LWaldG vorgegeben, er liegt zwischen 20.000 € und 100.000 €, je nach Schwere der Ordnungswidrigkeit (vergleiche Paragraph 37 Absatz 3 LWaldG).

    Anzeigen, Verfolgen, Ahnden, Beseitigen

    Der Landesbetrieb Forst Brandenburg ist die untere Forstbehörde des Landes Brandenburg, hier in Form einer Sonderordnungsbehörde. Ihr obliegt der Forstschutz nach Paragraph 34 Landeswaldgesetz Brandenburg (LWaldG), dass heißt die waldbezogene Gefahrenabwehr, Störungsbeseitigung und Verfolgung rechtswidriger Handlungen und damit auch die Verfolgung und Ahndung von Ordungswidrigkeiten nach Paragraph 37 bzw. Paragraph 38 LWaldG.

    Die Anzeige einer Ordnungswidrigkeit, bezogen auf den Wald, kann durch jedermann erfolgen. Die Anzeigenaufnahme wird durch den zuständigen Hoheits-Revierförster oder die zuständige Oberförsterei vorgenommen.

    Die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten kann je nach ihrer Schwere durch eine Verwarnung ohne Verwarnungsgeld, eine Verwarnung mit Verwarnungsgeld bzw. Bußgeld erfolgen.

    Die Höhe eines Bußgeldes richtet sich nach dem geldwerten Vorteil, welcher durch die Ordnungswidrigkeit erlangt wurde sowie nach dem Verhalten des Betroffenen. Vorsätzliches Handeln erhöht das Bußgeld in der Regel erheblich.

    Der Bußgeldrahmen wird durch das LWaldG vorgegeben, er liegt zwischen 20.000 € und 100.000 €, je nach Schwere der Ordnungswidrigkeit (vergleiche Paragraph 37 Absatz 3 LWaldG).